«Die Lüge vom freien Handel»: Kein Wohlstand für alle?

12.10.2018 - 08:35, tsch

«Die Story im Ersten» blickt auf die Nachteile des freien Welthandels: In Afrika bedrohen Exportzwiebeln aus Europa die heimischen Bauern.
Bild: SWR

Die Doku «Spiel ohne Grenzen» beleuchtet auf 3sat «Die Lüge vom freien Handel». Minutiös deckt die der Film dabei die Probleme des Wirtschaftsliberalismus auf.

Auch der vermeintlich so freie Weltmarkt funktioniert vor allem mit Tricks, Drohungen und Täuschungen, wie die Doku «Spiel ohne Grenzen» minutiös aufdeckt. Untertitelt mit «Die Lüge vom freien Handel» zeigt der Beitrag, der auch in die Schweiz führt, dass meist andere als die normalen Bürger davon profitieren. Konsequenterweise fragt der Film, ob Freihandel daher immer die beste Lösung ist.

Fragwürdige Mittel zum Zweck

Mit Tricks und unfairen Mitteln agieren auf dem Weltmarkt nicht nur Weltmächte wie China oder der US-Präsident Donald Trump, der Strafzölle einführt, «America First» als Parole ausgibt und sich in protektionistischer Wirtschaft übt. «Die Story im Ersten» zeigt, wie auch die Europäische Union im Verborgenen zu fragwürdigen Mitteln greift, wenn es um den Weltmarkt geht.

Die Folge: Oftmals sind nicht die Bürger die Nutzniesser der Globalisierung, sondern Unternehmen und Regierungen. Auf wessen Kosten mit dem Schlagwort vom «freien Handel» gespielt wird, legt die ARD-Dokumentation offen - erklärt anhand simpler Beispiele von Fahrrädern über Zwiebeln bis Fliesen; von den USA und Kamerun bis nach Deutschland - und auch in die Schweiz.

Aus der Erkenntnis, dass freier Handel bisweilen alles andere als fair ist und dass er immer Verlierer produziert, stellt «Spiel ohne Grenzen: Die Lüge vom freien Handel» die Frage, ob es nicht doch bessere Alternativen zum völlig liberalisierte Welthandel gibt. Ein nachdenklich machender Film von Tilman Achtnich, dessen Dokumentationen bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurden.

Die Doku «Spiel ohne Grenzen» läuft am Freitag, 12. Oktober, um 20.15 Uhr auf 3sat. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Zurück zur Startseite

Weitere Artikel