Das sind die zehn schönsten Schweizer Badeinseln

Marianne Siegenthaler

27.6.2020 - 10:00

Die Saffa-Insel – eine der beliebteste Badeoasen in der Stadt Zürich.
Bild: Keystone

Reif für die Insel, aber wegen der Corona-Pandemie keine Lust weit zu reisen? Auch die Schweiz ist ein Inselparadies. «Bluewin» verrät die zehn schönsten Badeinseln.

Insel. Schon das Wort weckt Fernweh und Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung und Entschleunigung. Der Faszination Insel kann sich keiner entziehen.

Warum? Eine Insel ist eine Welt für sich, denn das Wasser sorgt dafür, dass sie nicht ganz so einfach erreicht werden kann. Vielleicht ist eine Insel gerade deswegen für die meisten Menschen eine Art Paradies auf Erden – das man sich verdienen muss.

Die Anreise mit dem Flugzeug oder dem Schiff ist in der Regel langwierig und mühsam. Dabei braucht man gar nicht weit zu reisen, um sich den Traum von der Insel zu erfüllen. Rund 1'200 Inseln in Schweizer Seen und Flüssen hat das Bundesamt für Landestopografie erfasst.

Viele davon laden auch zum Baden ein. «Bluewin» präsentiert die zehn schönsten Inselparadiese hierzulande.

1. Die Bekannteste: St. Petersinsel im Bielersee

Der Genfer Philosoph Jean-Jacques Rousseau lebte auf der St. Petersinsel, und ihm ist es zu verdanken, dass diese über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Dabei ist sie eigentlich gar keine richtige Insel, sondern eine Halbinsel. So kann man sie gut zu Fuss erreichen. Der Spaziergang lohnt sich, denn zahlreiche kleine Sandstrände laden zum Baden, Picknicken und Sünnele ein.

Zu Fuss ins Paradies – die St. Petersinsel im Bielersee.
Bild: swiss-image.ch/Tourismus Biel Seeland

2. Die Künstlichen: Badeinseln Lorelei im Urnersee UR

Im Grunde sind die zwei Inselgruppen ein Stück Gotthard, entstanden aus dem Ausbruchmaterial vom Neat-Tunnelbau, das da jahrelang versenkt wurde. Die landseitigen Ufer sind mit Sand bedeckt, mit ein paar wenigen Schwimmzügen kann man die Inseln erreichen. Die durchschnittliche Wassertemperatur liegt allerdings auch im Sommer unter 20 Grad. Da legt man sich zum Aufwärmen noch so gern auf die grosses, flachen Steine auf den Inseln.

3. Die Historische: Île de la Harpe im Genfersee VD

Frédéric-César de la Harpe war ein Kämpfer für die Unabhängigkeit der Waadt von den Bernern. Nach seinem Tod 1838 wurde die künstlich aufgeschüttete Insel im Genfersee rund 80 Meter vor Rolle nach ihm benannt. Zudem errichtete man ihm zu Ehren einen Obelisken. Hauptfunktion der Insel ist allerdings der Schutz des Ufers vor Wellenschlag – was den Badeplausch auf keine Weise schmälert.

Künstlich aufgeschüttet: Île de la Harpe im Genfersee VD.
Bild: Heimatschutz

4. Die Freizügige: Werdinsel in der Limmat ZH

In Zürich-Höngg zwischen der Limmat und einem Kanal liegt die Werdinsel, die zu Fuss oder per Velo erreichbar ist. An heissen Sommertagen hat man denn auch das Gefühl, halb Zürich ist vor Ort. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es hier einen der wenigen Nacktbadebereiche der Schweiz gibt.

5. Die Idyllische: Isla im Caumasee GR

Das intensive Türkis des Caumasees mitten im Flimserwald ist bei in- und ausländischen Touristen ein beliebtes Fotosujet. Aber auch zum Verweilen hat der kleine, idyllische Bündner See einiges zu bieten: Kleine Buchten und versteckte Liegeplätzchen – und die bewaldete Insel Isla. Diese ist schwimmend schnell zu erreichen, wer will, mietet sich ein Pedalo oder ein Ruderboot.

An heissen Sommertagen hat man schon mal das Gefühl, halb Zürich ist vor Ort: Werdinsel.
Bild: Heimatschutz

6. Die Betriebsame: Insel Lützelau im Zürichsee SZ

Wer hier länger als ein paar Stunden verweilen will, sollte rechtzeitig reservieren. Der Campingplatz auf der Insel Lützelau im Zürichsee ist jeweils schnell ausgebucht. Wenn man nur für ein paar Stunden auf die Insel will, ist das aber kein Problem. Für Restaurantgäste gibt es ab Hafen Rapperswil den Lütz-Shuttle, der auch als Bootstaxi gebucht werden kann.

7. Die Kleine: Gamma-Inseli im Sempachersee LU

Keine 200 Quadratmeter ist es gross, das Gamma-Inseli im Sempachersee. Im Winter leben hier zahlreiche Vögel, im Sommer wird das Inseli je nachdem zur Schatzinsel, zum Picknickplatz oder zur Badeinsel. Vor rund 200 Jahren war das noch nicht möglich, da gab es das Inselchen noch gar nicht. Erst mit der Seeabsenkung um 1,7 Meter tauchte die Insel auf. Ein Glücksfall, zumal das kleine Paradies schwimmend erreicht werden kann.

Idylle pur: Nicht umsonst übersetzt sich der Caumasee mit «See der Mittagsruhe».
Bild: Heimatschutz

8. Die Herzige: Insel Schönenwerd im Zürichsee ZH

Was die Inseln auf dem Zürichsee anbelangt, haben die Zürcher nicht viel zu bieten. Die grösste natürliche Insel liegt vor Richterswil und ist nicht mal so gross wie ein Eishockey-Spielfeld. Von fern sieht sie aus wie ein grosser Baum, der im Wasser steht. Die Einheimischen nennen sie denn auch einfach Inseli. Offiziell heisst sie Schönenwerd, und wer kein Boot zur Verfügung hat, schafft es auch schwimmend bis zur Insel, ab Richterswil sind es nur gerade 260 Meter.

9. Die Geschichtsträchtige: Saffa-Insel im Zürichsee ZH

1958 schütteten Architektinnen und Gestalterinnen Aushubmaterial in den Zürichsee und schufen so die Saffa-Insel in Zürich-Enge vor der Landiwiese. Anlass dafür war die zweite Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit, kurz SAFFA, die damals stattfand. Wenn nicht gerade Events wie das Theater-Spektakel stattfinden, ist es ein idealer Badeplatz, der von der City in wenigen Minuten mit dem Bus, Tram oder Velo erreichbar ist. Die Saffa-Insel ist über eine Brücke mit dem Ufer verbunden.

10. Die Städtische: Insel Nidau im Bielersee BE

Ein Städtchen als Insel? Genau. Nidau ist die Nachbargemeinde von Biel, zählt mehr als 7'000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist umgeben vom See, dem Nidau-Büren-Kanal und der Zihl. Gleich zwei Strandbäder erlauben den Zugang zum Wasser, das Strandbad Nidau und das Strandbad Biel, das sogar mit einem Sandstrand punktet.

Reif für die Insel? In der Publikation «Die schönsten Inseln der Schweiz» stellt der Schweizer Heimatschutz weitere entdeckenswerte Inseln vor.

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