Grossbritannien laut Blinken engster US-Verbündeter

SDA

3.5.2021 - 19:34

US-Aussenminister Antony Blinken hat die Entscheidung zum Truppenabzug aus Afghanistan verteidigt. Foto: Mandel Mgan/Pool via AFP/dpa
US-Aussenminister Antony Blinken.
Mandel Mgan/Pool via AFP/dpa

Die USA und Grossbritannien haben vor Beginn eines Treffens der G7-Aussenminister die enge Beziehung ihrer Länder betont.

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3.5.2021 - 19:34

Die USA und Grossbritannien haben vor Beginn eines Treffens der G7-Aussenminister die enge Beziehung ihrer Länder betont. «Die Vereinigten Staaten haben keinen engeren Verbündeten und engeren Partner als das Vereinigte Königreich», sagte US-Aussenminister Antony Blinken bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem britischen Amtskollegen Dominic Raab am Montag in London. «Unsere besondere Beziehung geht weiter. Sie ist effektiv, sie ist dynamisch und sie liegt dem amerikanischen Volk am Herzen.»

In der britischen Hauptstadt dürfte dieses Bekenntnis gut ankommen: Nach dem Machtwechsel im Weissen Haus hatte man in Grossbritannien die Verschlechterung der traditionellen «Special Relationship» der beiden Staaten gefürchtet, da das Verhältnis zwischen dem britischen Premier Boris Johnson und dem neuen US-Präsidenten als vorbelastet gilt.

Johnson hatte sich bei den US-Demokraten keine Freunde gemacht, als er im Wahlkampf vor dem Brexit-Referendum 2016 Ex-Präsident Barack Obama in einem Zeitungsartikel unterstellte, wegen seiner kenianischen Wurzeln einen Groll gegen die ehemalige Kolonialmacht Grossbritannien zu hegen. Biden bezeichnete Johnson später als «physischen und emotionalen Klon» seines Amtsvorgängers Donald Trump.

Aussenminister Raab betonte am Montag, man stehe «Schulter an Schulter» und teile viele gemeinsame Werte und Interessen. Die USA und Grossbritannien arbeiteten ausserdem eng zusammen, wenn es darum gehe, Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen und Staaten zur Verantwortung zu ziehen – wie zuletzt etwa im Fall von China.

Die Aussenminister der G7-Staaten treffen sich in dieser Woche zum ersten Mal seit zwei Jahren zu persönlichen Beratungen. Dabei soll es um aktuelle Konflikte in Afghanistan, Myanmar oder der Ukraine, aber auch um zukünftige Ziele und Herausforderungen gehen.