Biden ruft Amerikaner zur Verteidigung der Demokratie auf

dpa

7.7.2021 - 04:48

Mehr als vier Monate nach der Erstürmung des US-Kapitols beschliesst das Repräsentantenhaus die Einsetzung einer Untersuchungskommission zu dem Angriff.
Am 6. Januar 2021 stürmten Trump-Anhänger das US-Kapitol in Washington. 
Bild: Keystone/Zum Press/Essdras M. Suarez

Sechs Monate nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner zur Verteidigung ihrer Demokratie aufgerufen. Die Attacke durch Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump sei eine «existenzielle Krise» gewesen

dpa

7.7.2021 - 04:48

Sechs Monate nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner zur Verteidigung ihrer Demokratie aufgerufen. Die Attacke durch Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump sei eine «existenzielle Krise» gewesen, hiess es in einer vom Weissen Haus am Dienstag (Ortszeit) verbreiteten Mitteilung Bidens. Obwohl die Attacke damals die Nation und die Welt schockiert habe, «können wir sechs Monate später eindeutig sagen, dass die Demokratie gesiegt hat – und dass wir alle weiter daran arbeiten müssen, sie zu schützen und zu bewahren». Dafür müsse Hass, Lügen und Extremismus die Stirn geboten werden.

Die Bundespolizei FBI teilte am Dienstag mit, im Zusammenhang mit dem Angriff seien mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Man ermutige die Öffentlichkeit, Tipps zu geben, um weitere Verdächtige zu identifizieren. Das FBI suche auch ein halbes Jahr nach dem Angriff noch nach Menschen, die beschuldigt würden, damals Polizisten angegriffen zu haben. Die Behörde veröffentlichte am Dienstag mehrere Videos von dem Angriff, auf denen Angriffe auf Sicherheitskräfte zu sehen sind, sowie Bilder von mutmasslichen Tätern.

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens im Senat wurde der Republikaner jedoch freigesprochen.

dpa