Vor versteckten Zuckerbomben in Acht nehmen

9.3.2018 - 12:37, dpa

Schokolade, Gummibärchen, Kuchen: Wer davon isst, weiss, dass er sich dem Zuckerrausch hingibt. Aber auch in scheinbar harmlosen Lebensmitteln wie Joghurt oder Salatdressing versteckt sich oft jede Menge Zucker. Das muss nicht sein - denn Alternativen gibt es genug.

Zu viel Zucker ist ungesund, das lernt jedes Kind. Gesundheitsbewusste machen entsprechend einen Bogen um Schokolade oder Gummibärchen.

Aber auch wer zum Frühstück Erdbeerjoghurt und abends einen Salat mit Fertigdressing isst, nimmt jede Menge Zucker zu sich. Wo sich der süsse Dickmacher versteckt - und wie man ihn geschickt ersetzt.

Fruchtjoghurt

Klingt gesund, ist aber eine wahre Zuckerbombe: In 150 Gramm Fruchtjoghurt stecken sechs Würfelzucker. Ähnliches gilt für Fruchtquark, Fruchtbuttermilch oder probiotische Drinks.

Die Alternative: Naturjoghurt oder Naturquark mit frischem oder tiefgekühltem Obst mischen. 

Säfte und Smoothies

Früchte sind gesund - aber nicht in jeder Form. Der grösste Anteil bei fertigen Smoothies ist meist Apfelsaft oder ein anderer Fruchtsaft mit hohem Fruchtzuckeranteil. In Fruchtsäften mit Fruchtsaftkonzentrat oder Nektar steckt oft noch zusätzlicher Zucker.

Die Alternative: Wasser mit Kräutern, Ingwer, Gemüse- oder Obststücken. Das gibt Geschmack und sieht hübsch aus.

Saucen, Dressings, Dips

Da werden liebevoll Gurken, Tomaten oder Paprika geschnippelt. Und schon knurrt der Magen so sehr, dass es jetzt aber schnell gehen muss. Fertige Salatdressings sind die Rettung - und das Verhängnis. «In Fertigdressings ist fast immer Zucker zugesetzt, oft in Form von Glukosesirup», verrät Riedl.

Die Alternative: Quarkdips für Fingerfood, selbst zubereitete Salatsaucen und Brühen mit frischen Kräutern. Für Fertigaufstriche ist Frischkäse oder Quark gemischt mit Kräutern und Gemüse einguter Ersatz, sagt Carolin Hauck vom Institut für Ernährungspsychologie der Universität Göttingen.

Müsli und Cornflakes

Viele Menschen starten mit Müsli in den Tag. Aber Vorsicht. In gesüßten Cerealien und Cornflakes stecken Unmengen an Zucker.

Die Alternative: Müsli selbst zusammenmischen, mit unverarbeiteten Getreideflocken und Gewürzen wie Zimt und Nüssen.

Feinkostsalate und Gemüse im Glas

Manchmal hat man einfach keine Lust zu kochen und öffnet einen abgepackten Rüeblisalat, vielleicht auch ein Glas mit eingelegtem Rotkohl, Mais oder Bohnen. Keine gute Idee. «Gemüse im Glas, insbesondere Rotkohl, enthält einen hohen Anteil an Zucker.»

Die Alternative: Auf der sicheren Seite ist, wer frisches Gemüse oder Tiefkühlgemüse verwendet.

Fertiggerichte

Dass eine Tiefkühlpizza nicht besonders gesund ist, ist den meisten klar. Dass Fertiggerichte aber oft auch viel Zucker enthalten, ist weniger bekannt. Sogar in scheinbar harmlosen Produkten wie Tomatensauce verbirgt sich oft Zucker.

Das Problem ist, dass die Hersteller einige Tricks verwenden, um den Zucker zu verstecken. Er wird gerne getarnt hinter Begrifen wie Glukose, Laktose, Dextrose, Saccharose, Raffinose, Maltose oder Fructose. 

Grundsätzlich gilt: je naturbelassener ein Lebensmittel, desto besser!


Wieviel Fleisch ist gesund?

Ein zünftiges Stück Fleisch - es gehört für viele zur Ernährung dazu. Und das ist auch in Ordnung. In den darauf folgenden Tagen sollte es dann aber mehr Gemüse geben.
Obacht beim Anbraten von Fleisch oder Wurst: Zu dunkel sollte es nicht werden. Dabei können schädliche Stoffe entstehen.
Ob Leber- oder Fleischwurst: Sie enthalten in der Regel viel Fett. Wer sich bewusst ernährt, sollte das einkalkulieren.
Der Konsum von Schweinefleisch wie diesem geht in Deutschland etwas zurück. Stattdessen essen die Menschen mehr Rind oder Geflügel.
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