Supermarkt: Das sind die fiesesten Psychofallen

Marianne Siegenthaler

12.3.2018

Da wird nichts dem Zufall überlassen: Im Supermarkt ist jedes Produkt sorgfältig platziert, um uns Kunden zu verführen. «Bluewin» verrät einge der Psychofallen.

Beim Einkaufen entscheidet oft nicht der Einkaufszettel oder der leere Kühlschrank, sondern das Gefühl. Marketingexperten nutzen das geschickt aus und machen aus dem Supermarkt ein raffiniertes System voller Verlockungen und Verführungen.

Wir verraten einige der Tricks:

Stapelware

Werden im Supermarkt Waren aufgestapelt, suggeriert das bei uns Kunden einen günstigen Preis – und schon greifen wir zu. Also besser einen grossen Bogen um Warenstapel machen, wenn man sich nicht verführen lassen will.

Bodenbelag

Der Boden ist blitzblank – so ist es richtig, schliesslich legt der Kunde Wert auf Sauberkeit. Der Trick dahinter: Ein spiegelblanker Boden bremst eilige Kunden aus, denn er signalisiert «Vorsicht Rutschgefahr». Und wer langsamer unterwegs ist, kann auch weniger gut den Verlockungen widerstehen.

Kombiangebote

Neben den Spargeln liegt auch gleich der Rohschinken, bei den Erdbeeren die Tortenbödeli: Ganz schön praktisch, aber brauchen wir das überhaupt und gibt es den Rohschinken vielleicht im Aufschnittregal günstiger?

Einkaufswagen

Dass man mehr einkauft, wenn man mit dem Wagen statt mit dem Korb durch den Supermarkt geht, ist längst bekannt. Aber warum hat der Wagen eine leichte Neigung nach hinten? Die Ware rutscht so aus dem Sichtfeld des Kunden und suggeriert diesem, gar noch nicht allzu viel eingekauft zu haben.

Probierhäppchen

Was früher eher in kleinen Spezialitätenläden üblich war, gibt es je länger desto mehr auch beim Grossverteiler: Käse, Brot, Aufschnitt, Früchte oder Guetzli in appetitlichen Häppchen zum Probieren. Wenn‘s schmeckt, nehmen wir doch grad ein, zwei Packungen mit nach Hause. Doch es steckt noch mehr dahinter: Mit dem Probieren wird eine Art Schuldgefühl geweckt, das mit einem Kauf wieder gutgemacht werden soll.

Luxusinseln

Je teurer die Produkte, desto schmaler die Gänge. Allenfalls werden auch hochpreisige Produkte als eine Art Insel aufgestapelt. Der Effekt ist derselbe: Der Kunde muss vorsichtig daran vorbeirangieren und verbringt so ungewollt viel Zeit, umgeben von Luxusgütern – die er möglicherweise kauft, ohne dass er sie wirklich braucht.

Lichterzauber

Die richtige Beleuchtung macht’s: Beim Fleisch ist es Rotlicht, bei Fisch blaues Licht und Käse taucht man in Gelb. So sieht doch alles verführerisch frisch aus und macht Appetit. Die Enttäuschung folgt erst zuhause, wo das passende Licht fehlt.


Ist essen gesund?

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