Schluss mit Leutschenbach: SRF-Direktor Ruedi Matter geht

ZVG/grs

22.3.2018

Es ist entschieden: Ruedi Matter verlässt das Schweizer Fernsehen. Die Suche nach einem Nachfolger beginnt nächsten Monat

Zahlreiche Abgänge von hochkaratigen Moderatoren, interne Missmutsbekundungen: Ruedi Matter stand in letzter Zeit in der Kritik. Trotzdem hätte er selber gerne noch weitergemacht als SRF-Direktor. Auch über die Pensionierung hinaus. Daraus wird jetzt nichts: Der Regionalvorstand der SRG Deutschschweiz hat heute getagt - und beschlossen, ab April nach einem neuen SRF-Direktor zu suchen. Gewählt werden soll dieser Ende 2018. Der Posten wird extern ausgeschrieben.

Auf Wunsch von SRF-Generaldirektor Gilles Marchand werde Ruedi Matter SRF leiten, bis die Nachfolgerin oder der Nachfolger die Position übernommen hat, heisst es in einer Mitteilung.

Gilles Marchand dankt Ruedi Matter

Ruedi Matter ist seit 2011 als SRF-Direktor im Amt. «Ruedi Matter hat tiefgreifende und wichtige Reformen für SRF erfolgreich umgesetzt und bei Radio und Fernsehen die Konvergenz eingeführt», sagt SRG-Generaldirektor Gilles Marchand. «Die Programme von SRF laufen sehr gut, wie die jüngsten Zahlen belegen, daher bin ich Ruedi sehr dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, seine Aufgabe weiter wahrzunehmen, bis die Nachfolge geregelt ist (…).»

Ruedi Matter meint seinerseits: «Ich bin glücklich, dass sich unsere Programme so erfolgreich behauptet haben, insbesondere unsere Neuerungen online für ein junges Publikum. Auch mit dem Einstieg in die Produktion von fiktionalen Serien wie 'Der Bestatter' und später 'Wilder' hat SRF Innovationskraft bewiesen. Besonders wichtig war für mich, dass wir die Herausforderungen um die Abstimmung vom 4. März so gut bewältigt haben.»

Ruedi Matter begann seine journalistische Laufbahn als Redaktor der Basler «National-Zeitung». Nach verschiedenen Tätigkeiten und Funktionen beim Schweizer Fernsehen, bei McKinsey & Co., Ringier und dem Nachrichtensender n-tv wurde er 2006 Chefredaktor von Schweizer Radio DRS.

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