Aussenpolitik

Cassis beendet Afrikareise mit erstmaligem Besuch in Gambia

sda/toko

13.2.2021 - 11:06

Aussenminister Ignazio Cassis auf Afrikareise — hier bei einem Schulbesuch im Konfliktgebiet in Mali.
Aussenminister Ignazio Cassis auf Afrikareise — hier bei einem Schulbesuch im Konfliktgebiet in Mali.
@ignaziocassis (Tweet)

Aussenminister Ignazio Cassis hat seine Afrikareise abgeschlossen. Die letzten Stationen waren der Senegal und – erstmals überhaupt – Gambia. Hauptziel der Reise war die Vorstellung der Prioritäten und Ziele der sogenannten Mena- sowie der Subsahara-Strategie, die der Bundesrat kürzlich verabschiedet hat.

Im Zentrum der Gespräche in Afrika standen die neuen Strategien, mit denen die Schweizer Aussenpolitik diplomatische, wirtschaftliche und entwicklungspolitische Instrumente in Nordafrika und der Subsahara besser auf einander abstimmen will.

Am Samstag führte Cassis in Gambia Gespräche mit Gambias Vizepräsidentin Isatou Touray und Innenminister Yankuba Sonko. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch eines Schweizer Aussenministers in diesem Land, wie das Aussendepartement EDA am Samstag mitteilte. Zum Abschluss seiner Reise besuchte Cassis das Institut für Tourismus und Gastgewerbe in Gambia sowie eine Gefängnisanlage in Banjul.

Zuvor hatte er anlässlich eines zweitägigen Besuchs im Senegal gemeinsam mit seiner senegalesischen Amtskollegin Aissata Tall Sall ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Kooperation beim Klimaschutz unterzeichnet. Beide Länder erklären sich bereit, gemeinsam auf einen verstärkten Klimaschutz hinzuarbeiten.

Besuch an Symbol für Sklavenhandel

In Dakar traf Cassis sich zudem mit dem senegalesischen Präsidenten Macky Sall. Im Zentrum der Gespräche standen die Prioritäten der neuen Subsahara-Afrika-Strategie 2021–2024 und das Engagement der Schweiz in den Bereichen Berufsbildung und Digitalisierung im Senegal. Cassis besucht auch die Insel Gorée, Symbol der Erinnerung an den Sklavenhandel. Auf dem Programm im Senegal standen auch Besuche bei Entwicklungsprojekten und Programmen mit Schweizer Beteiligung.

Vor Senegal hatte der Schweizer Aussenminister in Mali Station gemacht. Nebst Treffen mit staatlichen Spitzenvertretern und Besuchen bei von der Schweiz unterstützten Projekten gedachte Cassis dort der 2020 getöteten Schweizerin Beatrix Stöckli.



Erste Station zu Beginn der Reise war Algerien gewesen. Dort hatte er mit Premierminister Abdelaziz Djerad und Aussenminister Sabri Boukadoum Regionen-übergreifende Herausforderungen besprochen, wie Frieden und Sicherheit in der Sahelzone, Migration und Menschenrechte. Und auch das Schicksal eines verhafteten Korrespondenten kam zur Sprache.

Begleitet wurde Cassis auf seiner Reise von Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (Mitte/BL) und Nationalrat Nicolas Walder (Grüne/GE), beide Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats.

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sda/toko