Bauern protestieren gegen Exportstopp für Rindfleisch

dpa

18.5.2021 - 20:57

A cowboy herds cattle at the Mercado de Liniers, the country's largest livestock market, in the outskirts of Buenos Aires, Argentina, Monday, March 9, 2020. The famers' unions have started a four-day strike today that intends to paralyze grain and livestock exports in protest of a 3 percent tax increase on soybeans exports. Despite the strike the work at Mercado de Liniers functioned normally. (AP Photo/Victor R. Caivano)
Argentiniens Regierung möchte die Ausfuhr von Rindfleisch für einen Monat verbieten. Dagegen wollen die Landwirte mit einem totalen Verkaufsstopp protestieren.
Bild: KEYSTONE/VICTOR R. CAIVANO

Die argentinischen Landwirte wollen mit einem totalen Verkaufsstopp gegen das von der Regierung verhängte Exportverbot für Rindfleisch protestieren.  Dadurch soll das Angebot im Inland steigen und der Fleischpreis sinken.

dpa

18.5.2021 - 20:57

Vom 20. bis 28. Mai soll überhaupt kein Rindfleisch mehr verkauft werden, kündigte der Agrarverband CRA am Dienstag an. Zuvor hatte die Regierung von Präsident Alberto Fernández angekündigt, die Ausfuhr von Rindfleisch für einen Monat zu verbieten.

Rindfleisch besitzt in Argentinien einen hohen Stellenwert. Zwar sank der Pro-Kopf-Konsum in den vergangenen Jahren deutlich. Mit rund 50 Kilo pro Person im Jahr gehören die Argentinier aber noch immer zu den grössten Rindfleischessern der Welt. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch zuletzt bei knapp zehn Kilo.

Rindfleisch macht etwa fünf Prozent der gesamten Exporte Argentiniens aus. Im März verkauften die argentinischen Bauern Rindfleisch im Wert von rund 225 Millionen US-Dollar ins Ausland. Hauptabnehmer sind China, Israel, Chile und Deutschland.