Zweifelhaftes Kompliment bei «Let's Dance»: «Du hast ausgesehen wie Quasimodo»

tsch

17.3.2018

Victoria Swarovski musste bei ihrer Premiere als neue Moderatorin von «Let's Dance» mächtig einstecken. Alle Augen waren in der zweiten Sendung also auf sie gerichtet. Hat sie ihre Bewährungschance genutzt? Und wer wurde von Juror Llambi wüst als «Quasimodo» beschimpft?

Im glitzernden Oberteil schritt Victoria Swarovski (24) die Showtreppe hinunter. Ein bisschen Kristallglanz ist bei ihr ja auch immer dabei. Ihr Haupthaar fiel in einer geschmeidigen Welle. Hoppla, mochten einige TV-Zuschauer gedacht haben. Die junge Österreicherin sah in der totalen Kameraperspektive aus wie Sylvie Meis (39), ihre Vorgängerin.

Meis - so der allgemeine Tenor - wurde bei «Let's Dance» geschasst, weil sie angeblich zu viele Probleme mit der deutschen Sprache gehabt hätte. Swarovski jedoch brachte bei ihrer Premiere als Nachfolgerin kaum einen fehlerfreien Satz über die fein gemalten Lippen. Ein mächtiger Shitstorm bereitete sich daraufhin über sie aus. In der zweiten Sendung der RTL-Promi-Tanz-Parade - der ersten Entscheidungsshow, in der einer der insgesamt 14 Kandidaten gehen musste - erhielt Swarovski ihre Bewährungschance.

Nur kleine Versprecher

Und sie hat sie genutzt. Peinliche Fehler, etwa die Ansage von Telefonnummern für die tanzenden Kandidaten zu vergessen, unterliefen ihr nicht mehr. Auch weil sie einfach nicht mehr so viel wollte wie noch in der Woche zuvor. Interviewversuche mit verschwitzten Promi-Tänzern unterliess sie. Swarovski beliess es dabei, alle Teilnehmer nur toll, süss, oder sexy zu finden. Schöne Tanzbeine beispielsweise hätte sie gesehen. Auffällig war, dass Swarovskis Moderationen zeitlich eingeschränkt wurden. Für sie zum Schutz?

Kleinere Versprecher leistete sich die Kristall-Erbin dennoch. Sie liess sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen. In der Woche zuvor sah das noch anders aus.

Erfahrener Show-Haudegen

Swarovskis neu gewonnene Selbstsicherheit lag womöglich auch an einem «alten» Show-Haudegen, der ihr zur Seite gestellt wurde. Oliver Geissen (48) übernahm für den Grippe-geschwächten Daniel Hartwich (39) die Hauptmoderation. Er geleitete gekonnt, weil gelernt, durch ein Sendeformat, das er eigentlich nicht kennt. Anders als Hartwich vermied er grossartige Provokationen. Geissen jedoch ritt etwas zu sehr auf die oftmals kaum verständliche Aussprache des gebürtigen Kubaners und Juroren Jorge González (50) herum. Da hatte der Witz endgültig ein Loch. Dass er über den 1. FC Köln ausgerechnet in Köln selbst spottete, wird dem Hamburger zudem keine Freunde bereitet haben.

«Du hast ausgesehen wie Quasimodo mit Esmeralda»

Getanzt wurde in der ersten Entscheidungsshow von «Let's Dance» auch. Die 14 Promi-Kandidaten zeigten, wie viel sie mit ihren Profi-Partnern innerhalb nur weniger Tage des gemeinsamen Trainings zwischen Cha Cha Cha, Quickstep oder Langsamer Walzer gelernt hatten.

Eine «ältere» Garde mit Ingolf Lück (59), Judith Williams (45) und Thomas Hermanns (55) demonstrierte dabei, «wo der Hammer hängt», wie Joachim Llambi (53) deren Darbietungen benannte. Der Ober-Juror teilte damit saftige Backpfeifen gegen die «Jugend» - Jimi Blue Ochsenknecht (26) und die Lochmann-Zwillingen (18) - aus. Llambi forderte sie auf, sie müssen mehr «(r)angreifen». Llambi etwa zu Heiko «Lochi» Lochmann: «Du musst ran, ran und nochmal ran. Wenn du nur das Jüngchen bist, ist das hier zu wenig.» Noch schlimmer erwischte es Ochsenknecht: «Du hast ausgesehen wie Quasimodo mit Esmeralda.»

Der erste Kandidat ist raus

Weil in einer Entscheidungsshow immer auch eine getroffen werden muss, ist einer der anfangs 14 Promi-Kandidaten raus. Es traf Tina Ruland (51). Die TV-Zuschauer wählten die Schauspielerin («Manta, Manta») ab, obwohl sie in der Sendung mehr Punkte erhalten hatte, als ein erneut tänzerisch völlig talentfrei auftretender TV-Koch Chakall (45).

Ruland wollte mit ihren Auftritt bei «Let's Dance» ihren Geschlechtsgenossinnen beweisen, dass sie alles erreichen könnten, wenn sie es nur versuchten. Tja, aus diesem edlen Vorhaben ist nichts geworden.

Die 1. Entscheidungs-Show der 11. «Let's Dance»-Staffel lief am Freitag, 16. März, um 20.15 Uhr auf RTL. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Verpatzte Premiere! Stotterstart bei «Let's Dance»
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