Chiesa befürwortet Maskenpflicht im Freien für Ascona

sda

18.3.2021 - 07:02

Marco Chiesa, Parteipräsident der SVP, befürwortet eine Maskenpflicht im Freien, wie sie die Tessiner Gemeinde Ascona ergriffen hat. (Archivbild)
Keystone

SVP-Parteipräsident Marco Chiesa unterstützt die von Ascona TI beschlossene Maskenpflicht im Freien. Alle Massnahmen, die die Gesundheit schützten und gewisse Freiheiten zurückgäben, seien zu befürworten, sagte Chiesa in einem Interview mit dem Newsportal nau.ch.

sda

18.3.2021 - 07:02

Wenn über Ostern viele Menschen in Ascona das Leben geniessen wollten, könne eine zeitlich befristete Maskenpflicht im Freien Sinn machen. Dies allerdings nur dort, wo sich viele Menschen auf engem Raum befänden und den Abstand nicht einhalten könnten.

Er freue sich über Besucherinnen und Besucher aus der Deutschschweiz. In der ersten Welle hatte Chiesa noch vor solchen Besuchen gewarnt. Heute sei die Situation anders. Das Wissen über das Virus und die Schutzmassnahmen seien sehr viel besser.

Keine Überlastung der Spitäler mehr

Die SVP habe immer klar gesagt, dass sie die Corona-Massnahmen lockern wolle, aber unter strengen Schutzkonzepten. Das sei nun möglich, denn die Zahl der Kranken auf den Intensivstationen sei stark gesunken. Das Gesundheitswesen sei weit von einer Überlastung entfernt. Die Risiko-Gruppe seien zu grossen Teilen geimpft.

Die Schweiz könne sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Null-Risiko-Strategie leisten. Sie müsse lernen, mit dem Virus zu leben. Nach einem Jahr Pandemie sollten das nun möglich sein. Er nehme die Gefahr, die vom Virus ausgehe, unverändert sehr ernst.

Rasche Öffnungen in der Gastronomie

Lockerungen forderte Chiesa vor allem für die Gastronomie. Diese Branche habe unzählige Millionen in Schutzkonzepte investiert. Nun müsse sie seit Monaten als Sündenbock herhalten. Es brauche subito eine Öffnung, sonst blieben viele Restaurants und Bars für immer zu.

Bei Gross-Events ist Chiesa jedoch vorsichtiger als der Bundesrat. Lockerungen seien hier verfrüht. Veranstaltungen mit 150 Personen empfinde er aktuell als zu riskant. Ein solcher Schritt wäre gerade für das Contact Tracing eine sehr grosse Herausforderung.

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