ItalienBankkonto von Meloni ausspioniert – Ermittlungen
SDA
11.10.2024 - 16:38
ARCHIV - Über einen Zeitraum von zwei Jahren habe der Mann aus Bari die Girokonten von etwa 3.500 Bankkunden ausgespäht, darunter die der Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa
Keystone
In Italien wird gegen einen Ex-Bankangestellten ermittelt, der die Bankkonten der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie weiterer hochrangiger Politiker ausspioniert haben soll.
Keystone-SDA
11.10.2024, 16:38
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Über einen Zeitraum von zwei Jahren habe der Mann aus Bari die Girokonten von etwa 3.500 Bankkunden ausgespäht, darunter die der Regierungschefin und einiger ihrer Minister, wie italienische Medien berichteten. Die Motive des Mannes seien noch unklar.
Der ungewöhnliche Zugriff auf die Konten fiel bei einer internen Kontrolle auf. Es wurde Verdacht geschöpft, nachdem die häufigen Kontoabfragen des Angestellten aufgefallen waren. Der Mann wurde entlassen, nun wird wegen missbräuchlichen Zugangs zu Computersystemen und versuchter Beschaffung von Informationen gegen ihn ermittelt. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und beschlagnahmte Smartphones und Computergeräte.
Auch Konto des Staatspräsidenten betroffen
In einigen Fällen soll der Mann zudem Kreditkartenabrechnungen ausspioniert haben. Aus Sicht der Ermittler ist vor allem dies schwerwiegend. Denn mithilfe der Abrechnungen war es ihm auch möglich, die Bewegungen der Politiker zu beobachten und zu rekonstruieren. Der Ex-Bankangestellte bestritt Medienberichten zufolge, Daten heruntergeladen zu haben.
Zu den ausgespähten Konten gehörten die von Melonis Schwester Arianna sowie ihres Ex-Partners Andrea Giambruno, wie Medien berichteten. Darunter sind demnach aber auch die des italienischen Senatspräsidenten, des Verteidigungsministers und des designierten EU-Kommissars Roberto Fitto, die alle Melonis Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) angehören.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt