SRF zeigt Film übers Frauenwahlrecht in der Schweiz im Free-TV

tsch

4.11.2018

Mit dem Oscar wurde es nichts? Egal, denn «Die göttliche Ordnung» ist trotzdem ein Hit.

Für die Schweizer Filmkritiker war «Die göttliche Ordnung» der beste Film, um im Wettbewerb um den «Auslands-Oscar» zu bestehen. Durchsetzen konnte sich das Drama von Petra Volpe letztendlich nicht: Er schaffte es Anfang des Jahres nicht auf die Nominierungsliste. Was vielleicht auch an der Konkurrenz lag: 92 Länder – so viele wie nie zuvor – gingen ins Rennen um den Academy Award für den besten fremdsprachigen Film.

Auch wenn es bei den Oscars leider nicht geklappt hat, der Begeisterung der Kinozuschauer tat das keinen Abbruch: «Die göttliche Ordnung» ist einer der erfolgreichsten Schweizer Kinofilme seit Jahren. Jetzt zeigt SRF 1 die historische Lehrstunde erstmals im Free-TV.

Frauen gegen die Ungerechtigkeit

Oscartauglich wäre der Stoff, den «Die göttliche Ordnung» erzählt, durchaus gewesen. Geht es doch um ein Stück Schweizer Geschichte, das auch international für Furore gesorgt hat: den langen Weg hin zum Wahlrecht für Frauen. Denn während in Deutschland und Österreich schon 1918 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde, hatte die weibliche Bevölkerung der Schweiz noch bis ins Jahr 1971 kaum politisches Mitspracherecht.

Eine Ungerechtigkeit, mit der sich Hausfrau Nora (Marie Leuenberger) immer weniger anfreunden kann: Nach und nach überzeugt sie in ihrem kleinen Dorf im Appenzell immer mehr Frauen, sich gegen «Die göttliche Ordnung» aufzulehnen – und riskiert dabei nicht nur ihr Familienglück. Mit viel Humor erzählt Petra Volpe Noras Geschichte, ohne dabei in Klischees zu verfallen. So geht Geschichtsunterricht!

Das Rennen um den «Auslands-Oscar» machte übrigens «Eine fantastische Frau», ein chilenisches Drama über eine Transsexuelle, die um ihren Lebensgefährten trauert. «Die göttliche Ordnung» konnte immerhin beim Schweizer Filmpreis 2017 abräumen und wurde in gleich drei Kategorien ausgezeichnet.

«Die göttliche Ordnung» läuft am Sonntag, 4. November, um 20.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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