Der Aufsteiger stürzt St. Gallen in die Krise

sda

2.10.2021 - 20:01

Stürmer Kaly Sène schiesst Aufsteiger GC auch gegen St. Gallen zum Sieg
Keystone

Der gute Moment von GC hält an. Der Aufsteiger gewinnt zuhause gegen St. Gallen 4:2 und stürzt den Gegner in die Krise. Matchwinner ist erneut Stürmer Kaly Sène mit zwei Toren und zwei Assists.

sda

2.10.2021 - 20:01

Am Anfang der Saison spielten die Grasshoppers in der Liga gut mit, schoss aber kaum Tore und holte entsprechend wenige Punkte. Dann kam Ende August Kaly Sène als Leihspieler des FC Basel – und seither läuft es bei den Zürchern. Drei Spiele, sieben Punkte. Sènes Bilanz? Zwei Tore beim 3:1 gegen Sion, jetzt zwei weitere Treffer gegen St. Gallen. In 202 Minuten Einsatzzeit hat er für GC viermal getroffen und sein Team zumindest für eine Nacht in die vordere Tabellenhälfte geschossen.

Sène überforderte die St. Galler Abwehr bei beiden Toren mit seiner Schnelligkeit und seiner Technik. Mit Tempo verschaffte er sich Raum und mit eine Lupfer erzielte er alleine vor dem gegnerischen Keeper die Tore zum 1:0 und 3:1. Ausserdem bewies der Stürmer aus dem Senegal bei den Toren von Léo Bonatini (2:0) und Bendeguz Bolla (4:2) gute Übersicht.

Und nachdem der eingewechselte Djibril Diani sogar noch das 5:2 erzielte hatte, war GC fast an einer historischen Wegmarke angelangt. Fünf Treffer waren den Zürchern letztmals vor fast sechs Jahren in einem Derby gegen den FC Zürich gelungen. Der Sieg von GC war am Ende sogar in der Höhe verdient. Früh führte man 2:0, und auf die St. Galler Anschlusstore reagierte der Aufsteiger jeweils rasch mit einem weiteren Treffer.

Für St. Gallen geht die Negativserie derweil weiter. In Zürich wurden die Ostschweizer zum vierten Mal in Folge geschlagen. Schlimmer stand es um sie letztmals 2018, als sie sieben Niederlagen aneinanderreihten. Im Gegensatz zu den letzten Niederlagen gegen Basel (0:2) und Young Boys (1:2) stimmte diesmal auch die Leistung fast von A bis Z nicht. Eine kurze Reaktion nach der Pause mit zwei Toren innerhalb von neun Minuten reicht nicht, um Positives mitzunehmen. Vor allem die Art, wie einfach die Grasshoppers vor das St. Galler Tor kamen, muss Trainer Peter Zeidler zu denken geben.

Telegramm:

Grasshoppers – St. Gallen 5:2 (2:0)

5789 Zuschauer. – SR San. – Tore: 9. Kaly Sène (Bonatini) 1:0. 22. Bonatini (Sène) 2:0. 46. Lüchinger (Youan) 2:1. 49. Sène 3:1. 54. Duah (Foulpenalty/Foul Bolla an Kempter) 3:2. 70. Bolla (Sène) 4:2. 84. Diani (Lenjani) 5:2.

Grasshoppers: Moreira; Loosli, Margreitter, Gomes; Bolla, Herc, Kawabe (59. Lenjani), Schmid (76. Arigoni); Pusic (68. Diani); Bonatini (68. Campana), Sène (76. Momoh).

St. Gallen: Zigi; Lüchinger, Stergiou, Fazliji, Kempter (73. Schmidt); Görtler, Stillhart (46. Guillemenot), Münst (87. Sutter), Youan; Schubert (64. Besio), Duah (73. Bouba).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Abrashi, Morandi und Santos (alle verletzt) sowie Cvetkovic (krank), St. Gallen ohne Ruiz, Babic, Diakité und Kräuchi (alle verletzt). Verwarnungen: 14. Kawabe (Foul). 28. Lüchinger (Foul). 55. Guillemenot (Foul). 58. Pusic (Foul).

Rangliste:

1. Basel 8/18 (22:7). 2. Young Boys 7/14 (17:7). 3. Zürich 8/14 (16:15). 4. Grasshoppers 9/13 (15:11). 5. Servette 8/12 (16:14). 6. Lugano 7/11 (11:10). 7. Sion 8/9 (10:16). 8. St. Gallen 9/6 (13:23). 9. Luzern 8/4 (12:19). 10. Lausanne-Sport 8/4 (9:19).

sda