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Eisklettern im Wallis – da spürt selbst ein Profi die Nerven

gbi

15.11.2020

Man muss nicht in die Ferne schweifen: Atemberaubende Naturkulisse hat auch die Schweiz zu bieten. Jüngstes Beispiel: diese Aufnahmen eines Eiskletterers im Walliser Val d'Anniviers. 

Sein Ausflug im Wallis bringt Tim Howell ins Schwärmen: Der 31-Jährige aus dem englischen Martock bezeichnet die Gletscherlandschaft im Val d'Anniviers als «Winter-Wunderland». 

Howell brach vor Kurzem vom Bergdorf Zinal – auf 1'670 Meter über Meer gelegen – auf in die Gebirgslandschaft. Sein Ziel war einer der gefrorenen Wasserfälle in der Region. Der Abenteurer konnte nicht widerstehen und seilte sich in die eisige Höhle ab – obwohl dabei selbst einem geübten Eiskletterer mulmig werden kann. «Es ist richtig nervenaufreibend, wenn man hört, wie sich das Eis bewegt und knackst – und du weisst, dass der einzige Weg raus nach oben führt», gesteht Howell der britischen Nachrichtenagentur SWNS.

In der Schweiz gestrandet – zum Glück

Diese Art von Höhlen nennt man Gletschermühlen, erklärte Howell. Geformt werden sie von Schmelzwasser. «Klettern kann man dort nur in einer bestimmten Jahreszeit, wenn nicht zu viel Wasser in die Höhle fliesst», so Howell. Wenn zu viel Schnee liegt, ist der Höhleneingang zudem verdeckt. Laut den Tourismusverantwortlichen im Val d'Anniviers dauert die Eisklettersaison in der Regel von Dezember bis Februar oder März – und der Sport ist derzeit trotz Coronavirus-Situation ganz normal möglich, wie es auf Anfrage von «blue News» heisst. 

Eigentlich hatte Tim Howell übrigens Reisepläne, doch sei er wegen der Coronakrise in der Schweiz gestrandet. Damit habe er jedoch kein allzu schlechtes Los gezogen, findet der Brite – und lobt die «laschen Lockdown-Regeln» hierzulande. So tobte sich der Outdoor-Sportler unter anderem beim Wingsuit-Sprung am Oeschinensee im Kanton Bern und beim Klettern an der Eiger-Südwand aus. Auch das Matterhorn hat er erklommen – und diese schwindelerregenden Aufnahmen von der Spitze erstellt. 

Tim Howell auf dem höchsten Punkt des Matterhorns.

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