Zu teuer, zu wenig Personal: Wer pflegt mich noch im Alter?

10.7.2018 - 10:43, ZVG

Regelmässig gelangen Angehörige oder Pfleger an die Öffentlichkeit und prangern Missstände in Alters- und Pflegeheimen an. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Es gibt immer mehr pflegebedürftige Senioren und immer weniger Fachkräfte – in der Schweiz droht ein akuter Pflegenotstand. Was dagegen getan werden kann, diskutiert Barbara Lüthi im «Club».

Die Alters- und Pflegeheime in der Schweiz stehen finanziell unter Druck. In jedem fünften Pflegeheim wurde qualifiziertes Pflegepersonal durch Hilfskräfte ersetzt. Und dies, obwohl ein Pflegeplatz bis zu 12'000 Franken im Monat kosten kann. Ist unsere Pflege gesichert? Barbara Lüthi leitet die Diskussion im «Club».

Negativmeldungen häufen sich

Die Liste der Negativmeldungen ist lang: Fehler bei der Medikamentenabgabe, Ruhigstellen durch Medikamente, Vernachlässigung der alten Menschen, Gewalt durch Pflegepersonal, zu wenig Zeit für Hygiene, Mobilisierung oder Zwischenmenschliches.

Hinzu kommt, dass knapp die Hälfte der Pflegenden den Beruf nach sieben Jahren wieder aufgibt. Ursache sind Stress, Überforderung und Burn-outs. Von einem «enthumanisierten» Beruf ist die Rede.

Bis ins Jahr 2045 werden zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung über 80 Jahre alt sein, also doppelt so viele wie heute.

Welche Alternativen gibt es?

Welche Pflege wünschen wir uns für das Alter? Warum ist alles so teuer? Und was wäre die Alternative: die günstige Pflegerin aus Polen, das Heim in Thailand oder der Roboter aus Japan?

Unter der Leitung von Barbara Lüthi diskutieren im «Club»:

  • Markus Rusterholz, Präsident von Curaviva Glarus und Geschäftsführer der Alters- und Pflegeheime Glarus APG
  • Ruth Humbel, Nationalrätin CVP/AG, Vizepräsidentin der Gesundheitskommission
  • Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD, alt Nationalrätin der Grünen
  • Martha Huwyler, Angehörige einer ehemaligen Pflegeheimbewohnerin
  • Anna Rosa Dreyer, pensionierte Pflegefachfrau
  • Bozena Domanska, Care-Migrantin aus Polen, Leiterin von Respect, Netzwerk für Betreuerinnen aus Osteuropa

Zugeschaltet aus Thailand wird:

  • Martin Woodtli, Leiter eines privaten Pflegeheims für Demenzkranke in Chiang Mai, Thailand

«Club» läuft am Dienstag, 10. Juli, um 22.25 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Gut gehalten: So beeinflussen wir unser biologisches Alter
Ü80? Egal! Diese Hollywood-Stars sind immer noch gut im Geschäft
Zurück zur Startseite

Weitere Artikel