Wie «Zweitwahl» Audrey Hepburn zur Stilikone wurde

fts

13.9.2020 - 14:00

Audrey Hepburn und George Peppard in «Breakfast at Tiffany's» (1961).
Paramount Pictures

Die Rolle der Holly in «Breakfast at Tiffany's» war eigentlich jemand anderem angedacht: Marilyn Monroe sollte die Prostituierte spielen, aus Angst vor einem Imageschaden lehnte sie allerdings ab. Audrey Hepburns Stunde hatte geschlagen.

Holly Golightly (Audrey Hepburn) verbirgt ihre Vergangenheit gekonnt vor anderen, zuweilen auch vor sich selbst und widmet sich lieber den schönen Dingen des Lebens. Sie schwelgt in luxuriösem Ambiente, als wenn sie ihr jetziges Dasein bereits mit der Muttermilch eingesogen hätte. Auf den Feiern der New Yorker High Society gelingt es ihr auf wunderbare Weise, die Leichtigkeit eines Partygirls auszustrahlen. Insgeheim sucht sie einen reichen Ehemann. Doch ausgerechnet der mittellose Schriftsteller Paul Varjak (George Peppard) gewinnt langsam ihr Herz. Sie erteilt ihm aber eine Abfuhr und willigt stattdessen ein, den wohlhabenden Grossgrundbesitzer José da Silva Pereira (José Luis de Villalonga) zu ehelichen. Doch dann taucht ihr Ex-Ehemann auf und Paul erfährt, dass Hollys Name eigentlich Lula Mae Barnes ist, sie aus ärmlichen Verhältnissen kommt – und mit 14 Jahren verheiratet wurde.

Die Rolle von Holly Golightly war für Marilyn Monroe vorgesehen, jedoch hielt es ihr Berater und Schauspiellehrer nicht für angebracht, sie eine Prostituierte spielen zu lassen. Das würde ihrem Image schaden. Die Zweitwahl Audrey Hepburn wurde so an Monroes Stelle zu ihrer eigenen Stilikone. Bis heute zählt ihre Darstellung von Holly mit Zigarettenspitze wohl zu den berühmtesten Hollywood-Bildern überhaupt – auch ihr Kleid erreichte Kultstatus. Das schwarze Abenddress konnte 2006 für den stolzen Preis von rund 750'000 Franken versteigert werden und gilt damit als teuerste Textilie der Filmgeschichte.

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