Kapitol-Sturm

Kamala Harris kam versteckter Rohrbombe gefährlich nahe

dpa

1.2.2022 - 05:59

epa09701063 U.S. Vice President speaks to highlight investments made by the Bipartisan Infrastructure Law in wildfire preparedness and resilience in San Bernardino, California, USA, on 21 January 2022. The Forest Service this week said it will target millions of acres of grasslands and forests for prescribed burns and thinning to fight escalating wildfire risk across the United States. EPA/Eric Thayer / POOL
US-Vizepräsidentin Kamala Harris am 21. Januar 2022 in Kalifornien.
Bild: Keystone/EPA/Eric Thayer

Kamala Harris soll beim Angriff auf den Kongress in Washington  in grössere Gefahr geschwebt haben als bisher bekannt war. Laut CNN fuhr die damals angehende US-Vizepräsidentin mit ihrer Wagenkolonne nur wenige Meter entfernt von einem Sprengsatz vorbei.

dpa

1.2.2022 - 05:59

Die heutige Vize-Präsidentin Kamala Harris soll sich am Tag der Erstürmung des US-Kapitols einem Bericht zufolge in der Nähe einer Rohrbombe aufgehalten haben. Harris sei am 6. Januar 2021 mit ihrer Wagenkolonne nur wenige Meter entfernt von dem Sprengsatz vorbeigefahren, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf mehrere Sicherheitsbeamte. Die Rohrbombe war demnach unter einer Parkbank an der Nähe der demokratischen Parteizentrale in der US-Hauptstadt Washington versteckt gewesen.

Harris habe sich schliesslich rund zwei Stunden in der Parteizentrale aufgehalten. Dass Harris aus der Parteizentrale nach der Entdeckung der Bombe in Sicherheit gebracht wurde, war bereits zuvor bekannt. Ihre Nähe zur Bombe in der Wagenkolonne und die Dauer des Aufenthalts in der Zentrale sind CNN zufolge aber neu.

Harris war damals noch nicht als Vize-Präsidenten vereidigt, wurde aber bereits vom Secret Service geschützt. An dem Tag wurde auch ein Sprengsatz vor der Parteizentrale der Republikaner entdeckt. Beide Bomben wurden entschärft – unklar ist weiterhin, wer die Bomben dort platziert hatte. «Bei diesen Rohrbomben handelte es sich um funktionsfähige Sprengsätze, die hätten detonieren können, wodurch unschuldige Umstehende schwer verletzt oder getötet worden wären», teilte das FBI dazu im vergangenen September mit. Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar das US-Kapitol gestürmt.

dpa