«Schmerzhaft, als hätte man Nachricht vor ein paar Augenblicken erhalten»

dpa

11.9.2021 - 09:47

President Joe Biden speaks in the State Dining Room at the White House, Thursday, Sept. 9, 2021, in Washington. Labor unions are divided over vaccine mandates. The split has become more significant after Biden announced his plan to require federal workers get inoculated and private companies with more than 100 employees get vaccinated. (AP Photo/Andrew Harnik)
Joe Biden richtet sich in einer Videoansprache an die US-Bevölkerung: «Einheit ist unsere grösste Stärke.» (Archivbild)
Keystone/AP Photo/Andrew Harnik

US-Präsident Joe Biden hat seine Landsleute zum 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu einem neuen Geist der Zusammenarbeit aufgerufen. 

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11.9.2021 - 09:47

Nach den Anschlägen habe es ein wahres Gefühl des Zusammenhalts gegeben, sagte US-Präsident Joe Biden in einer am Vorabend veröffentlichten Videoansprache. Viele hätten sich heldenhaft verhalten, auch dort, wo man es nicht erwartet hätte. «Einheit ist unsere grösste Stärke», sagte Biden. «Das ist für mich die zentrale Lehre des 11. Septembers.»

Biden traf am Freitagabend (Ortszeit) in New York ein, wo die bei den Anschlägen mit zwei entführten Passagierflugzeugen zerstörten Türme des World Trade Centers von einer Lichtinstallation nachgezeichnet wurden. Am Samstag wollte er die Gedenkstätte am ehemaligen Standort der Türme aufsuchen und später nach Shanksville in Pennsylvania reisen, wo ein weiteres entführtes Flugzeug abgestürzt war.

Dessen Passagiere hatten gegen die Entführer rebelliert, die die Maschine nach Washington fliegen wollten. Anschliessend war ein Besuch im Verteidigungsministerium vorgesehen, in das ein weiteres entführtes Flugzeug eingeschlagen war. Insgesamt gab es knapp 3000 Tote.

Der Schmerz des 11. Septembers 2001 sei immer noch gegenwärtig, sagte Biden in seiner Videobotschaft. «Ganz gleich, wie viel Zeit vergangen ist, diese Gedenkfeiern bringen alles so schmerzhaft zurück, als hätte man die Nachricht erst vor ein paar Augenblicken erhalten», sagte er. Weitere Ansprachen des Präsidenten waren nicht vorgesehen.

Auch Bidens Vorgänger George W. Bush wollte der Opfer in Shanksville gedenken, dessen Nachfolger Barack Obama in New York. Ex-Präsident Donald Trump plante einen Stop in Manhattan und wollte am Abend in Florida einen Boxkampf kommentieren.

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