Stefan Heilemann ist «Koch des Jahres 2021»

sda/bb

16.11.2020 - 12:13

Stefan Heilemann kocht im Widder, Zürich.
Bild: Ausriss gaultmillau.ch

Stefan Heilemann vom Restaurant des Hotels Widder in Zürich ist «Koch des Jahres 2021». GaultMillau lobt seine grosszügige, mutige Küche mit raffiniertem asiatischem Touch.

Die Latte lag sehr hoch: Frank Giovannini (2018), Heiko Nieder (2019) und Tanja Grandits (2020) waren die letzten drei «Köche des Jahres» von GaultMillau Schweiz. Der nächste Chef ganz oben? Stefan Weilemann.

Die Auszeichnung «Koch des Jahres» zu erhalten, ist für sich alleine bereits eine hohe Errungenschaft für jeden Koch. Für Stefan Weilemann war 2020 aber auch sonst ein ganz besonderes Jahr.

Zum «Widder» in der Zürcher Innenstadt wechselte er erst im vergangenen Frühling vom Atlantis by Giardino, das im April wegen der Coronakrise schloss. Er brachte an den Rennweg auch seine elfköpfige Brigade mit sowie seine «eingespielte Karte». Vom ersten Abend an habe er dort auf höchstem Niveau performt, berichtet GaultMillau.

GaultMillau-Chef Urs Heller sagt über den Prämierten: «Heilemann kocht klassisch. Er kann asiatisch, und beides auf höchstem Niveau. Ein kulinarischer Cocktail, der uns begeistert.»

Köchin des Jahres im KKL Luzern am Herd

Mit dem Titel «Köchin des Jahres» wird Michèle Meier vom Restaurant Lucide im KKL Luzern ausgezeichnet. Sie erhält neu 16 Punkte. Ihre Wahl sei bestimmt eine Überraschung für viele und wohl auch die junge Köchin selbst, meint der Gastoronomie-Führer.

Meier sei selbst in Luzern noch wenig bekannt. Das werde sich aber bestimmt ändern: Ihre leidenschaftliche Küche lohne den Besuch. Mit viel Gefühl und einer gewissen Besessenheit hole sie das Beste aus ihren Produkten heraus.

«Köchin des Jahres» wird Michèle Meier vom Restaurant Lucide im KKL Luzern.
Bild: Ausriss gaultmillau.ch

Drei Aufsteiger des Jahres

Die Auszeichnung «Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz» vergibt GaultMillau gleich zweimal. Einmal an Markus Arnold von der «Steinhalle» in Bern. Arnolds kulinarische Reisen, etwa nach Japan oder Skandinavien, seien spannend und «Gang für Gang ein Volltreffer», halten die GaultMillau-Kritiker fest. Er kriegt den 17. Punkt, den er vor neun Jahren schon mal hatte, zurück.

Zweiter Aufsteiger in der Deutschschweiz ist Sebastian Rösch aus dem Mesa in Zürich. Rösch beherrsche den kulinarischen Spagat und stehe für Zeitgeist nach Zürcher Art. Auch er wird mit 17 Punkten belohnt.

«Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz» ist Jérémy Desbraux vom Maison Wenger im jurassischen Le Noirmont. Desbraux koche im abgelegenen Ort auf verblüffend hohem Niveau. Der junge Chef habe Talent und Willen, kenne die besten Produzenten der Region und leistet sich ein starkes Team. «Im Schnellzug auf dem nach oben», kommentiert GaultMillau und verleiht Desbraux den 18. Punkt.

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