Das sind die Serien-Hits im Dezember

tsch

30.11.2019 - 14:00

Es geht in grossen Schritten in Richtung Weihnachten. Serienfans müssen nicht bis zur Bescherung warten, sondern werden von Streamingdiensten schon im Vorfeld verwöhnt. Was Sie im Dezember nicht verpassen sollten, zeigt die Galerie.

Die Temperaturen sinken, die Weihnachtsmärkte öffnen bald ihre Pforten, und der erste Schnee ist wohl auch nur eine Frage der Zeit. Wer es sich bei den frostigen Temperaturen lieber im warmen Wohnzimmer vor dem Fernseher gemütlich machen will, den erwarten im Dezember zahlreiche spannende Serien. Diese fünf Highlights dürfen Sie auf keinen Fall verpassen – was sonst noch startet, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Der Pass, Staffel 1, 1. Dezember, ZDF

Exakt auf Höhe eines Grenzsteins zwischen Deutschland und Österreich findet man eine grausam inszenierte Leiche. Entsprechend quälen sich zwei Ermittler durch die verschneite Bergwelt. Die junge Kommissarin Ellie Stocker (Julia Jentsch) aus Berchtesgaden ist sehr motiviert, denn es ist der erste Fall, den sie eigenverantwortlich leitet.

Ein vollkommen gegensätzliches Bild gibt Gedeon Winter (Nicholas Ofczarek) ab, der von Wien nach Salzburg strafversetzt wurde. Der ungepflegte Ösi-Cop ernährt sich von Zigaretten, Alkohol und viel Zynismus. Mit seinem Dasein als «Ordnungshüter» scheint er abgeschlossen zu haben.

Das ZDF zeigt «Der Pass», die mehrfach preisgekrönte Edelproduktion des Bezahlsenders Sky, als Free-TV-Premiere in vier Teilen, jeweils zwischen 90 und 110 Minuten lang. Die weiteren Sendetermine: Montag, 2.12., Sonntag, 8.12., und Montag, 9.12., jeweils um 22.15 Uhr.

Truth Be Told, Staffel 1, 6. Dezember, Apple TV+

Die «True Crime»-Podcasterin Poppy Parnell (Olivia Spencer) ist durch ihre Arbeit berühmt geworden. Als neue Beweise zu einem alten Fall auftauchen, verfällt sie einer Obsession: Hat Warren Cave (Aaron Paul) über 18 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen? Getrieben von Schuldgefühlen, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Mit «Truth Be Told» startet beim Streaming-Neuling Apple TV+ erneut eine starbesetzten Serie. Basierend auf dem Roman «Are You Sleeping» von Kathleen Barber beschäftigt sich die Dramaserie mit den möglichen Auswirkungen eines True-Crime-Podcasts. Neben den beiden Hauptdarstellern spielen Lizzy Caplan («The Interview») und Elizabeth Perkins («Weeds») in weiteren Rollen.

Marriage Story, 6. Dezember, Netflix

Charlie (Adam Driver), ein erfolgreicher Regisseur, und Nicole (Scarlett Johansson), eine einstige Schauspielerin, versuchen nach zehn Jahren Beziehung in Frieden auseinanderzugehen und befreundet zu bleiben – vor allem auch für den gemeinsamen Sohn Henry (Azhy Robertson). Doch schon bald droht ein wahrer Rosenkrieg: Nicole zieht zunächst mit Charlies Zustimmung zusammen mit Sohn Henry von New York zurück in ihre Heimat Los Angeles. Weil Charlie aber befürchtet, der Achtjährige könnte dauerhaft in Kalifornien bleiben, kommen bald schon die Anwälte ins Spiel.

Noah Baumbachs Beziehungsdrama «Marriage Story» wird nicht zuletzt wegen seiner beiden Hauptdarsteller schon jetzt als nächster möglicher Oscar-Kandidat für Netflix gehandelt. Dass das Unternehmen mit seinen eigenproduzierten Filmen nun auch die grossen Hollywoodstars nur wenige Wochen nach Kinostart ins Wohnzimmer holt, hat die Filmwelt jetzt schon nachhaltig verändert.

Jett, Staffel 1, 6. Dezember, Sky Atlantic HD

Ein Verbrecher beschliesst, einen letzten Job anzunehmen, und dabei kommt es zum Chaos vom Feinsten: Diese Geschichte ist bekannt und Handlung zahlreicher Krimis – auch der neuen Thriller-Serie «Jett». Doch das US-Format aus dem Hause Cinemax, das demnächst bei Sky zu sehen ist, bringt ein paar weitere, frische und stylische Zutaten mit.

Allen voran: Hauptdarstellerin Carla Gugino («San Andreas», «Californication»), die sich als Meisterdiebin Daisy «Jett» Kowalski sexy, verführerisch und extrem geschickt durch eine Welt von Dreckskerlen, Gaunern und schweren Jungs schlägt. Die ganz auf sie zugeschnittene Inszenierung kommt natürlich nicht von ungefähr. Carla Guginos langjähriger Partner Sebastian Gutierrez («Gotik», «Snakes on a Plane») führte bei der Serie Regie und legte viel Wert darauf, dass das Styling der Meisterdiebin perfekt ist. Und bei so mancher Szene wird dem ein oder anderen Zuschauer mit Sicherheit der Atem stocken.

The Marvelous Mrs. Maisel, Staffel 3, 6. Dezember, Amazon

Als Amazon im Jahr 2017 die erste Staffel der Eigenproduktion «The Marvelous Mrs. Maisel» veröffentlichte, fiel die Serie mitten in die #MeToo-Debatte hinein. Sexismus, das von Männern dominierte Showbiz, die Frage, wann eine Frau eine Frau ist: Die bonbonfarbene Serie über die New Yorker Hausfrau Midge, die als eine der ersten Komikerinnen die Stand-up-Szene der 1950er-Jahre aufmischt, beschäftigt(e) sich ziemlich kritisch mit diesen Themen. Sie macht es dem Publikum aber mit umwerfendem Charme, hintergründigem Humor und makelloser Ausstattung leicht, die bitteren Pillen zu schlucken.

Die dritte Staffel spielt noch immer in den 1950er-Jahren, einer Zeit, in der Fame nicht über Nacht erklickt wird, vor allem aber einer Zeit, in der Frauen nicht mal eben so eine Männerdomäne umkrempeln können. Midge landet also erstmal im Kaufhauskeller: Sie wurde von ihrem Arbeitgeber vom Kosmetiktresen zu den Telefonistinnen strafversetzt. Was sie allerdings erstens nicht stört, weil sie auch beim Strippenziehen ziemlich perfekt ist, und zweitens ziemlich clever für die Entwicklung der Story ist: Der Ruhm nimmt ein paar Umwege; das ist nicht nur realistisch, sondern auch eine gute Gelegenheit, sich intensiv mit den Figuren zu beschäftigen.

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