«Bauer, ledig, sucht...»: Tränen beim grossen Finale

tsch

15.2.2018

Diese «Bauer, ledig, sucht...»-Saison war lang. So lang, dass zwischenzeitlich viel passiert ist! Entsprechend gross war so manche Überraschung beim Finale der 13. Staffel ...

Es ist eigentlich die spannendste Sendung der ganzen Staffel, wenn sich am Ende einer langen «Bauer, ledig, sucht...»-Saison noch einmal zahlreiche Bauern und Hofdamen zum grossen Abschlussfest ein Stelldichein geben mit dem munteren Moderator Marco Fritsche. Trotz der Rekordlänge dieser 13. Staffel mit insgesamt 31 Folgen (!) präsentierte sich dieser gewohnt «in alter Fritsche» und klärte auf: Welche Romanze hat den Sommer überdauert? Bei wem herrscht schon wieder Funkstille? Wer ist vielleicht sogar schon zusammengezogen? Die Teilnehmer brachten mitunter überraschende Neuigkeiten mit zur Feier.

Nach und nach trudelten sie ein im winterlich verschneiten Appenzeller Idyll, und nach und nach tauchten dann auch die Erinnerungen an die Hitze des Sommers wieder auf: Das ist doch Jenny, die gleich so verliebt war mit dem Lukas! Zum Abschied hatte sie ihm sogar ein Tattoo spendiert, professionell gestochen direkt in seiner Küche! Aber wo ist der Bauer jetzt? «Wir haben uns halt auseinander gelebt. Wir haben andere Vorstellungen von Beziehungen, die nicht zueinander passen», lautete der knappe Kommentar von Jenny nur, die ansonsten recht froh und munter wirkte.

«Es hat sich ausgefelixt»

Jenny kam in einem feschen Fünfer-Gespann um die Ecke, lauter Hofdamen im Dirndl, alle mit dem gleichen roten Halstuch. Was haben die denn für einen Club gegründet? «Wir sind eine Wandergruppe», erklärte Sylvia. Jene Sylvia, die mit Sack und Pack und Pferden zu Bauer Felix ins Aargau hatte ziehen wollen. Es habe sich allerdings «ausgefelixt», berichtete sie. Irgendwann habe man sich nicht mehr getroffen, nicht mehr telefoniert, «wir habens nicht mal ausdiskutiert, wir habens einfach gelassen».

Neben Debbie, der Hofdame des streng katholischen Bauern Stefan, gehören der Wandergruppe auch Sanja, die Bauer Erich vergebens aufzumischen versucht hatte, sowie Bea an. Kurze Rückblende: Bauer Walter aus dem Kanton Luzern (besser bekannt als «Klick»-Walter) konnte sich bei der Stubete kaum zwischen Anna und Bea entscheiden. Seine Wahl fiel auf Anna, was er schon vor deren Ankunft auf seinem Hof wieder bereute. Kaum angekommen, schickte er sie auch schon wieder nach Hause und lud stattdessen Bea zu sich ein. Da wurde dann auch gleich heftig geturtelt. Und das Ende der Geschichte? «Er hat sich nicht mehr gemeldet.» Trotzdem hat Bea dank «Bauer, ledig, sucht...» einen ganz besonderen Menschen kennengelernt: Hofdame Sylvia! «Das ist viel wert für mich, dass ich dich habe!» Sieht nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft aus. Sylvias Bauer Felix tauchte dann übrigens auch noch im Getümmel auf und wurde am Ende tanzend mit seiner ehemaligen Hofdame gesichtet.

«Ich muss sicher noch lernen, bescheidener zu werden»

Für Debbie war die Hofwoche eine ganz spezielle Erfahrung. Bauer Stefan ist streng katholisch und betet mehrmals täglich. Wer sein Herz erobern will, muss ebenfalls in diesem Leben im Glauben aufgehen und gleichzeitig mit folgender Reihenfolge klarkommen: «Erst kommt Gott, dann man selber, dann die Partnerin...» Sie hatte sich das angeschaut, aber es hatte nicht geklappt mit den beiden.

Stefan hat diese Hofwoche offensichtlich im Nachhinein intensiv überdacht, denn es war ihm ein Bedürfnis, sich in aller Form bei Hofdame Debbie für ihre Offenheit und ihren Einsatz zu bedanken («Das habe ich leider viel zu wenig geschätzt...») und sich sogar bei ihr zu entschuldigen, «dass ich mich zu wenig um dich gekümmert habe». «Wäre nicht nötig gewesen», fand Debbie, aber «tolle Geste». Dann schüttete der gläubige Bauer, der so dringend eine Familie gründen möchte, Sylvia sein Herz aus: «Bis jetzt hat sich noch nix ergeben. Es ist schwierig.» Doch auch hier offenbarte Stefan Selbsterkenntnis: «Ich muss sicher lernen, bescheidener zu werden. Ich schaffe dran.»

«Ich brauche jemanden mit mehr Pfupf im Arsch»

Die temperamentvolle Sanja fand klare Worte, warum es zwischen Erich und ihr nicht gefunkt hatte: «Ich brauche jemanden mit mehr Pfupf im Arsch.» Trotzdem hat ihr die Teilnahme am Format vielleicht dabei geholfen, einen Partner zu finden: «Er hat mich im Fernsehen gesehen...» Es sei noch ganz frisch, «aber ich glaube, das klappt!»

Ausserdem bewies Sanja echte Co-Moderations-Fähigkeiten, wie sie da so - apropos Pfupf - mit Roger und Isabel plauderte. Isabel, das Cowgirl mit dem «Pfupf» und den zwei (!) Hofherrn, mit denen sie Cowboy-Spiele auf ihrer Line-Dance-Ranch veranstaltet hatte! Hats was gebracht? Nicht für Isabel bislang. «Es sind ganz viele, die Interesse haben, und das ehrt mich auch.» Doch der Richtige war immer noch nicht dabei. Sie geniesst die Avancen und nimmts gelassen: «Ich kann gut warten.» Sanja moderierte das Ganze gekonnt ab: «Du brauchst nicht mehr und nicht weniger als einen Superman!»

Der gute Roger allerdings, den Isabel im Sommer mit dem harten Urteil «zu schüchtern und zu unsicher» abserviert hatte, der scheint nicht mehr Single zu sein. Sanja legte sich mächtig ins Zeug, um Details zu erfahren: «Ist sie auch eine Blondine? Mit so schönen blauen Augen wie deine? Erzähl! Sei nicht so schüchtern!» Den Satz kann er vermutlich schon lange nicht mehr hören...

Liebespechvogel im Glück

Wer sonst noch die richtige Liebespost bekommen hat: Beziehungsanfänger Urban aus dem Kanton St. Gallen hat sein Glück gefunden («Ich bin sehr verliebt und geniesse, was ich erlebe.»), ebenso Sven, der junge Überflieger («Ich habe jetzt eine ganz tolle Freundin, und die will ich auch behalten.») Besonders tröstlich war es zu hören, dass sich bei Bauer Christian aus dem Kanton Bern, dem anfänglichen «Liebespechvogel» der Staffel, noch etwas ergeben hat: «Ich bin glücklich.»

Der Kanada-Konflikt zwischen Cindy und Fabian scheint sich indes nicht gelöst zu haben. Während sie offensichtlich Auslandsjahr und junges Liebesglück durchaus für vereinbar hält, ist Fabian «noch nicht wirklich schlau daraus geworden, was Cindy sich bei dem Ganzen überlegt hat».

Jeanette vollkommen «überwaltert»

Noch einmal gewürdigt wurden die Traumpärli der Staffel, die schon während der letzten Folgen ausgiebig als solche gefeiert worden waren: allen voran natürlich Sepp und Claudia. Der kussfreudige Rauschebart erklärte seiner Claudia mit einem spontan gewählten Wortschwall («Wunder», «filmreif», «Hab dich gern») seine Liebe und überreichte ihr einen Blumenstrauss. Ein inniger Kuss durfte bei dem kecken Senior natürlich nicht fehlen. «Es hat mich sehr berührt, es war so typisch für ihn, dass er einfach drauflos sagt, was er denkt», sagte sie.

Wohl sortiert hatte Walter seine vielfach angekündigte Liebeserklärung für Jeanette, nämlich in Reimform: «Liebe Jeanette, ich geb dich nimmer her, für alles Geld auf der ganzen Welt.» Da flossen die Freudentränen bei der Hofdame, die der freche Text der Redaktion in der Bauchbinde in diesem Moment nicht etwa als überwältigt, sondern treffender als «überwaltert» bezeichnete. «Er ist wirklich meine grosse Liebe.» Schnüff!

«Es ist wie im Kitschroman»

Weniger Worte, dafür umso mehr Taten liessen diese Paare sprechen: Dass Yvonne und Chriggu sich auf den ersten Blick ineinander verknallt hatten, konnte man am ersten Hofwochentag sehen. Dass sie es immer noch sind, beim Finale. Die beiden hatten auch nach der Hofwoche nicht mehr voneinander lassen können. Und weil seine Wohnung auf dem Hof erst noch umgebaut werden muss, ist der Bauer zunächst eben bei der Hofdame eingezogen!

Wie Christine berichtete, habe der Josi ihr bereits Umzugskartons vorbei gebracht. Denn im Sommer, wie inzwischen leidlich bekannt ist, wird die Hofdame pensioniert und will auf den Bergbauernhof im Wallis ziehen! «Es ist wie im Kitschroman», schwärmte sie. «Da könnte man schon neidisch werden», freute sich Claudia mit, einst Hofdame bei Obstbauer Jürg. «Ein Sechser im Lotto?» fragte sie den Josi. Der antwortete voller Überzeugung: «Das ist ein Dreck dagegen.»

«Er ist ein toller Kerl, aber nicht der Richtige für mich»

Claudias Flirt mit dem ganz offensichtlich doch sehr interessierten Obstbauern Jürg war abrupt auf den Hund gekommen: Es hatte sich herausgestellt, dass dieser Bauer auch ohne Tiere auf seinem Hof ganz glücklich ist. Während sich die Hofdame wiederum ein Leben ohne Vierbeiner gar nicht vorstellen will. «Er ist ein toller Kerl, aber nicht der Richtige für mich.» Daran hat sich wohl auch nichts mehr geändert.

Die stolze Bilanz: Mit Yvonne und Chriggu auf den letzten Metern haben sich in dieser Staffel immerhin fünfmal die Richtigen in der Hofwoche gefunden. Am Ende tanzten Walter und Jeanette, Sepp und Claudia, Josi und Christine und Stefan und Lea. Das Liebeskarussell dreht sich weiter und die nächste Stubete kommt bestimmt.

Die 31. Folge von «Bauer, ledig, sucht...» lief am Donnerstag, 15. Februar, um 20.15 Uhr auf 3+. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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