Abzug letzter deutscher Soldaten aus Afghanistan steht offenbar bevor

SDA

29.6.2021 - 19:23

HANDOUT - Das Handout der Bundeswehr zeigt Soldaten der Bundeswehr, die während der Rückverlegung zum Ende der Mission Resolute Support (RSM) in Mazar-E Sharif in ein Transportflugzeug A400M der Luftwaffe steigen. Foto: Torsten Kraatz/Bundeswehr/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits.
Keystone

Der Abzug der letzten deutschen Soldaten aus Afghanistan steht nach Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Kürze bevor.

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29.6.2021 - 19:23

«Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir in den Zeitplänen unsere Kräfte ordnungsgemäss, aber eben auch so zügig wie möglich zurückverlegen können und das wird eher über kürzer als über länger der Fall sein», sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei einem Besuch in New York. Auf die Frage, ob es sich um eher Tage oder Wochen handeln werde, antwortete die CDU-Politikerin: «Ich würde nicht von Wochen und Monaten reden». Genaue Daten würden aus Sicherheitsgründen aber nicht mitgeteilt.

Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt mitgeteilt, dass die Rückverlegung deutscher Soldaten der Nato-Mission «Resolute Support» aus Afghanistan «planmässig» laufe. Das Kontingent liege noch bei 570 Soldatinnen und Soldaten. Das Camp Marmal in Masar-i-Scharif – die Basis der deutschen Soldaten in Nordafghanistan – werde nach Einsatzende an die Afghanen zurückgegeben. Derzeit werden Männer und Frauen aus dem Einsatz über die georgische Hauptstadt Tiflis zurück in die Heimat gebracht.

Auch die Nato-Partner holen ihre Soldaten momentan zurück in die Heimat. Vor wenigen Tagen warnten die Vereinten Nationen vor einem weiteren Vormarsch der Taliban in dem Land. Nach der Eroberung Dutzender Regionen in den vergangenen Wochen schienen diese sich darauf vorzubereiten, Provinzhauptstädte in Afghanistan einzunehmen, sobald die Nato-Truppen vollständig abgezogen sind.

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