Deutscher Milliardär am Matterhorn vermisst

Deutscher Milliardär nach wie vor vermisst

SDA/dpa

11.4.2018 - 16:25

Die Suche im Matterhorn-Gebiet nach dem vermissten Chef der deutschen Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, ist auch am Mittwoch ohne Erfolg geblieben. Der 58-Jährige war von einer Skitour am Samstag nicht zurückgekehrt.

Der Vermisste sei letztmals am Samstag 9.10 Uhr in der Skistation um das Klein Matterhorn gesehen worden, sagte am Mittwoch Mathias Volken von der Kantonspolizei Wallis vor den Medien in Zermatt. In diesem Sektor sei deshalb die Suche ausgeweitet worden, auch auf das italienische Staatsgebiet.

"Trotz schlechter Witterungsverhältnisse konnte die Suche mit allen Mitteln durchgeführt werden. Die Suche wurde auch nicht ausgesetzt", sagte Volken. Die Zusammenarbeit mit der Familie, mit den italienischen Behörden und den Rettungskräften sei sehr gut verlaufen.

Nach der Vermisstmeldung wurden sofort Suchtrupps zusammengestellt und Haub wurde auch mittels Helikopter gesucht, sagte Anjan Truffer, Leiter der Rettungsdienste Zermatt. Das Handy des Deutschen wurde letztmals am Samstag in der Region Trockener Steg geortet. Das Gebiet sei sehr gross. "Der Vermisste kann praktisch überall sein", sagte Truffer.

Die Rettungskräfte haben die Hoffnung, den Tengelmann-Chef lebend zu finden, noch nicht aufgegeben. "Wir haben Chancen mit Sicherheit innerhalb der ersten zwei, drei Tage. Wir haben aber auch jetzt noch eine geringe Chance, die muss man realistisch sehen", sagte der leitende Rettungsarzt, Axel Mann, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Zermatt. "Und darum sind wir auch alle noch voll auf der Rettungsseite engagiert."

Die Suche nach dem in den Alpen vermissten Tengelmann-Chef wird von schlechtem Wetter erschwert. (Archivbild)
Die Suche nach dem in den Alpen vermissten Tengelmann-Chef wird von schlechtem Wetter erschwert. (Archivbild)
Keystone
Bilder aus der Schweiz
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SDA/dpa