Verkäufer macht riesigen Fehler – so was darf man doch nicht sagen

fts

13.2.2020 - 12:46

«Bares für Rares»-Experte Albert Maier (l.) und Moderator Horst Lichter begutachten die Sauciere von Verkäufer Klaus-Dieter Gabbert.
Bild: ZDF

Was man nicht weiss, das macht einen nicht heiss: Diese Redewendung hat Verkäufer Gabbert wohl noch nie gehört, denn er macht einen Anfängerfehler bei den Händlern. Halb so wild?

Der 59-jährige Klaus-Dieter Gabbert bringt in der Sendung vom Mittwoch eine Silbersauciere zu «Bares für Rares». Diese hatte seine Gattin für 120 Euro auf einem Flohmarkt erstanden. «Ich dachte, dass das viel zu viel Geld sei», gesteht der Verkäufer. Doch wie sich noch herausstellen sollte, hat er sich da gewaltig geirrt.

Horst Lichter ist begeistert und auch Experte Albert Maier ist angetan: «Ich kann die Geschichte kaum glauben», sagt er und lobt das Händchen von Gabberts Frau.



Feine Silberschmiedearbeit

Die Sauciere sei vergoldetes Silber – qualitativ hochstehende Schmiedearbeit. Das Stück, auf dem die Porträts von Voltaire und Mozart zu sehen sind, stamme aus Österreich und sei vermutlich um 1800 bis 1810 gefertigt worden. Sie ist somit mehr als 200 Jahre alt.

«Ich bin bescheiden und hätte gerne 200 Euro dafür», sagt Verkäufer Gabbert über seinen Wunschpreis. Doch der Experte geht sehr viel höher. «Allein der Materialwert liegt bei 150 bis 200 Euro», sagt Maier. «Aber diese Arbeit sollte mindestens 450 bis 500 Euro wert sein», ist er sicher. Fragt sich nun, ob die Händler das auch so sehen?

Auf ins Bietergefecht!

Walter «Waldi» Lehnertz startet mit seinem üblichen Gebot von 80 Euro. «Damit kommen wir klar, oder?», fragt er neckisch. Doch dann macht Verkäufer Gabbert einen taktischen Fehler: Er verrät den Händlern den Einkaufspreis. Als Waldi die Geschichte von den 120 Euro hört, will er sofort zuschlagen. «Die gebe ich dir, dann hast du doch deinen Einsatz wieder», will er den Verkäufer überzeugen. Doch ehe Gabbert darauf eingehen kann, beginnen Waldis Kollegen Fabian Kahl und David Suppes ein Bietergefecht.



Schon bald ist der Preis bei 320 Euro angekommen. Kahl lobt Mozarts und Voltaires Visagen auf der Sauciere. Doch Suppes will sich nicht geschlagen geben. Erst bei 550 Euro kommt Kahl ins Grübeln, bietet dann aber auch noch 560 Euro. In Zehnerschritten steigt der Preis. Bei 580 Euro steigt Suppes aus. Kahl freut sich über den Zuschlag: «So ein Stück aus der Zeit ist mega.» Und auch Verkäufer Gabbert ist glücklich. Er hat fast das Fünffache des Einkaufspreises erzielt.

Zur Belohnung für seine Frau mit dem vergoldeten Händchen soll es eine kleine Kreuzfahrt geben.

Eine neue Folge «Bares für Rares» läuft am Donnerstag, 13. Februar, um 17.45 Uhr auf ZDFneo. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Die «Bares für Rares»-Rekordverkäufe
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