Annalena Baerbock als Kanzler-Kandidatin der Grünen nominiert

dpa

19.4.2021 - 11:17

19.04.2021, Berlin: Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen. Der Bundesvorstand der Grünen nominierte sie am Montag für den Spitzenposten. Der Bundesvorstand trifft die Vorentscheidung, die dann noch von einem Parteitag bestätigt werden muss, der vom 11. bis 13. Juni stattfindet. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Kay Nietfeld)
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen. 
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Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen, wie Partei am Montag mitteilte. Der Entscheid muss noch vom Parteitag bestätigt werden.

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19.4.2021 - 11:17

Jetzt ist es definitiv: Der Bundesvorstand nominierte die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock am Montag als Kanzlerkandidatin. Das teilten die Grünen in einem Rundschreiben an Unterstützer*innen mit.

Mit dem Entscheid enden monatelange Spekulationen. Die Partei hatte die Klärung der Kandidatenfrage ihren beiden Parteivorsitzenden Baerbock (40) und Robert Habeck (51) überlassen, die sich geräuschlos untereinander verständigten.

Nach ihrer Nominierung hat Baerbock für einen Aufbruch in Deutschland geworben. «Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dieses Land einen Neuanfang braucht», sagte sie am Montag in Berlin. Sie wolle eine Politik anbieten, die vorausschaue.

Habeck wiederum beschrieb Baerbock als «kämpferische, fokussierte, willensstarke Frau», die genau wisse, was sie wolle. Habeck sagte, er selbst und Baerbock hätten in den vergangenen Wochen vertraute, manchmal auch schwierige Gespräche darüber geführt, wer von beiden die Kandidatur übernehmen solle.

«Wir beide wollten es, aber am Ende kann es nur eine machen», sagte er. Er selbst wolle sich aber gleichfalls in den Wahlkampf werfen. Die Gemeinsamkeit habe die Grünen so erfolgreich gemacht. «In dieser Situation führt der gemeinsame Erfolg dazu, dass einer einen Schritt zurücktreten muss.»

 Die Entscheidung des Bundesvorstands muss noch auf einem Parteitag vom 11. bis 13. Juni bestätigt werden. Die Zustimmung gilt aber als sicher.

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