Corona-Übersicht

Corona-Cluster an drei Schulen im Oberengadin entdeckt – Trump zeigte bereits Symptome

Agenturen/red

2.10.2020

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 552 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Sechs weitere Personen mussten in ein Spital eingewiesen werden.

Es gab keinen neuen Todesfall, wie das BAG am Freitag mitteilte. Am Donnerstag waren 550 neue Ansteckungen gemeldet worden, am Mittwoch 411 und am Dienstag 225. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 54'384 laborbestätigte Fälle.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'391'498 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Gegenüber Donnerstag wurden dem BAG 11'415 neue Tests gemeldet. Bei 4,6 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus.

Trotz vereinzelter Kritik steht eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung hinter der Corona-Politik des Bundes. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» bei gut 15'000 Teilnehmenden hervor. Demnach halten 53 Prozent der befragten Personen die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus für angemessen. Die Gruppe jener, die die Massnahmen zu streng oder eher zu streng finden, ist mit 21 Prozent etwa gleich gross wie jene Gruppe, die sich schärfere Massnahmen wünschen würde (24 Prozent).

US-Präsident Trump und First Lady positiv auf Coronavirus getestet

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. «Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen», schrieb Trump in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) auf Twitter. Die USA befinden sich auf der Zielgeraden zur Wahl am 3. November, bei der sich Trump um eine zweite Amtszeit bewirbt.

Kurz zuvor hatte Trump bestätigt, dass seine enge Beraterin Hope Hicks positiv auf das Virus getestet wurde. Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks verbringt allerdings viel Zeit mit Trump und First Lady Melania.

Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Präsident Donald Trump setzt nach seiner Infektion mit dem Coronavirus persönliche Wahlkampfauftritte aus.
  • Das BAG hat 552 Neuinfektionen bei 11‘415 Test innerhalb eines Tages gemeldet. Das entspricht einer Positivitätsrate von 4,8 Prozent. 
  • 53 Prozent der Schweizer Bevölkerung halten die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus für angemessen, wie eine Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» zeigt.
  • Die Trump-Beraterin Hope Hicks hat Covid-19. Sie war noch am Dienstag und Mittwoch mit dem US-Präsidenten unterwegs – ohne Gesichtsmaske. Trump ist vorsorglich in Quarantäne.
  • Beim US-Onlinehändler Amazon haben sich in diesem Jahr rund 19'000 US-Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit dem Coronavirus infiziert. Dies seien knapp 1,5 Prozent der Beschäftigten.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Ticker 

21.38 Uhr: Spaniens Tourismus wiederhin am Boden

Der coronabedingte wirtschaftliche Einbruch im Tourismus in Spanien hält an. Im August fiel die Zahl der ausländischen Besucher im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75.9 Prozent auf noch gut 2.4 Millionen Gäste, berichtet «SRF». Laut der spanischen Statistikbehörde INE betrug der Rückgang auf den Balearen-Inseln mit Mallorca sogar 79.9 Prozent. Die Region empfing im August nur noch gut 450'000 ausländische Touristen. Auf Platz zwei folgt Katalonien mit einem Minus von 76.5 Prozent.

20.44 Uhr: Mehr als 12’000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus um 12’148 Fälle gestiegen. Ausserdem wurden 136 weitere Tote gemeldet. Die Gesamtzahl der tödlichen Krankheitsverläufe stieg damit auf 31’155. Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich hatte gestern noch bei rund 14’000 gelegen.

20.09 Uhr: Trump setzt persönliche Wahlkampfauftritte nach Corona-Infektion aus

Nach einer Infektion mit dem Coronavirus setzt US-Präsident Donald Trump persönliche Wahlkampfauftritte aus. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte am Freitag mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen unter Teilnahme des Präsidenten würden entweder verschoben oder online abgehalten. Veranstaltungen mit Mitgliedern der Trump-Familie würden ebenfalls verschoben. Bei allen anderen Veranstaltungen werde im Einzelfall entschieden, ob sie stattfinden. Vizepräsident Mike Pence plane, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Die Wahl findet am 3. November statt.

19.52 Uhr: Auch die WHO wünscht den Trumps gute Besserung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem an Covid-19 erkrankten US-Präsidenten Donald Trump und seiner Frau Melania gute Besserung gewünscht. «Ich möchte heute damit beginnen, den beiden eine vollständige und rasche Genesung zu wünschen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einer Pressekonferenz in Genf.

Unter Trump hatte die US-Regierung im Juli mitten in der Corona-Pandemie ihren Austritt aus der WHO angekündigt. Zuletzt warf Trump ihr bei der UN-Generalversammlung im September erneut vor, «praktisch von China kontrolliert» zu werden.

Fragen von Journalisten zu der Erkrankung des US-Präsidenten beantworteten die Experten zurückhaltend. «Das ist ein scheussliches Virus, und es kann starke Erkrankung vor allem bei älteren Individuen mit zugrundeliegenden Krankheiten auslösen. Daher wünschen wir dem Präsidenten und seiner Partnerin alles Gute in dieser Situation und ebenso jedem anderen, der von diesm Ausbruch betroffen ist», sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan.

19.13 Uhr: Corona-Cluster an drei Schulen im Oberengadin entdeckt

Das Gesundheitsamt Graubünden hat am Freitag eine Corona-Fallhäufung an Schulen im Oberengadin festgestellt. Betroffen sind die Primarschule Grevas in St. Moritz, das Gymnasium der Academia Engiadina in Samedan sowie die Kaufmännische Berufsschule Oberengadin in Samedan.

Zurzeit befinden sich in der Primarschule Grevas drei Lehrpersonen in Isolation und eine Lehrperson sowie die zweite Primarklasse in Quarantäne. In der Academia Engiadina ist die erste Klasse Gymnasium betroffen und in Quarantäne versetzt worden. In der Berufsschule Oberengadin wurden sieben enge Kontaktpersonen in Quarantäne versetzt.

Die Academia Engiadina sowie die Berufsschule Oberengadin stellen bis zum Ferienbeginn und auf Anordnung des Gesundheitsamts für alle Klassen auf Fernunterricht um.

18.24 Uhr: Negativer Corona-Test für Biden

Der Coronavirus-Test beim demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist am Freitag negativ gewesen. Das teilte sein Arzt Kevin O'Connor mit. Das sei auch bei seiner Ehefrau Jill Biden der Fall. Biden und der infizierte Amtsinhaber Donald Trump standen am vergangenen Dienstag in ihrer ersten TV-Debatte auf einer Bühne.

Die beiden Kontrahenten standen dabei zwar stets auf einem deutlichen Abstand voneinander entfernt – laut Medienberichten waren es knapp vier Meter. Aber sie trugen in der zum Teil sehr hitzig und laut geführten Diskussion keine Masken. Trump könnte bereits in den Tagen vor seinem positiven Corona-Test ansteckend gewesen sein.

Unklar blieb auch, ob die Kandidaten sich hinter den Kulissen in unmittelbarer Nähe aufgehalten haben könnten. Trump ist 74 Jahre alt, Biden 77 Jahre. Sie gehören damit eher zu einer Corona-Risikogruppe.

Keine gesundheitlichen Folgen nach der TV-Debatte mit Donald. Trump: Der Corona-Test bei Joe Biden ist negativ ausgefallen.
Bild: Keystone/AP/Patrick Semansky


17.45 Uhr: Auch Melania Trump hat leichte Symptome

Präsidentengattin Melania Trump weist nach der Infektion mit dem Coronavirus ebenfalls leichte Symptome einer Erkrankung auf. Insgesamt gehe es ihr aber gut, schrieb die First Lady am Freitag bei Twitter. Sie stelle sich auf eine rasche Genesung ein.

Zuvor hatte das Weisse Haus bestätigt, dass Präsident Donald Trump leichte Erkrankungssymptome zeige. Trumps Stabschef Mark Meadows machte dabei keine Angaben zur Art der Symptome. Die «New York Times» hatte zuvor von Erkältungserscheinungen berichtet. Trump halte sich im Weissen Haus auf, sagte Meadows. Auch von Melania Trump gab es keine näheren Informationen.

17.35 Uhr: Corona-Anstieg in Österreich ausgebremst

Der Anstieg der Corona-Fälle in Österreich hat sich deutlich ausgebremst. Nachdem sich die Ansteckungszahlen vor rund einem Monat schlagartig etwa verdoppelt hatten, blieben sie seit Mitte September weitgehend konstant. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach am Freitag in Wien von einer «Stabilisierung mit deutlich zu hohen Zahlen». Er strebe eine Halbierung in den nächsten ein bis zwei Monaten an. Aktuell gelten rund 8'400 Menschen in Österreich als aktiv mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Österreich zählt landesweit zuletzt in einer Woche 54,4 neue Fälle pro 100'000 Einwohner nach jüngsten Daten der Corona-Kommission (Stand Mittwochabend). Die Zahlen schwanken regional extrem, die Hauptstadt Wien zählt weiter mehr als die Hälfte aller aktiven Fälle und Neuerkrankungen im Land. 

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober äusserte sich am Freitag zu den Corona-Fällen in seinem Land.
Bild: Keystone

17.25 Uhr:  Trumps Sohn Barron negativ auf Coronavirus getestet

Der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, Barron, ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Es würden alle Vorsichtsmassnahmen ergriffen, damit er sicher und gesund bleibe, sagte die Pressesprecherin der First Lady, Stephanie Grisham, am Freitag.

Neben dem Jugendlichen wurden etwa auch Mitglieder aus Trumps Kabinett auf das Coronavirus getestet. Auch ein Test der für den Supreme Court nominierten Richterin Amy Coney Barrett sei negativ ausgefallen, teilte das Weisse Haus mit.

Das Testergebnis von Donald und Melania Trumps Sohn Barron (rechts) ist negativ ausgefallen.
Bild: Keystone

16.43 Uhr: Parteichefin der US-Republikaner positiv auf Corona getestet

Auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel ist mit dem Coronavirus infiziert. Allerdings hielt sie sich bereits seit Samstag zuhause im Bundesstaat Michigan und nicht in Washington auf, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte.

Sie habe sich nach der Infektion eines Familienmitglieds testen lassen, am Mittwochnachmittag habe sie die Informationen bekommen, dass auch ihr Testergebnis positiv sei. Am Donnerstag sprach sie mit dem Sender Fox News per Videokonferenz über die TV-Debatten zwischen Trump und Herausforderer Joe Biden – erwähnte dabei aber ihren Corona-Test nicht.

Auch die republikanische Parteichefin Ronna McDaniel hat sich mit Corona infiziert. (Archivbild)
Bild: Keystone

16.20 Uhr: Madrid wehrt sich juristisch gegen Abriegelung

Der Streit um die richtige Strategie zur Bekämpfung der Pandemie im Corona-Hotspot Madrid wird nun vor Gericht ausgetragen. Die konservative Regionalregierung legte nach eigenen Angaben am Freitag beim Staatsgerichtshof Einspruch gegen die Entscheidung der linken Zentralregierung ein, Madrid und weitere neun Gemeinden im Grossraum der Hauptstadt abzuriegeln. Die «Comunidad Autónoma» forderte bis zur endgültigen Entscheidung die vorläufige Aussetzung der Verordnung des Gesundheitsministeriums. Es ist ein Rennen gegen die Uhr, denn laut Verordnung müssen die Absperrungen spätestens an diesem Samstag in Kraft treten.

Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hält eine weitgehende Absperrung der Hauptstadt trotz der höchsten Infektionszahlen in ganz Westeuropa für unverhältnismässig. Sie befürchtet unter anderem schlimme wirtschaftliche Konsequenzen. Sie teilte am Freitag auf Twitter mit, die Zahlen seien in den vergangenen Tagen in ihrer Region deutlich besser geworden. Ayuso betonte allerdings auch, bis zu einer Entscheidung der Justiz werde man die Anordnung von Gesundheitsminister Salvador Illa notgedrungen umsetzen.

15.55 Uhr: Trump hatte Symptome

US-Präsident Donald Trump zeigt nach Informationen der «New York Times» nach seiner Infektion mit dem Coronavirus leichte Erkrankungssymptome. Die Zeitung bezog sich dabei am Freitagmorgen (Ortszeit) auf zwei Personen, die über Trumps Zustand unterrichtet seien. Laut einer von ihnen handelt es sich dabei um Erkältungssymptome. Am Donnerstagabend sei noch über einen Behandlungsplan für den Präsidenten diskutiert worden.

Das Weisse Haus hatte zunächst nur mitgeteilt, dass es Trump und seiner Ehefrau Melania gut gehe – aber nichts dazu gesagt, ob sie Symptome aufwiesen.

Trump war am Mittwochabend auf einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Minnesota. Der Auftritt war mit 45 Minuten deutlich kürzer als seine anderen Termine dieser Art, die zum Teil bis zu eineinhalb Stunden dauerten. Auf dem Rückflug sei Trump in der Präsidentenmaschine zeitweise eingeschlafen, schrieb die «New York Times».

Es war die Meldung des Tages: US-Präsident Trump hat  sich mit dem Coronavirus infiziert.

15.00 Uhr: Arbeitslosenquote in den USA sinkt stärker als erwartet

Am US-Arbeitsmarkt setzt sich die Erholung von dem schweren Einbruch in der Coronakrise fort. Die Arbeitslosenquote fiel im September von 8,4 Prozent im Vormonat auf 7,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

In der Coronakrise war die Arbeitslosenquote auf den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen gesprungen. Seither ist sie wieder spürbar gesunken. Sie liegt aber immer noch deutlich höher als vor der Krise.

Die Coronakrise hatte in den USA weite Teile des Wirtschaftslebens stillgelegt. Im April war die Arbeitslosenquote daher auf mehr als 14 Prozent geklettert. Im Mai fiel sie auf 13,3 Prozent, im Juni dann überraschend deutlich auf 11,1 Prozent. Im Juli lag die Quote bei 10,2 Prozent.

14.50 Uhr: Tourismus-Einbruch setzt sich in Spanien fort

Die Coronakrise setzt dem Tourismus in Spanien immer noch schwer zu.
Bild: Keystone

Im vom Reiseverkehr stark abhängigen Spanien hat sich der coronabedingte Einbruch des Tourismus fortgesetzt. Im August fiel die Zahl der ausländischen Besucher im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75,9 Prozent auf gut 2,4 Millionen, wie die spanische Statistikbehörde INE am Freitag mitteilte. Auf den Balearen mit Mallorca betrug der Rückgang demnach sogar 79,9 Prozent. Die Region empfing im August nur noch gut 450'000 ausländische Feriengäste.

Der Tourismus trägt in normalen Jahren mehr als 12 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei. Auf den Balearen und auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die spanische Tourismus-Branche schätzt, dass sie dieses Jahr wegen Corona Einkommenseinbussen von rund 90 Milliarden Euro erleiden wird.

14.07 Uhr: US-Vizepräsident Pence ist negativ

Nach Bekanntwerden der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist ein Test bei dessen Vize Mike Pence negativ ausgefallen. Pence werde seit Monaten täglich auf das Coronavirus getestet, erklärte sein Sprecher Devin O'Malley am Freitag auf Twitter. Der 61-Jährige sei guter Gesundheit. Auch der Test seiner Frau Karen sei negativ gewesen. Offen liess O'Malley, ob Pence und seine Ehefrau sich vorsorglich in Quarantäne begeben würden.

Pence müsste einspringen, sollte Trump seine Amtsgeschäfte nicht ausüben können. Der Leibarzt des Präsidenten hatte Freitagnacht mitgeteilt, dass er erwarte, dass Trump seinen Pflichten trotz der Infektion ohne Unterbrechung nachkommen könne. Allerdings ist Trump mit seinen 74 Jahren Risikopatient. Es war zunächst unklar, ob er Symptome zeigte.

Mike Pence würde als US-Vize für Donald Trump einspringen, falls dieser aufgrund seiner Covid-19-Erkrankung ausfallen würde. (Archiv)
Bild: Keystone

13.15 Uhr: In Deutschland wird weiterer Impfstoff geprüft

In Deutschland beginnt die klinische Überprüfung eines weiteren Corona-Impfstoffs. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut genehmigte einer Mitteilung vom Freitag zufolge die klinische Phase-I-Studie eines Impfstoffs der ostdeutschen IDT Biologika.

Nach der Genehmigung durch den Regulierer kann das von IDT Biologika zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelte Mittel auf Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht werden.

Die Studie soll mit 30 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 55 Jahren über die Bühne gehen. Diese sollen zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen erhalten. Ende des Jahres soll es dann eine breiter angelegte klinische Studie der Phase 2 auch mit älteren Menschen geben.

Ein weiterer Impfstoff geht in Deutschland in die klinische Erprobungsphase. (Symbolbild)
Bild: dpa

12.12 Uhr: 552 neue Ansteckungen innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 552 Coronavirus-Ansteckungen bei 11‘415 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden.  Das entspricht einer die Positivitätsrate von 4,8 Prozent. Sechs weitere Personen mussten in ein Spital eingewiesen werden. Es gab keinen neuen Todesfall, wie das BAG am Freitag mitteilte.

Am Donnerstag waren 550 neue Ansteckungen gemeldet worden, am Mittwoch 411 und am Dienstag 225. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 54'384 laborbestätigte Fälle.

Seit Anfang der Pandemie mussten 4'890 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb mit 1782 gleich wie am Donnerstag.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'391'498 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Gegenüber Donnerstag wurden dem BAG 11'415 neue Tests gemeldet. Bei 4,6 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Freitag nach Angaben des BAG 1'912 Personen in Isolation und 5454 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 11'117 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Neue Zahlen zum Coronavirus werden vom BAG erst am Montag veröffentlicht. Vor zwei Wochen hatte das BAG bekannt gegeben, dass es die neuen Zahlen nur noch von Montag bis Freitag mitteilt.

In der Schweiz wurden innert 24 Stunden 11‘415 Corona-Tests durchgeführt. 552 davon waren positiv. (Symbolbild)
Bild: Keystone

12.05 Uhr: Pandemie schlägt auf Italiens Staatsfinanzen 

Die Corona-Rezession hat auf die italienischen Staatsfinanzen durchgeschlagen. Die Neuverschuldung schnellte im ersten Halbjahr auf 10,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach oben, wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte das Defizit noch bei 3,2 Prozent gelegen. Für Italien sind das schlechte Nachrichten, ist es doch ohnehin schon eines der am höchsten verschuldete Industriestaaten weltweit. Der EU-Kommission zufolge dürfte der Schuldenberg in diesem Jahr auf 158,9 Prozent des BIP anwachsen. Die EU-Verträge sehen eigentlich eine Obergrenze von 60 Prozent vor.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone ist im Frühjahr im Rekordtempo von 13,0 Prozent eingebrochen. Damit fiel das Minus noch grösser aus als gedacht. Bisher war das Statistikamt von einem Rückgang von 12,8 Prozent ausgegangen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaftsleistung ist in diesem Zeitraum um 9,7 gesunken. Die EU-Kommission rechnet damit, dass das italienische BIP im Gesamtjahr um 11,2 Prozent schrumpfen wird, während die Regierung in Rom nur mit einem Minus von etwa neun Prozent rechnet.

11.06 Uhr: Schweizer Bierbrauer auf Durststrecke

Die Coronapandemie hinterlässt bei Schweizer Brauereien einen bitteren Nachgeschmack. Weil Restaurants, Bars und Konzerthallen lange Zeit geschlossen waren, haben sie im ersten Halbjahr deutlich weniger Bier verkauft als im Vorjahr. Die Lust auf das kühle Blonde war aber auch im Lockdown gross.

«Vor allem der Absatz in der Gastronomie dürfte im ersten Halbjahr um rund 40 Prozent zurückgegangen sein», sagte der Geschäftsführer des Schweizer Brauerei-Verbandes (SBV), Marcel Kreber, gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Am dramatischsten war der Einbruch laut Kreber im Monat April, in dem die Bierverkäufe in der Gastronomie um gut 80 Prozent abnahmen.

Auf den ersten Blick ist der vom SBV geschätzte Gesamtabsatz allerdings schwächer zurückgegangen, als aufgrund der ernüchternden Zahlen in der Gastronomiesparte eigentlich zu erwarten gewesen wäre: «Für das erste Halbjahr gehen wir von einem Absatzminus von mehr als 4 Prozent aus», sagte Kreber.

Das verdankt die Branche der Verkaufszunahme in den Läden. Gemäss Kreber nahm der Bierabsatz im Detailhandel zwischen Januar und Juni um etwa 12 Prozent zu. Viele Schweizer haben also auch während der Zeit des Lockdowns in den eigenen vier Wänden Bier getrunken.

Die Umsatzverluste während des Lockdowns können die Schweizer Bierbrauer in diesem Jahr wohl nicht mehr aufholen (Symbolbild)
Bild: Keystone

10.37 Uhr: Tessin verlängert Schutzmassnahmen

Die Tessiner Kantonsregierung hat die Corona-Schutzbestimmungen bis zum 19. Oktober verlängert. Die Situation sei stabil, es gebe nichts Neues, das eine Überprüfung der derzeit geltenden Massnahmen erfordere, teilte der Staatsrat am Freitag mit.

Damit bleiben namentlich das Verbot spontaner Zusammenkünfte von mehr als 30 Personen im öffentlichen Raum sowie die Begrenzung auf 100 Personen in Bars und Nachtclubs bestehen. Bestätigt hat der Staatsrat auch den Weiterbetrieb der vier Gesundheitskontrollpunkte.

Zudem wird die Bereitschaft in den Spitälern bis Ende November aufrecht erhalten, um die Kapazitäten bei einem möglichen Anstieg von Covid-19-Patienten zu garantieren.

Weiter forderte die Kantonsregierung die Tessiner Bevölkerung auf, die seit dem 1. Oktober geltenden Bestimmungen für die Durchführung von Anlässen mit über 1'000 Personen genauestens einzuhalten und generell in allen Situationen des täglichen Lebens weiterhin die behördlichen Anweisungen zu befolgen.

10.25 Uhr: Boris Johnson wünscht Trump schnelle Genesung

Der britische Premier Boris Johnson hat dem Corona-infizierten US-Präsidenten Donald Trump und der First Lady eine schnelle Genesung gewünscht. «Meine besten Wünsche für Präsident Trump und die First Lady. Ich hoffe, sie werden beide schnell wieder gesund», schrieb Johnson am Freitag auf Twitter.

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, dass er selbst und seine Frau positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Johnson war im Frühjahr selbst an Covid-19 erkrankt und musste zeitweise sogar auf der Intensivstation behandelt werden.

9.50 Uhr: Trumps Ansteckung beunruhigt Anleger

Der positive Corona-Test von US-Präsident Donald Trump schickt am Freitag die Börsen weltweit und auch in der Schweiz auf Talfahrt. Nur einen Monat vor den US-Präsidentschaftswahlen steige damit die Nervosität, heisst es einstimmig aus dem Handel.

Der Schweizer Leitindex SMI fällt gegen 09.15 Uhr um 0,73 Prozent auf 10'163,33 Punkte. In den ersten Handelsminuten war er zunächst bis auf 10'131 Zähler abgesackt. Der breite SPI verliert 0,64 Prozent auf 12'702,65 Punkte. Unter den 30 SLI-Titel stehen 25 Verlieren fünf Gewinner gegenüber.

Weltweit sorgen die Nachrichten für Unruhe an den Finanzmärkten. In Japan ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 am Freitag schwächer bei 23'029,90 Punkten aus dem Handel. Der deutsche Leitindex Dax tauchte um über ein Prozent, ebenso wie der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50.

Der Dollar legte nach dem Testergebnis zu. Zum Franken übersteigt er bei einem Stand von 0,9208 auch wieder die 0,92er Marke. Am Rohstoffmarkt gab der Ölpreis nach. Ein Barrel leichtes US-Öl verbilligte sich um 3,9 Prozent auf 37,22 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 39,40 Dollar 3,7 Prozent weniger. Der Ölpreis steuert damit auf ein Wochenminus von sechs Prozent in den USA beziehungsweise sieben Prozent bei Brent zu, das ist der zweite Wochenrückgang in Folge.

ein Händler an der New York Stock Exchange: Der positive Covid-19-Test bei US-Präsident Trump hat die Aktienkurse einbrechen lassen. (Symbolbild)
Bild: Keystone

9.38 Uhr: Passagierzahlen bei Ryanair sinken wieder stärker

Bei der Billigfluggesellschaft Ryanair haben sich die Passagierzahlen im September wieder stärker reduziert. Die Airline beförderte rund 5,1 Millionen Passagiere, das waren 64 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Ryanair am Freitag in Dublin mitteilte. Im August lag der Rückgang bei 53 Prozent. Im September habe etwa die Hälfte der üblich durchgeführten Flüge zu dieser Zeit stattgefunden. Die Auslastung liege bei 71 Prozent. Auch Ryanair streicht angesichts der Corona-Krise sein Flugangebot zusammen.

Billigflieger Ryanair bietet im Oktober nur rund 40 Prozent so viele Sitzplätze an wie 2019.
Bild: dpa

8.46 Uhr: Mehr neue Firmen gegründet

Trotz aller wirtschaftlicher Folgen der Coronakrise: Die Zahl der Firmenneugründungen ist in der Schweiz nicht etwa eingebrochen, sondern sogar auf ein Rekordniveau geklettert. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden über 33'600 neue Firmen gegründet – das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, meldet SRF unter Berufung auf das IFJ-Institut. Dabei sei bereits 2019 ein Rekordjahr gewesen. 

Wieso wagen viele in diesen unsicheren Zeiten den Schritt in die Selbstständigkeit? Das wollte SRF von Grégory Grin wissen, dem Direktor von Fri Up – einer Stelle des Kantons Freiburg, die Firmen in der Gründungsphase berät. Die Antwort der meisten künftigen Selbstständigen: Viele hätten sich bereits zuvor Gedanken über den Weg in die Selbstständigkeit gemacht. Während des Lockdowns hätten sie Zeit gehabt, darüber nachzudenken – und seien zum Schluss gelangt, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, es zu wagen.

Be Advanced im Kanton Bern, ebenfalls einer Beratungsstelle für Selbstständigwerdende, sei dieser Trend zu spüren, heisst es in dem Beitrag: Es gebe eine gesteigerte Nachfrage nach Beratungen, sagt Sprecherin Deborah Bass. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer würden sich dabei aber für ein Modell als «Teilzeit-Selbstständige» entscheiden, sprich: Ein fixes Standbein als Angestellter würden sie trotzdem beibehalten.

8.18 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder

Die absolut am stärksten betroffenen Länder – unterteilt nach Infizierten (inkl. Genesenen) und Toten; sowie Fälle je 100'000 Einwohner.
Grafik: dpa

7.12 Uhr: US-Präsident Trump und First Lady positiv getestet

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. «Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen», schrieb Trump in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) auf Twitter. Die USA befinden sich auf der Zielgeraden zur Wahl am 3. November, bei der sich Trump um eine zweite Amtszeit bewirbt.

Kurz zuvor hatte Trump bestätigt, dass seine enge Beraterin Hope Hicks positiv auf das Virus getestet wurde. Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks verbringt allerdings viel Zeit mit Trump und First Lady Melania.

4 Uhr: Mehrheit steht in der Schweiz hinter Corona-Politik

Trotz vereinzelter Kritik steht eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung hinter der Corona-Politik des Bundes. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» bei gut 15'000 Teilnehmenden hervor.

An der Universität Zürich gilt in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Korridoren, Lichthöfen, Toilettenanlagen, Aufzügen, Museen, Bibliotheken und Gastrobereichen Maskenpflicht.
Keystone

Demnach halten 53 Prozent der befragten Personen die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus für angemessen. Die Gruppe jener, die die Massnahmen zu streng oder eher zu streng finden, ist mit 21 Prozent etwa gleich gross wie jene Gruppe, die sich schärfere Massnahmen wünschen würde (24 Prozent).

«Wir sehen, dass die Corona-Skeptiker innerhalb der Bevölkerung eine laute, aber kleine Minderheit darstellen», sagte der Politologe Lucas Leemann, der die Umfrage zusammen mit Fabio Wasserfallen durchgeführt hat. Die Aufmerksamkeit, die die Skeptiker medial erhielten, stehe in keinem Verhältnis zu ihrer Relevanz.

Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, stösst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr auf breite Akzeptanz. Acht von zehn Personen stehen hinter dieser Massnahme. Während die SVP-Wählerschaft gegenüber der Maskenpflicht tendenziell kritischer eingestellt ist, unterstützten SP, Grüne und GLP diese Massnahme deutlich.

Auf breite Zustimmung über alle Altersgruppen und Parteigrenzen hinweg stösst auch die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlich zugänglichen Innenräumen. Kein Verständnis haben die Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben, dagegen für einen Maskenzwang am Arbeitsplatz. Nur gut jeder Vierte fände das sinnvoll.

3.19 Uhr: Beraterin Trumps mit Coronavirus infiziert

Die Trump-Beraterin Hope Hicks und Trumps Schwiegersohn und Chefberater Jared Kushner – beide ohne Gesichtsmasken – am Mittwoch auf dem Andrews Luftwaffenstützpunkt auf dem Weg zur Präsidentenmaschine Air Force One, in der Donald Trump wartet.
Keystone

Eine Beraterin von US-Präsident Donald Trump soll übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Hope Hicks sei noch am Dienstag mit Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One zur TV-Debatte nach Cleveland gereist und sei auch am Mittwoch mit ihm unterwegs gewesen, berichteten der TV-Sender ABC News, die Webseite «The Hill» und die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend (Ortszeit). Es gab zunächst keine Hinweise, dass sich der Präsident angesteckt hätte.

Ein Sprecher des Weissen Hauses bestätigte die Infektion auf Anfrage am Donnerstag (Ortszeit) nicht. Er teilte lediglich mit: «Der Präsident nimmt die Gesundheit und Sicherheit von sich selbst und allen, die für ihn und das amerikanische Volk arbeiten, sehr ernst.» Sowohl auf Reisen als auch im Weissen Haus würden die aktuellen Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC und bewährte Massnahmen zur Minderung des Risikos einer Ansteckung befolgt, ging aus dem Statement hervor.

Trump wartet nach eigenen Angaben auf das Ergebnis eines Coronatests für sich und First Lady Melania. Er bestätigte am Donnerstagabend (Ortszeit) im Interview mit Fox News, dass sich Hope Hicks mit dem Virus angesteckt hat. «Sie wurde positiv getestet», sagte Trump. «Wir verbringen viel Zeit mit ihr.» Trump erwarte, sein Ergebnis später am Abend oder Freitagmorgen zu bekommen. «In der Zwischenzeit werden wir unseren Quarantäne-Prozess beginnen», schrieb der 74-Jährige nach dem Interview auf Twitter.»

Im Umfeld des Präsidenten hat es bereits Corona-Infektionen gegeben. Anfang Mai war bekannt geworden, dass sich die Pressesprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, angesteckt hatte. Ende Juli wurde der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien positiv getestet.

Fotos von Mittwoch zeigen Hicks auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews ausserhalb des Präsidenten-Helikopters Marine One in unmittelbarer Nähe von Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner, beide trugen keinen Mund-Nase-Schutz. Trump war am Mittwoch nach Minnesota zu einem Wahlkampfauftritt gereist.

Die Coronapandemie ist in den USA noch immer nicht unter Kontrolle. Mehr als 7,2 Millionen Infektionen sind seit Beginn der Pandemie nachgewiesen worden. Mehr als 207'000 Menschen starben.

0.22 Uhr: 19'000 US-Mitarbeiter bei Amazon infiziert

15 von 1'000 Amazon-Mitarbeitern in den USA haben sich seit März mit Covid-19 infiziert, insgesamt 19'000 Menschen. (Symbolbild)
Keystone

Beim US-Onlinehändler Amazon haben sich in diesem Jahr rund 19'000 US-Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit dem Coronavirus infiziert. Dies seien knapp 1,5 Prozent der Beschäftigten in dem Bereich und in Amazons Lebensmittel-Läden «Whole Foods Market».

Die Zahl sei deutlich niedriger als erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Amazon war wiederholt aufgefordert worden, sich dazu zu äussern, wie viele seiner «frontline workers» in den USA sich mit dem Virus angesteckt hätten. Den Zählungen zufolge wurden zwischen dem 1. März und dem 19. September 19'816 der rund 1,372 Millionen Beschäftigten positiv getestet.

Amazon forderte andere Unternehmen auf, ebenfalls Daten dazu vorzulegen. Der Onlinehändler hat in der Virus-Krise versucht, seine Geschäfte nicht herunterzufahren, um die Kundennachfrage zu bedienen, die es während des Lockdowns mit vielfach geschlossenen Läden gab. Amazon hatte dabei auf verschiedene Massnahmen gesetzt, um seine Mitarbeiter zu schützen – unter anderem durch Temperaturchecks und den Einsatz von Software zum Einhalten von Abstandsregeln.

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