Kurt Aeschbacher: «Ich werde nicht einfach auf der Ofenbank sitzen»

von Cilgia Grass, Redaktorin

28.6.2018

Schluss, aus, vorbei: Heute Donnerstag wurde bekannt, dass die Sendung «Aeschbacher» nur noch bis Ende Jahr läuft. Der Moderator über das Ende und seine Zukunftspläne.

«Bluewin»: Nach 17 Jahren ist jetzt Schluss mit «Aeschbacher». Wann und von wem haben Sie erfahren, dass Ihre Sendung abgesetzt wird?

Kurt Aeschbacher: Im Mai fand ein erstes Gespräch statt, in dem mir die Möglichkeit angedeutet wurde, dass die Sendung auf Ende Jahr allenfalls eingestellt wird. Den definitiven Entscheid erhielt ich letzten Freitag durch Ruedi Matter.

Sie weilen gerade in Südfrankreich in den Ferien. Können Sie das Ganze trotzdem noch geniessen?

Natürlich geniesse ich meine Ferien in vollen Zügen und freue mich auf unser letztes halbes Jahr «Aeschbacher» ab August. Da werden mein Team und ich noch einmal alles geben und unsere Zuschauerinnen und Zuschauer hoffentlich mit überraschenden Lebensgeschichten inspirieren.

Wie fühlen Sie sich beim Gedanken, kein «Aeschbacher» mehr zu moderieren?

Das Leben bringt immer wieder viele Veränderungen. Und die gilt es, als Chance zu nutzen.

Insgesamt sollen 250 Stellen abgebaut werden, auch andere Sendungen sind von den Sparmassnahmen betroffen. Wie sehen Sie die neusten Entwicklungen im Leutschenbach?

Es wäre eine Illusion gewesen, nach der Billag-Abstimmung bei der SRG von einem «business as usual» auszugehen. Die Konsequenzen aus den reduzierten Gebühreneinnahmen und auch die Ambitionen der Politik, die eine schlankere SRG wünscht, haben logischerweise auch programmliche Folgen.

Gehen Sie jetzt in Rente oder haben Sie bereits andere Projekte im Visier?

Ich werde auch in Zukunft nicht einfach auf der Ofenbank sitzen und in die Landschaft staunen. Sozusagen als Ersatzspieler für Katharina Locher, die eben Mutter wurde, bin ich kurzfristig in der Sendereihe «Hinter den Hecken» eingesprungen. Wir haben letzte Woche bereits drei Folgen gedreht und werden im August noch eine Reihe weiterer Sendungen aufzeichnen. Auch sonst habe ich ausserhalb des Fernsehens spannende Projekte zu betreuen. Ich bin ja auch noch Herausgeber und Mitbesitzer des Magazins 50plus. Auch da gilt es, die 400’000 Leserinnen und Leser mit spannenden Berichten zu überraschen. Langweilig wird es mir sicher nicht.

Lesen Sie hier mehr zur Absetzung von «Aeschbacher» und welche Sendungen sonst noch von den Sparmassnahmen betroffen sind.

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