Aussprache bei «Bauer, ledig, sucht…» BLS-Bauer Pirmin: «Ich habe immer noch die erste Hofdame im Kopf»

tsch

8.2.2018

Vielleicht war dieser extra-lange «Bauer, ledig, sucht...»-Kuppel-Marathon doch ein bisschen zu lang für den hier immer so viel beschworenen Amor. Jedenfalls gingen dem Liebesgott bereits in der vorletzten Etappe die Puste und Liebespfeile aus.

Leider klappt es halt nicht bei allen. Kann ja gar nicht. Speziell kompliziert ist es im Kanton Thurgau bei Cindy und Fabian. Es liegt ja gar nicht daran, dass die Chemie nicht stimmen würde. Fabian kommt - nachvollziehbar - nicht so einfach darüber hinweg, dass Cindy demnächst ein Jahr lang in Kanada zu leben plant: «Für mich geht die Rechnung nicht auf, warum du dich jetzt hier beworben hast. Wieso suchst du jetzt noch so dringend einen Partner?» Cindy stellt sich das so vor, «dass ich die Zeit vor Kanada umso intensiver nutze. Vielleicht würdest du ja auch gerne Ferien machen und mich besuchen kommen?» Dem steht wiederum im Weg, dass der gelernte Metzger, der gerne Landwirt wäre, «halt nicht so der Reise-Typ» ist. Während Cindy sich durchaus wünscht, «dass etwas draus wird», sagt Fabian: «Ich brauche jetzt einfach einen Moment für mich und dann schauen wir, was die Zeit bringt.» Das will er allerdings schon ganz bald schauen: Beim Abschied verabredeten sich die beiden zum Gegenbesuch von Cindy bei ihm in der nächsten Woche!

Der Künstler-Bauer und die Lebenskünstlerin

Wie das aussehen kann, wenn aus einer überwältigenden Romanze Alltag wird, erfuhr Moderator Marco Fritsche während seiner Besuche bei drei Traumpärchen vergangener Staffeln. Was wurde zum Beispiel aus Niklaus und Silvia?

Wir erinnern uns: Sommer 2015. Er, bodenständiger Bauer mit dem Aussehen eines ehemaligen Rockband-Mitglieds, Künstler an der Motorsäge und Schöpfer beeindruckender Holz-Skulpturen, trifft sie, Schmuck- und Lebenskünstlerin, weit gereist und mit einem ganzen Rucksack voll Erfahrungen im Kanton Obwalden gelandet. Topf und Deckel, das sah man gleich! Oder doch nicht? Ziemlich bald nach der gemeinsamen Hofwoche war Silvia zu Niklaus auf den Hof gezogen. «Ich habe mein ganzes Leben aufgegeben, bewusst und freiwillig und mit voller Überzeugung!»

Nun geht es zwischen den beiden «auf und ab». Niklaus sagt: «In unserer Beziehung holperts zwischendrin, wir sind halt schon ein bisschen verschieden. Ich bin mehr der Realist, sie träumt ein bisschen mehr als ich.» Silvia meint: «Es sind einfach die zwei verschiedenen Lebensweisen, die wir gelebt haben. Niklaus war immer hier im Ort, und ich bin als Wandervogel durch die halbe Welt gezogen. Das ist eine grössere Hürde, als ich gedacht hätte.» Doch - und jetzt alle Pärchen aufgepasst - man kann immer noch was lernen von Silvia: «Im Moment sind wir auf einem Feldweg mit Stolpersteinen, aber das finde ich nicht schlimm. Man muss gemeinsam daran arbeiten. Ich versuche immer, das Positive auch im Negativen zu sehen. Das bringt mich weiter.»

«Naturschock» für den Bauern

Von Susanne und Felix wird es solche Bilder sicherlich nicht in einigen Jahren bei «Bauer, ledig, sucht...» zu sehen geben. Zumindest nicht gemeinsam. Der Bauer aus dem Kanton St. Gallen hatte schon in der letzten Episode zugegeben, er habe gleich gemerkt, Susanne sei nicht die Frau, die er suche. Er ist «mit einer gewissen Handbremse in die Hofwoche» gestartet. So hat auch sie gleich gemerkt, dass er das gemerkt hat. Am Ende wurde klar: Es hätte sowieso nicht funktionieren können mit den beiden.

Susanne hat nämlich drei Hunde und vier Katzen, die sie als «Familienmitglieder» bezeichnet. Felix dagegen möchte als Landwirt nach Feierabend in seinem schönen, alten Bauernhaus seine Ruhe haben vor dem lieben Vieh. Würden da noch Hunde und Katzen unterwegs sein, wäre das für ihn ein «Naturschock», wie er sagt. Treffender Kommentator aus dem Off: «Diese Hofwoche war wohl für die Katz. Und für den Hund.» Aber auch Susanne bleibt positiv: «Ich habe sicher die Hoffnung, dass es für mich auch den Richtigen gibt, so wie es für den Felix die richtige Frau gibt.»

Was sich liebt, das neckt sich

Ab zum Ortswechsel und Stimmungswechsel in den Kanton Luzern, wo die Gülle zum siebten Himmel stank. «Ich bin fest verliebt in sie», sagte Walter über Hofdame Jeanette, «da wird man natürlich ein bisschen übermütig. Jetzt will ich sie ein bisschen plagen...» Zunächst lud der Ferkelbauer seine Hofdame ein, gemeinsam mit ihm eine Sau zu waschen, so richtig mit Shampoo und viel Liebe. Das fand sie ja noch ganz lustig. Doch als nächste Bauern-Alltags-Challenge wartete die Gülle-Grube auf sie. Das «Wundermittel» musste im Beet verteilt werden. Das Herrliche an Jeanette ist ja, dass sie stets munter und fröhlich anpackt, so machte sie auch hier gute Miene zum stinkigen Spiel. Walter war mächtig stolz auf sie, auch wenn sie klarstellte: «Das wird nicht mein Hobby, sicher nicht.»

Vorbild für alle

Zur Belohnung für ihre schweinische Arbeit nahm Walter seine Jeanette mit in den Kanton Uri, um die von ihnen beiden so verehrten Claudia und Sepp zu treffen, das Senioren-Traumpaar dieser Staffel. Die Männer führten Männergespräche im Ziegenstall («Wie siehst du das mit deiner Liebe, ist das gut?» - «Tiptop») und die Frauen auf der Eckbank in der Küche («Manchmal kriegst sie fast nicht aus dem Stall, die Bauern.») Am Ende lobte Jeanette anerkennend: «Sepp und Claudia können sicher ein grosses Vorbild sein. Sie behandeln sich sehr respektvoll und schauen aufeinander.»

Zu viel Power für den Strongman?

Im Kanton Luzern klärten derweil Pirmin und Andrea die Verhältnisse. Das lief auch sehr vorbildlich und respektvoll ab, muss man sagen. «Es hat Spass gemacht mit dir», gab Pirmin Feedback. «Du hast vielleicht ein bisschen zu viel Power für mich.» Wenn das schon ein leidenschaftlicher Goa-Partygast und Strongman sagt! Auch für Andrea hat es nicht ganz gepasst: «Ich finde dich einen absolut tollen Kerl, aber der Funke ist in dem Sinn nicht übergesprungen.» (Und die Stallarbeit war auch nicht so ihrs...)

Da war Pirmin sehr erleichtert und gestand seiner Hofdame Nummer zwei: «Ich habe immer noch die erste Hofdame im Kopf, das hat alles ein wenig gebremst.» Beim Abschied schien die beiden dann doch plötzlich die Wehmut zu packen. Schnell vereinbarten sie ein baldiges Wiedersehen in «Kollegschaft», mit Andreas Jungs bei Pirmin zum Smoker-Fest! Na, immerhin.

Immer mehr daheim

Bestens sind die Zukunftsaussichten im Kanton Wallis bei Josi und seiner Christine. Die beiden haben mittlerweile sogar schon gemeinsam ein Schaf aufwachsen sehen! «Jockeli», das dereinst so goldige Lämmchen, das Josi im Sommer auf Schritt und Tritt gefolgt und von Christine mit der Flasche gefüttert worden war, ist mittlerweile ein gestandenes Wollknäuel! «Jockeli ist gewachsen, unsere Beziehung ist gewachsen», resümierte Christine, die sich auf Josis Hof «immer mehr daheim» fühlt. Der ist mittlerweile - ganz im Gegensatz zum Anfang - nurmehr eine kleine Baustelle. Auf Josis Frage, was seine «Richtige» hier noch zum Wohlfühlen brauchen könnte, antwortete die: «Einfach nur dich! Am gemütlichsten und schönsten ist es einfach, wenn du da bist.» Wenn sie demnächst pensioniert ist, soll es losgehen mit dem glücklichen Zusammenleben.

Wiedersehen mit Martin und Sandra

Bei Martin und Sandra funktioniert es schon seit fast zwei Jahren. Obwohl die beiden Luzerner auch vorher nur wenige Minuten voneinander entfernt gewohnt hatten, warteten die beiden nicht lange mit dem Zusammenziehen. Trotz der räumlichen Nähe hätten sie sich aber ohne «Bauer, ledig, sucht...», das musste noch einmal gesagt sein, wahrscheinlich nie getroffen. «Wir habens super zusammen», freut sich Sandra. Seit dem letzten Frühjahr sind die beiden sogar verheiratet. «Wie siehst du das, wie wäre das, wenn wir heiraten würden?», lautete der Antrag. «Ja, das können wir schon machen», war die Antwort. Bei dem inzwischen gar nicht mehr so schüchternen Pärchen war einfach von Anfang an alles klar. Und nicht nur das: «Meine Gefühle für Martin werden immer fester.»

Zwei gute Herzen

Zuguterletzt schaute Marco Fritsche in der vorletzten Ausgabe der 13. Staffel noch im Kanton Bern vorbei, und da musste man sich schon um einige Jahre zurück erinnern: Es war Sommer 2012, als Hans aus Bern auf Marlene aus Brasilien traf! «Er ist so ein Lieber und ich auch. Beide haben wir ein gutes Herz und einfach zusammengepasst», findet Marlene. «Mir gehts sehr gut mit Marlene», bestätigte Hans.

Heute sind die beiden glücklich und zufrieden verheiratet. Zur Hochzeit bekam Marlene einen neuen Hühnerstall. Auch das Haus haben die beiden in den letzten Jahren umgebaut. «Ich habe einen Mann gefunden, der bis zum Ende geht mit mir. Das ist wichtig im Leben. Es ist nicht schön, wenn du allein bist.» Wenn das mal nicht ein Wink mit dem Zaunpfahl war für all die einsamen Herzen und potenziellen Kandidaten da draussen. Die nächste Staffel der Show kommt bestimmt. Aber vorher wird diese hier nächste Woche noch mit dem Abschlussfest beendet.

Die 30. Folge von «Bauer, ledig, sucht...» lief am Donnerstag, 8. Februar, um 20.15 Uhr auf 3+. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Die Serien-Highlights im Februar

Zurück zur Startseite