Virus trifft das Showbiz

Schauspieler in Quarantäne – und ein Konzert ohne Zuschauer

dpa/che

12.3.2020

Hollywoodstar Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson müssen in Quarantäne – so wie schon der querschnittgelähmte Schauspieler Samuel Koch. Und Sänger James Blunt spielte ein «Geisterkonzert» ohne Publikum.

Jetzt hat das Coronavirus «Forrest Gump»-Held Tom Hanks und seine Frau, Rita Wilson («My Big Fat Greek Wedding») erwischt. Das gab der Hollywoodstar auf Twitter bekannt.

Ein Schicksal, welches das Paar Hanks/Wilson mit dem deutschen Schauspieler Samuel Koch verbindet. Beim querschnittgelähmten Koch war es allerdings eine reine Vorsichtsmassnahme. Der 32-Jährige meldete sich von Zuhause per Videobotschaft an «Focus.de» und meinte, es gehe im trotz den Umständen gut.

«Ich für meinen Teil habe schon einige Lungenentzündungen durchgemacht, das heisst, ich habe da überhaupt keine Angst und würde das gern auch den Leuten draussen sagen, dass man nicht unnötig Angst machen muss.»

James Blunt: Konzert gestreamt

Popsänger James Blunt hat am Mittwoch in der Hamburger Elbphilharmonie Geschichte geschrieben.

Als erster Musiker überhaupt spielte der 46-jährige Brite im Grossen Saal ein Konzert ohne Publikum. Wegen des Coronavirus war am Nachmittag entschieden worden, den «Telekom Street Gig» von Blunt vor leeren Rängen stattfinden zu lassen. Das Konzert konnte aber als Livestream kostenlos im Internet verfolgt werden.

«Ohne euch wäre es nur eine Probe», richtete Blunt, lässig in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen bekleidet, das Wort an die Zuschauer an den Bildschirmen.

Der Musiker legte sich mit seiner vierköpfigen Begleitband ordentlich ins Zeug, sang eindringlich Hits wie «You’re Beautiful» und «Goodbye My Lover», spielte druckvoll Akustikgitarre und sprang auf sein Klavier. Von den Songs seines aktuellen Studioalbums «Once Upon A Mind» stach besonders die emotionale Ballade «Monsters» für seinen erkrankten Vater hervor.

Statt Jubel gab es zwischen den Liedern Stille und eine dunkle Bühne. Aussenaufnahmen der bunt beleuchteten Elbphilharmonie wurden eingeblendet. Blunt selbst hatte offensichtlich Spass: Schweissnass und strahlend schickte er immer wieder ein «Dankeschön» raus in die Welt. Am Ende des gut anderthalbstündigen Auftritts applaudierten er und seine Band sich selbst.

Obwohl es noch keine offizielle Absage für sein für diesen Sonnabend angesetztes Konzert in der Hamburger Barclaycard Arena gibt, lies Blunt anklingen, dass er nun erstmal nach Hause zu seiner Familie, nach Verbier, fliegen wird.

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