Fragwürdiges Geschäft: Welche Vitamine brauchen wir wirklich?

11.10.2018 - 11:06, tsch

Es ist leicht, an Vitaminpräparate zu kommen – ein Rezept braucht man nicht.
Bild: SRF/NZZ Format
Das Geschäft mit Vitaminpräparaten ist lukrativ.
Bild: Miziantika / pixabay
Doch brauchen wir die Vitaminpräparate wirklich? Auf jeden Fall sollte man vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen.
Bild: guvo59 / pixabay
Fast alle Vitamine nimmt der Körper durch die Nahrung auf. Wer ausgewogen isst, sollte eigentlich keinen Vitaminmangel haben.
Bild: Einladung_Zum_Essen / pixabay

Gerade am Anfang des Winters greift man schnell zu Vitamin-D-Tabletten oder ähnlichen Nahrungsergänzungspräparaten. Doch brauchen wir diese künstliche Vitaminzufuhr überhaupt?

Wer die Entscheidung trifft, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren, der sollte sich gleichzeitig informieren, welche Nährstoffe und Vitamine ihm oder ihr fehlen. Denn Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte sind wichtige Vitaminlieferanten für den Körper. In fast allen Drogeriemärkten kann man die verschiedensten Vitaminpräparate kaufen. Sie sind nicht teuer, man braucht kein Rezept dazu, und meist handelt es sich um Tabletten. Ist es also gar nicht schwer, den Vitaminhaushalt selbst in die Hand zu nehmen? Das NZZ Format «Vitamine - Das Märchen vom Mangel» dämpft diese Hoffnung gewaltig.

Handel mit Vitaminen als lukratives Geschäft

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper benötigt, allerdings in fast allen Fällen nicht selbst herstellen kann. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Vitamin D. Die Zufuhr der Vitamine erfolgt durch Ernährung, weshalb es wichtig ist, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Sonst entsteht schnell ein Mangel, der sich beispielsweise in Form von Gelenkschmerzen, Hautirritationen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und ähnlichem äussern kann.

Doch wie schlimm ist ein Vitaminmangel überhaupt? Und unter welchen Voraussetzungen kann man überhaupt davon sprechen? Sollte man eigenmächtig zu Vitaminpräparaten greifen? Oder ist der Handel mit Vitaminen auch nur ein lukratives Geschäft? Diese Fragen stellt die SRF-Dokumentation und möchte die «Mär vom Mangel» aufdecken.

Auch wenn die Vitaminpräparate aus dem Drogeriemarkt harmlos erscheinen, komplett ungefährlich sind sie nicht. Selbst frei verkäufliche Vitamine sollte man nicht einfach schlucken, sondern im besten Fall mit seinem Hausarzt absprechen. Denn fettlösliche Vitamine können vom Körper nur schwer ausgeschieden werden, und ein übermässiger Konsum kann so Nachteile mit sich bringen. Ein neuer Trend ist auch das Functional Food, Lebensmittel, die mit Vitaminen angereichert sind. Ob sie wirklich einen nennenswert positiven Effekt auf die Gesundheit haben, ist bisher aber nicht nachgewiesen.

Das NZZ Format «Vitamine - Das Märchen vom Mangel» läuft am Donnerstag, 11. Oktober, um 23 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Über dieses Essen freut sich Ihre Haut
Zurück zur Startseite

Weitere Artikel