Das sind die neun schönsten Eisbahnen

Marianne Siegenthaler

18.1.2020 - 10:00

Der Winter lockt Sportbegeisterte nicht nur auf die Skipisten, sondern auch auf das Eis. Wir stellen die schönsten Eisbahnen der Schweiz vor.

1. Albulatal – eiskalter Wanderweg

Seit 2002 verwandelt sich der Wanderweg von Alvaneu nach Surava im Winter in eine drei Kilometer lange Eisbahn. Damit ist die «Skateline» der älteste Eisweg der Schweiz. Er führt entlang der Albula durch den manchmal tief verschneiten Wald. Den Start erreicht man bequem im Shuttlebus ab Surava. Gut zu wissen: Helm und Schutzausrüstung sind obligatorisch, können aber vor Ort gemietet werden.

2. Heiden – Eisspass mit Bodenseeblick

Es ist ein Treffpunkt für das ganze Dorf, das Eisfeld in Heiden im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Aber nicht nur für das Dorf, denn wegen des spektakulären Blicks über den Bodensee reisen Schlittschuhläuferinnen und -läufer auch von weiter her an. Für Anfänger stehen Stütz-Tiere bereit, Fortgeschrittene nehmen den Rundkurs und auf zwei separaten Eisbahnen kann in vier Gruppen mit maximal je sechs Personen Eisstockschiessen gespielt werden. Und zur Stärkung gibt es Glühwein mit Maroni.

3. Caux – Idylle im Tannenwäldchen

Die Gemeinde Caux im Kanton Waadt rund 20 Zugminuten von Montreux entfernt ist bekannt für ihre weissen Narzissenfelder sowie die 1902 erbaute Palace Hotel-Anlage, die als imposanteste der Schweiz gilt. Sehr viel weniger bekannt ist die kleine Freiluft-Natureisbahn, die idyllisch inmitten hohen Tannen liegt. Bis in die 1950er-Jahre hinein diente es als Trainings-Eisfeld für den Curling Club Montreux-Caux, heute steht es allen offen und ist vor allem bei Familien sehr beliebt.

4. Chur – Eiszeit in der Alpenstadt

Früher fuhr man auf Natureis, heute wird die Quaderwiese inmitten von Chur zur Kunsteisbahn. Besonders schön ist es da am Abend, wenn die romantischen Lichterketten rund ums Eisfeld und in den Bäumen eine ganz besondere Stimmung zaubern. Und natürlich darf auch die Musik nicht fehlen. Neu in dieser Saison ist der  «Khurer Gnusswaga» sowie ein beheiztes Zelt, das mit fünf Fondue-Stehtischen ausgestattet ist. Ein Grund mehr, die Quaderwiese zu besuchen.

5. Domleschg – Panorama und Maluns

Die Alp Raguta liegt auf fast 2000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Gebiet der Gemeinde Domleschg und bietet einen unglaublichen Blick auf die umliegenden Berggipfel. Dass man da im Winter auf einer rund 800 Quadratmeter grossen Eisbahn seine Runden drehen oder Eisstockschiessen kann, ist das Tüpfelchen auf dem i. Erreichbar ist die Eisbahn mit der Sesselbahn Feldis-Mutta. Was man sich keinesfalls entgehen lassen sollte: Vor Ort gebrätelte Maluns, ein traditionelles Bündner Bauerngericht aus Kartoffeln und selbstgemachtes Apfelmus.



6. Genf – Eislaufen im Park

Der Parc des Bastions ist die grüne Lunge mitten im Stadtzentrum von Genf und so befand sich da auch der erste botanische Garten der Stadt. Vor dem ursprünglich als Musikpavillon errichteten Gebäude, das heute ein Café beherbergt, wird alljährlich ein Eisfeld erstellt. Schlittschuhlaufen im Park – das ist doch mal etwas anderes.

7. Interlaken – Schlittschuhlaufen vor Bergkulisse

Auf der einen Seite die mächtigen Eigernordwand, auf der anderen der prächtige Hotelpalast Victoria-Jungfrau – die Eisbahn in Interlaken «Top of Europe Ice Magic» ist wohl die grösste und spektakulärste der Schweiz. Sechs beleuchtete Eisfelder, kurvenreiche Eiswege sowie ein grosses Kinder-Eisfeld locken Touristen wie Einheimische aufs Glatteis. Dazu punktet das Eisparadies mit einem vielfältigen Gastro-Angebot, das weit mehr als Fondue, Raclette oder Pizza zu bieten hat.

8. Küsnacht – Romantik am Seeufer

Direkt am rechten Zürichseeufer gelegen ist das kleine Eisfeld vor dem Restaurant Sonne in Küsnacht wohl das romantischste der Schweiz. Dazu trägt sicher auch die stimmungsvolle Beleuchtung des international bekannten Lichtkünstler Gerry Hofstetter bei. «Live on Ice», wie sich das Eisfeld nennt, ist aber auch noch aus einem anderen Grund sehr beliebt: Eltern können ganz entspannt auf der Terrasse sitzen, einen Glühwein trinken und dem Nachwuchs beim Pirouetten drehen zuschauen. Allerdings nicht mehr lange: Am 26. Januar ist Saisonende.

9. Zürich – Eisfeld mit Tradition

Bereits seit 1930 drehen Schlittschuhläufer auf der Kunsteisbahn Dolder ihre Runden. Sie gilt denn auch als Mutter aller Schweizer Eisbahnen. Die idyllische Lage im Wald hoch über Zürich und die gute Erreichbarkeit mit dem Tram und dem Dolderbähnli locken nicht nur Städter aufs Eis – immerhin gibt es da mit rund 6000 Quadratmeter jede Menge Platz. Und langweilig wird es garantiert nicht, denn Events wie Eisdiscos oder Schaulaufen sorgen für Abwechslung.

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