«Sing meinen Song»-Finale

Ritschi: «Stefanie Heinzmann hat mich berührt»

Von Carlotta Henggeler

9.4.2020

Sänger Ritschi über «Sing meinen Song»: Es gab mehrere magische Momente.
Sänger Ritschi über «Sing meinen Song»: Es gab mehrere magische Momente.
zVg

Morgen steigt das «Sing meinen Song»-Finale. «Bluewin» hat mit Sänger Ritschi («Heimweh») über Corona-Konzertabsagen, emotionale Momente und sein neues Hobby gesprochen. Er hat das Rasen-Vertikutieren  entdeckt.

Ritschi, alias Andreas Ritschard, sitzt in seinem Aufnahmestudio in Interlaken. Er tüftelt an neuen Songs und einem Video vor dem Green Screen, das ihn mit Christian Häni von der Mundart-Band Halunke zeigen soll. Für einen virtuellen Aufritt der beiden. Konzerte vor Live-Publikum sind alle abgesagt: «Die letzten zwei Wochen war ich in einem strangen Mood und fand keine richtige Inspiration für neue Lieder. Denn alles, was rauskam, hatte diese traurig-melancholische Note des Moments, das bin nicht ich», erzählt der ehemalige Plüsch-Frontmann.

Langsam habe sich der Corona-Blues etwas gelegt. Auch wenn als Mundart-Künstler und Familienpapa seine finanzielle Situation nicht rosig aussieht: Konzerte gibt es keine und die Thunerseespiele – bei denen er 2020 Auftritte gehabt hätte – sind auf 2021 verschoben. 

Ein neues Album ist für Frühling 2021 angedacht, jetzt steht es in den Sternen, ob er das finanziell stemmen kann. Ritschi: «Wenn ich das Geld nicht zusammenkriege, dann fallen die Aufnahmen flach, ich kann kein Album auf Pump aufnehmen. Aber vielleicht finde ich einen Sponsor», sagt Ritschi und lacht.

«Sing meinen Song»: Morgen ist das Finale.
«Sing meinen Song»: Morgen ist das Finale.
zVg

Klönen wolle er auf keinen Fall. Er wisse, dass es vielen Schweizerinnen und Schweizern im Moment ähnlich gehe. 

Lieber spricht er über «magische Momente» in «Sing meinen Song» auf TV24. Morgen ist das Finale: «Als Stefanie Heinzmann  ‹Heimweh› gesungen hat, hat mich das emotional berührt. Ich hätte nie gedacht, dass das so tief geht. Ich weiss zwar, dass dieser Song die Leute emotional berührt, mich aber normalerweise weniger.» 

Oft sei er geflasht gewesen, wenn er den anderen «SMS»-Künstlern zugehört habe. Obwohl er Francine Jordi, Stefanie Heinzmann, Steff la Cheffe, Marc Storace und Seven seit 20 Jahren schon kennt, hat er alle aus einem neuen Blickwinkel kennengelernt. Und Loco Escrito kannte er vorher nicht.

Technisch herausgefordert habe ihn der Song von Steff la Cheffe, zu performen: «Es ist unglaublich, wie viel Text sie in einem Song voll auf den Punkt bringt.»

Wenn er vom «Sing meinen Song»-Abenteuer erzählt, dann leuchten seine Augen. Ritschi mag TV-Shows. Könnte er sich vorstellen, bei einer neuen Staffel «The Voice of Switzerland» im Coach-Sessel zu sitzen? «Ja, das könnte ich. Obwohl das eine ganz andere Sendung ist. Am liebsten wäre ihm eine eigene Musikshow. Dafür wäre er Feuer und Flamme.

Apropos Feuer und Flamme. In der Quarantäne-Zeit findet der Interlakener Entschleunigung im Garten. Ob vertikulieren oder den Gartenzaun neu anmalen, das gefällt ihm richtig gut: «Ich lebe da, wo andere Ferien machen», sagt Andreas Ritschard zufrieden in seinem grünen Paradies.

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