Corona-Ticker

Zahl der Hospitalisationen fast verdoppelt +++ Qantas streicht Maskenpflicht auf ersten Flügen

dpa

21.6.2022 - 18:21

Menschen in Shanghai erleichtert über Lockdown-Ende

Menschen in Shanghai erleichtert über Lockdown-Ende

Ein Grossteil der 26 Millionen Einwohner von Chinas grösster Stadt Shanghai darf nach zwei Monaten Lockdown wieder vor die Tür. Viele Menschen sind erleichtert.

01.06.2022

Infektionen, Spitaleinweisungen, Todeszahlen: Innert einer Woche sind alle Kennzahlen in der Schweiz gestiegen. Eine neue Maskenpflicht im Herbst ist in Deutschland ein mögliches Szenario. Die Entwicklungen im Ticker. 

dpa

21.6.2022 - 18:21

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die G20-Staaten haben sich auf die Einrichtung eines Fonds zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien geeinigt.
  • Die australische Fluggesellschaft Qantas hat auf einigen internationalen Verbindungen die Maskenpflicht abgeschafft.
  • Die EU-Staaten haben unter Auflagen die Auszahlung der Mittel aus dem milliardenschweren Corona-Wiederaufbaufonds an Polen genehmigt.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat mit der Prüfung eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffes von Moderna begonnen.
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  • 18.19 Uhr
    G20 einigen sich auf permanenten Fonds zur Pandemiebekämpfung

    Die G20-Staaten haben sich auf die Einrichtung eines Fonds zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien geeinigt. Der Finanzvermittlungsfonds (FIF, Financial Intermediary Fund) unter Führung der Weltbank werde voraussichtlich gegen Ende des Monats nach einer Vorstandssitzung der Weltbank aktiv werden, sagte die indonesische Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati am Dienstagabend (Ortszeit) am Ende eines Treffens der G20-Finanz- und Gesundheitsminister in Yogyakarta. Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

    Einige Länder, darunter Deutschland, Indonesien und Singapur sowie die USA und die Europäische Union hätten bereits insgesamt 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) für den FIF zugesagt. «Ich bin sicher, das ist erst der Anfang», sagte die Ministerin. Denn die Pandemie sei noch nicht vorbei: In vielen Staaten, auch in Indonesien, nähmen die Infektionszahlen wieder zu.

    «Darüber hinaus unterstreichen die jüngsten Ausbrüche anderer Krankheiten auf der ganzen Welt die Bedeutung und Dringlichkeit unserer Arbeit, um besser auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein», betonte Indrawati. Da in Zukunft weitere Pandemien zu erwarten seien, schaue die ganze Welt auf die G20-Staaten und konkrete Massnahmen zur Pandemieprävention.

  • 15.44 Uhr
    Deutlich mehr Infektionen und Hospitalisationen

    Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz schnellen wieder nach oben. Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag 251 Spitaleinweisungen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innert einer Woche. Die Spitaleinweisungen nahmen damit im Vergleich zur Vorwoche um 91,6 Prozent zu.

    Innerhalb von sieben Tagen wurden zudem 24'704 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet und 11 neue Todesfälle. 

    Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 16'610 Neuinfektionen, 131 Spitaleintritte und 6 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 48,7 Prozent gestiegen.

    Aktuell befinden sich in den Spitälern 571 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 71 Prozent. 3,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    69,2 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 43,5 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

  • 21. Juni, 5.02 Uhr
    Qantas schafft auf einigen Flügen die Maskenpflicht ab

    Die australische Fluggesellschaft Qantas hat auf einigen internationalen Verbindungen die Maskenpflicht abgeschafft. Sowohl die Crew als auch die Passagiere müssten auf Flügen von New South Wales, Queensland und Western Australia in die USA, nach Grossbritannien und nach Rom ab sofort keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, zitierten australische Medien am Dienstag aus einem internen Schreiben des Unternehmens.

    Die Aufhebung der im Zuge der Corona-Pandemie eingeführten Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen sei der «angemessene nächste Schritt», weil weltweite Studien zeigten, dass das Übertragungsrisiko in der Kabine sehr gering sei, zitierte der Sender 9News aus dem Dokument. Qantas-Chef Alan Joyce hatte schon vor einigen Tagen gesagt, Australien müsse die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in den Maschinen beenden.

    Auf Flügen nach Australien, bei Inlandsflügen und allen Flügen aus Melbourne müssen Passagiere aber zunächst weiter Masken tragen. Auf den Flughäfen des Landes war die Maskenpflicht auf Empfehlung des australischen Hauptausschusses für den Gesundheitsschutz (AHPPC) bereits am vergangenen Wochenende aufgehoben worden.

    FILE - In this May 28, 2020, file photo, a passenger wears personal protective equipment on a Delta Airlines flight after landing in Minneapolis, United States of America. The European Union Aviation Safety Agency said Wednesday that from next week onward it is no longer recommending the use of medical masks at airports and on planes due to the coronavirus. (AP Photo/John Minchillo, File)
    Auf Qantas-Flügen in die USA, nach Grossbritannien und nach Rom müssen keine Masken mehr getragen werden. (Symbolbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/John Minchillo,
  • 19.49 Uhr
    Bidens Sicherheitsberater Sullivan positiv auf Covid-19 getestet

    Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, ist am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Weisse Haus mit.

    Sullivan habe Anfang der Woche Kontakt mit Biden gehabt, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter, der seinen Namen nicht genannt wissen wollte. Normalerweise sehe er oft den Präsidenten. Die vergangenen Tage habe er aber Abstand gehalten, nachdem einige Leute in seiner Umgebung positiv auf Covid-19 getestet worden seien.

    Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Adrienne Watson, sagte, Sullivan sei «asymptomatisch und er hatte keinen engen Kontakt mit dem Präsidenten».

  • 19. Juni, 15.33 Uhr
    FDA-Berater empfehlen Corona-Impfstoffe für kleinere Kinder

    Corona-Impfungen für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren? Die US-Arzneimittelbehörde FDA spricht sich klar dafür aus. Bundesgesundheitsminister Lauterbach spricht von einer «guten Nachricht für Eltern».

    Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen.

    Sowohl der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer als auch das Präparat von Moderna könnten dafür zum Einsatz kommen, urteilte das Gremium nach stundenlanger Diskussion jeweils einstimmig.

    Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschliessen. Damit könnte es mit den Impfungen gegen das Coronavirus in dieser Altersgruppe in den USA demnächst losgehen. Von der US-Regierung hatte es vor einigen Tagen geheissen, das ab dem 21. Juni damit gerechnet werde.

    Derzeit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen.
    Bild: dpa
  • 20.24 Uhr
    EU-Staaten genehmigen Auszahlung von Corona-Hilfen an Polen unter Auflagen

    Die EU-Staaten haben unter Auflagen die Auszahlung der Mittel aus dem milliardenschweren Corona-Wiederaufbaufonds an Polen genehmigt. Die Finanzminister der Mitgliedstaaten stimmten am Freitag bei einem Treffen in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Die Regierung in Warschau sei «sehr wichtige Verpflichtungen zur Unabhängigkeit der Justiz» eingegangen, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Diese müssten nun «vor jeder Zahlung» eingehalten werden.

    Brüssel wirft der polnischen Regierung seit Jahren vor, mit Justizreformen die Unabhängigkeit der Gericht zu untergraben. Deshalb hatte die Kommission die im Wiederaufbaufonds vorgesehenen Milliardenhilfen für Warschau zurückgehalten. Im Mai gab Warschau dann bekannt, eine Einigung mit der EU erzielt zu haben. Anfang Juni schlug Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor, die Mittel unter Auflagen freizugeben.

    Demnach muss Polen drei Bedingungen erfüllen: Eine Disziplinarkammer für Richter des Obersten Gerichtshof muss aufgelöst, das Disziplinarsystem für Richter und Staatsanwälte reformiert und bereits sanktionierten Justiziaren die Möglichkeit eingeräumt werden, ihren Fall erneut prüfen zu lassen. Die Auflösung der umstrittenen Disziplinarkammer hat Warschau bereits umgesetzt.

  • 19.47 Uhr
    EU-Arzneimittelbehörde prüft Moderna-Impstoff gegen Omikron-Variante

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat mit der Prüfung eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffes von Moderna begonnen. Der überarbeitete Impfstoff des US-Herstellers «zielt auf zwei Stämme von SARS-CoV-2 ab, in diesem Fall auf den ursprünglichen Stamm und die bedenkliche Omikron-Variante», teilte die EMA am Freitag in einer Erklärung mit.

    Es ist bereits der zweite angepasste Impfstoff, dessen Prüfung die Europäische Arzneimittelagentur in dieser Woche ankündigte. Am Mittwoch hatte die Amsterdamer Behörde mit der Prüfung eines Vakzins von BioNTech/Pfizer begonnen. Die beiden Unternehmen erklärten, ihr angepasster Impfstoff ziele auf «Omikron und dessen Untervarianten» ab.

    Der parallel zur Entwicklung laufende Prüfprozess des Moderna-Impfstoffes wird den Angaben zufolge fortgesetzt, bis genügend Daten für einen formellen Antrag auf Zulassung und Vermarktung in der EU vorliegen. Der Impfstoff ist in Europa unter dem Namen «Spikevax» bekannt.

  • 15.32 Uhr
    Booster für Auslandreisende kostet in Basel-Stadt 60 Franken

    Der Kanton Basel-Stadt bietet ab dem 22. Juni zweite Booster-Impfungen für Auslandreisende an. Interessierte können ab sofort auf der Webseite des Kantons einen Termin buchen oder die Walk-in-Zeiten des Impfzentrums nutzen.

    Gedacht ist die zweite Auffrischimpfung für Reisende, deren Covid-Zertifikat abgelaufen ist. Wer eine zweite Booster-Impfung gegen das Coronavirus spritzen lassen will, muss die Kosten von 60 Franken selber bezahlen.

    Für die breite Bevölkerung braucht es nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) derzeit keine weitere Booster-Impfung. (Archivbild)
    Basel-Stadt bietet ab Mittwoch den zweiten Booster an. Dieser muss selbst bezahlt werden und kostet 60 Franken. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Gaetan Bally

    Zugelassen sind Personen ab zwölf Jahren, die die erste Booster-Impfung vor mindestens vier Monaten erhalten haben, wie das Basler Gesundheitsdepartement Basel-Stadt am Freitag mitteilte. Die Impfungen werden vorerst nur im Impfzentrum des Kantons beim Messeplatz mit den Impfstoffen von Pfizer und Moderna angeboten.

    Die zweite Auffrischimpfung erfolgt ausserhalb der Zulassung von Swissmedic, ohne Empfehlung der zuständigen Stellen beim Bund und ist deshalb off-label.

    Empfohlene und zugelassene Impfungen bleiben hingegen weiterhin kostenlos. 

  • 12.14 Uhr
    Zahlreiche Positiv-Fälle: Corona-Sommerwelle trifft den Velosport

    Zwei Wochen vor dem Start der Tour de France macht dem Velosport die Corona-Sommerwelle schwer zu schaffen. Bei der Tour de Suisse mussten am Freitag reihenweise Fahrer wegen eines positiven Tests das Rennen beenden, darunter auch der russische Gesamterste Alexander Wlassow aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Team. 

    Ebenfalls nicht mehr am Start ist der Schweizer Marc Hirschi. Der Berner liefert einen positiven Corona-Test ab und wird wie sein Landsmann und Zimmerkollege Joel Suter aus dem Rennen genommen.

    Das UAE-Team sowie die Mannschaften Bahrain Victorious und Alpecin-Fenix zogen wegen mehrerer Fälle gar komplett ihre Mannschaften zurück, nachdem am Vortag bereits das niederländische Jumbo-Visma-Team ausgestiegen war. Insgesamt 29 Fahrer traten zur sechsten Etappe nicht mehr an, trotzdem wird die Rundfahrt fortgesetzt.

    Aleksandr Vlasov from Russia of Bora-Hansgrohe reacts as he takes the win during the fifth stage, a 193 km race from Ambri to Novazzano, at the 85th Tour de Suisse UCI ProTour cycling race, on Thursday, June 16, 2022. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Gesamterster Alexander Wlassow aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Team bei seinem Etappensieg am Donnerstag. Am Freitag musste er die Tour de Suisse wegen einem positiven Coronatest beenden. 
    KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

    Die Corona-Welle kommt für die Radsport-Teams zur Unzeit. Bereits am 1. Juli startet in Kopenhagen die 109. Tour de France.

  • 10.56 Uhr
    Thailand lockert Einreiseregeln deutlich – Maskenpflicht endet

    Reisende nach Thailand müssen vom 1. Juli an bei der Ankunft nur noch einen Impfausweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Die bisher nötige Online-Registrierung für den sogenannten «Thailand Pass» zur Einreise wird aufgehoben.

    Auch eine Versicherung für den Fall einer Covid-Erkrankung ist nicht mehr erforderlich. Zudem wird die Maskenpflicht im Freien abgeschafft und soll nur noch für grosse Menschenansammlungen gelten. Die Lockerungen wurden am Freitag nach einer Sitzung des Covid-Krisenzentrums CCSA bekannt gegeben.

    epa10000022 Tourists visit the Grand Palace in Bangkok, Thailand, 07 June 2022. Thailand's landmarks and tourist hotspots are starting to receive more visitors after the Thai government relaxed COVID-19 restrictions on 01 June 2022 by lifting all quarantine mandates for international travelers, although visitors are still required to register for the 'Thailand Pass' in order to enter the country. The Tourism Authority of Thailand (TAT) expects the relaxing of COVID-19 measures will help see an increase in the arrival of foreign tourists from 20,000 to 500,000 per month, and considerably more once the Thailand Pass registration scheme is ended. EPA/DIEGO AZUBEL
    Momentan gilt in Thailand im Freien, wie hier Bangkok am 7. Juni, die Maskenpflicht. Sie wird am 1. Juli abgeschafft.
    KEYSTONE/EPA/DIEGO AZUBEL

    Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen stetig gesunken. Am Freitag meldeten die Gesundheitsbehörden rund 1900 neue Fälle und 19 Todesopfer in Verbindung mit Covid-19. Deshalb dürfen ab Juli auch Bars und Vergnügungsstätten wieder bis zwei Uhr morgens öffnen statt wie bisher nur bis Mitternacht.

  • 17. Juni, 9.08 Uhr
    Deutschland erwägt neue Maskenpflicht ab Oktober

    Die deutsche Bundesregierung erwägt laut einem Bericht der «Welt am Sonntag» zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Herbst eine neue, generelle Maskenpflicht ab Oktober. Im Gespräch sei eine sogenannte «O-O-Regel», hiess es unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen. Diese «Oktober bis Ostern-Regel» ist bislang vor allem als Empfehlung bekannt, für diesen Zeitraum Autos mit Winterreifen auszurüsten.

    Die neue Maskenpflicht könnte dem Bericht zufolge weiterhin wie bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen gelten, zusätzlich aber auch wieder im Einzelhandel und der Gastronomie. Eine Ausweitung auch auf Schulen sei noch offen, hiess es.

    Aus dem Kanzleramt hiess es laut «WamS» dazu, eine solche Ausweitung der Maskenpflicht werde als eine von mehreren möglichen Regelungen für die anstehende Novellierung des Infektionsschutzgesetzes in Erwägung gezogen. Zunächst solle aber wie in der Koalition vereinbart der Ende Juni erwartete Expertenbericht zu Wirksamkeit und Risiken bisheriger Corona-Schutzmassnahmen abgewartet werden.

    22.11.2021, Schleswig-Holstein, Neumünster: Eine Frau geht mit einem Mund-Nasen-Schutz an einem Schild vorbei, das auf die Pflicht zum Tragen einer Maske für Fußgängerinnen und Fußgänge hinweist. In der Innenstadt von Neumünster gilt seit dem 22. November 2021 wieder eine Maskenpflicht. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Axel Heimken)
    Eine Frau geht im November 2021 in Neumünster mit einem Mund-Nasen-Schutz an einem Schild vorbei, das auf die Pflicht zum Tragen einer Maske für Fussgänger*innen hinweist. (Symbolbild)
    KEYSTONE/DPA/Axel Heimken
  • 20.16 Uhr
    Verträge mit Moderna und Pfizer/Biontech müssen neu ausgehandelt werden

    Der Ständerat hat sich bei der Impfstoffbeschaffung für das Jahr 2023 durchgesetzt. Der Verpflichtungskredit wird auf Antrag der Einigungskonferenz gekürzt. Damit müssen die Verträge mit Moderna und Pfizer/Biontech für Millionen von Impfdosen neu ausgehandelt werden.

    Der Nationalrat lehnte den tieferen Verpflichtungskredit zwar mit 100 zu 86 Stimmen bei 6 Enthaltungen erneut ab. Da sich bei Uneinigkeit gemäss den Budgetierungsregeln jedoch die kostengünstigere Lösung durchsetzt, obsiegte der Ständerat. Mit dem Entscheid wird der Verpflichtungskredit von 780 auf 560 Millionen Franken gekürzt. Wie viele Impfdosen der Bund für das nächste Jahr beschaffen kann, ist unklar.

  • 19.23 Uhr
    Anteil von Omikron-Variante BA.5 in Deutschland mehr als verdoppelt

    Die Ausbreitung der Omikron-Variante BA.5 des Coronavirus in Deutschland setzt sich mit hoher Geschwindigkeit fort. Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in seinem Wochenbericht mitteilte, machte sie zuletzt 23,7 Prozent aller Fälle aus. Dies ist binnen einer Woche mehr als eine Verdoppelung. In der Vorwoche hatte der Anteil nach aktualisierten Daten bei 11,5 Prozent gelegen.

    Bei der Variante BA.4 betrug der Anteil laut RKI-Bericht in der 22. Kalenderwoche 4,2 Prozent. In der Vorwoche waren es demnach 2,2 Prozent gewesen. Die Verbreitung beider Varianten könne zu dem derzeit beobachteten «Wiederanstieg der Infektionszahlen beitragen».

    Das starke Wachstum von BA.5, aber auch BA.4. lasse darauf schliessen, «dass diese Varianten in wenigen Wochen die Mehrzahl der Nachweise mittels Genomsequenzierung in der Stichprobe ausmachen», erklärte das RKI in dem Wochenbericht. Der geringere Anteil schwerer Erkrankungen und eine niedrigere Zahl der mit Covid19 in Verbindung gebrachten Todesfälle seien auf die zunehmende Grundimmunität zurückzuführen sowie auf einen grundsätzlich geringeren Anteil schwerer Verläufe durch die Omikron-Variante.

    Der weitere Verlauf der Pandemie hänge «wesentlich vom Verhalten der Bevölkerung ab», erklärte das RKI. Vor dem Hintergrund wieder steigender Inzidenzen und einer erwarteten Zunahme durch die stärkere Ausbreitung von BA.4 und BA.5 «sollten die Empfehlungen zur Infektionsvermeidung verstärkt eingehalten werden».

  • 15.26 Uhr
    Corona-Zahlen in Dänemark steigen wieder

    Nach monatelanger Beruhigung der Corona-Lage steigen die Infektionszahlen in Dänemark wieder recht deutlich an. Besonders wegen der Ausbreitung der neuen Omikron-Untervariante BA.5 nahm die zuletzt sehr niedrige Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche von 3805 auf 5830 zu. Das entsprach einem wöchentlichen Zuwachs um 53 Prozent und der zweiten Woche in Folge mit steigender Tendenz, wie am Donnerstag aus dem jüngsten Tendenzbericht des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging. Damit lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Woche vom 6. bis 12. Juni bei 99.

    BA.5 machte dabei etwa 29 Prozent aller sequenzierten Analysen aus. Bis Mitte Mai hatte dieser Wert noch weniger als 1 Prozent betragen. Das SSI erwartet nach Angaben der fachlichen Direktorin Tyra Grove Krause, dass die Untervariante auf dem Weg Richtung Sommerferien zur dominierenden Variante im nördlichsten deutschen Nachbarland wird.

  • 14.51 Uhr
    FDA-Berater empfehlen Corona-Impfstoffe für Kleinkinder

    Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen. Sowohl der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer als auch das Präparat von Moderna könnten dafür zum Einsatz kommen, urteilte das Gremium am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion jeweils einstimmig.

    Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschliessen. Damit könnte es mit den Impfungen gegen das Coronavirus in dieser Altersgruppe in den USA demnächst losgehen. Von der US-Regierung hatte es vor einigen Tagen geheissen, das ab dem 21. Juni damit gerechnet werde.

    FILE - A vial of the Moderna COVID-19 vaccine is displayed on a counter at a pharmacy in Portland, Ore. on Dec. 27, 2021. A government advisory panel met Tuesday, June 14, 2022, to decide whether to recommend a second brand of COVID-19 vaccine for school-age children and teens. The Food and Drug Administration's outside experts will vote on whether Moderna's vaccine is safe and effective enough to give kids ages 6 to 17. If the panel endorses the shot and the FDA agrees, it would become the second option for those children, joining Pfizer's vaccine.(AP Photo/Jenny Kane, File)
    In den USA sollen künftig auch Kleinkinder gegen das Coronavirus geimpft werden. Berater der US-Arzneimittelbehörde haben sich am Mittwoch dafür ausgesprochen. 
    KEYSTONE/AP Photo/Jenny Kane, File

    Derzeit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna für Menschen ab 18 Jahren. Bereits am Dienstag hatte sich das FDA-Beratergremium aber dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Moderna auch für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zuzulassen.

    In der EU ist derzeit noch kein Corona-Impfstoff für sehr junge Kinder zugelassen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam prüft zur Zeit, ob der Impfstoff des Herstellers Moderna (Spikevax) auch für Kinder unter sechs Jahre zugelassen werden kann. Für den Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer hat eine solche Prüfung noch nicht begonnen. Die Hersteller haben bisher nach Angaben der EMA keinen entsprechenden Antrag auf Erweiterung der Zulassung gestellt.

  • 12.55 Uhr
    Neuseeland schafft Corona-Tests vor Einreise ab

    Neuseeland-Reisende müssen ab kommender Woche keinen negativen Corona-Test mehr bei der Einreise vorlegen. Die Regel entfalle ab dem 20. Juni, einen Monat früher als geplant, teilte die Regierung am Donnerstag mit.

    «Wir haben bei der Wiedereröffnung unserer Grenzen einen sorgfältigen und schrittweisen Ansatz gewählt», sagte die für den Kampf gegen Covid-19 zuständige Ministerin Ayesha Verrall. «Unsere Strategie hat funktioniert, und daher ist es sicher, die Testanforderungen vor der Abreise viel früher aufzuheben als geplant.»

    Besucher müssen aber weiter einen Selbsttest nach der Ankunft durchführen sowie einen weiteren am fünften Tag des Aufenthalts. Bereits seit Anfang Mai dürfen Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) in den Pazifikstaat einreisen, darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 31. Juli öffnet Neuseeland dann seine Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt - zwei Monate früher als zunächst geplant.

    Das Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als 1,2 Millionen Fälle verzeichnet.

    New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern speaks to reporters outside of the West Wing of the White House in Washington, Tuesday, May 31, 2022, following her meeting with President Joe Biden. (AP Photo/Susan Walsh)
    Die neuseeländische Regierung rund um Premierministerin Jacinda Ardem hat entschieden, dass keinen negativen Corona-Test mehr für die Einreise nach Neuseeland nötig ist. (Archivbild) 
    KEYSTONE/AP Photo/Susan Walsh
  • 16. Juni, 12.01 Uhr
    Tour de Suisse-Team zieht sich wegen Coronafall zurück

    Wegen Corona hat das Rad-Team Jumbo-Visma von der Tour de Suisse zurückgezogen. Dies gab die niederländische Equipe vor dem Start der fünften Etappe am Donnerstag bekannt. «Grund dafür ist, dass sich trotz aller Vorsichtsmassnahmen erneut Corona in das Team eingeschlichen hat», hiess es in einer Mitteilung. Wer sich von den sieben an der Rundfahrt teilnehmenden Profis infiziert hat, wurde nicht bekanntgegeben.

    Bestplatzierter Fahrer für Jumbo-Visma war der Amerikaner Sepp Kuss, der als Siebter der Gesamtwertung zehn Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Stephen Williams aus Grossbritannien hatte. Die fünfte Etappe führt das Fahrerfeld über 190,1 Kilometer von Ambri nach Novazzano. Die Tour de Suisse endet am Sonntag mit dem Einzelzeitfahren in Vaduz.

    epa09994568 Dutch rider Tom Dumoulin (2-L) of Team Jumbo-Visma in action during the RSM-Wealer Ronde cycling criterium in Maastricht, Netherlands, 03 June 2022. Dumoulin will end his career after the current season. EPA/ROB ENGELAAR
    Das Team Jumbo-Visma zieht sich von er Tour de Suisse zurück. (Archivbild) 
    KEYSTONE/EPA/ROB ENGELAAR
  • 21.26 Uhr
    Biden-Berater Anthony Fauci mit Coronavirus infiziert

    Der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Bei dem 81-Jährigen fiel am Mittwoch ein Schnelltest positiv aus, wie das von Fauci geleitete Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) mitteilte. «Er ist vollständig geimpft und wurde zweimal geboostert», fügte das Institut hinzu. «Er hat derzeit nur milde Symptome.»

    Demnach hatte Fauci zuletzt keinen engen Kontakt mit US-Präsident Joe Biden oder anderen hohen Regierungsvertretern. Der angesehene Immunologe wird sich nun zu Hause isolieren und von dort aus arbeiten.

    Biden hatte Fauci nach seinem Einzug ins Weisse Haus im Januar 2021 zu seinem «obersten medizinischen Berater» im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemacht. Der Mediziner und Forscher hatte schon unter Bidens Vorgänger Donald Trump dem Corona-Krisenstab der Regierung angehört.

    Anthony Fauci ist einer der wichtigsten Corona-Berater der US-Regierung.
    Mit seiner grossen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Pandemie erwarb sich Anthony Fauci sich in der Öffentlichkeit grosse Anerkennung und wurde regelrecht zu einer Kultfigur. Zugleich zog er sich immer wieder den Unmut Trumps zu, der die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit kleinredete.
    Archivbild: Shawn Thew/POOL EPA/AP/dpa
  • 21.19 Uhr
    Italien hält Maskenpflicht in Zügen und Krankenhäusern aufrecht

    Italien hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Maskenpflicht in Zügen, Bussen und Bahnen bis Ende September verlängert. Die italienische Regierung beschloss am Mittwoch ein Gesetzesdekret, durch das das Tragen einer FFP2-Maske in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Seniorenheimen verpflichtend bleibt. In Flugzeugen und Freizeiteinrichtungen fällt die Maskenpflicht dagegen.

    Unter anderem muss in Schulen und Kinos keine Mund-Nase-Bedeckung mehr getragen werden. Italien war im Februar 2020 das erste europäische Land, das hart vom Coronavirus getroffen wurde - und gehörte seither zu den Staaten mit den striktesten Massnahmen. Am Mittwoch wurden in Italien fast 32’000 neue Corona-Fälle und 48 Tote gemeldet. Damit sind im Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 168’000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

    Passanten mit Mund-Nasen-Bedeckungen spazieren in Rom. Italiens Regierung hat die Schutzmassnahmen während der Corona-Pandemie weiter verschärft. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
    Passanten mit Mund-Nasen-Bedeckungen spazieren in Rom. 
    Archivbild: Keystone/AP/Andrew Medichini
  • 18.51 Uhr
    Roche erhält FDA-Notzulassung für Corona-PCR-Test

    Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Corona-PCR-Test «cobas SARS-CoV-2 Duo» eine Notfallzulassung (EUA) erhalten. Es handelt sich um den ersten nasalen PCR-Test, der zeitgleich eine Coviderkrankung und die Viruslast nachweist.

    Der Test könne auf den vollautomatischen Cobas 6800/8800 Systemen von Roche verwendet werden und sei in den USA noch in diesem Quartal verfügbar, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Dabei hilft die Viruslast bei der Beurteilung und Überwachung infizierter Patienten.

  • 16 Uhr
    Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt deutlich

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist auch in Österreich stark gestiegen. Am Mittwoch wurden nach amtlichen Angaben 6900 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, eine Verdoppelung gegenüber der Zahl vor einer Woche.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100'000 Einwohner kletterte binnen 24 Stunden von 300 auf 340 Fälle. Nach Einschätzung einer Fachkommission könnte bereits im Juli oder August eine neue Corona-Welle drohen.

    In ihrem Bericht, der der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorlag, wird auf die Omikron-Subvariante BA.5 verwiesen, die aktuell in Portugal eine Welle verursache: «In Österreich sehen wir eine nahezu wöchentliche Verdoppelung der Anteile von BA.5/BA.4 bei den Neuinfektionen», heisst es dazu in dem Dokument der von der Regierung eingesetzten Kommission. Die Folgen für die Lage in den Spitälern seien aber noch unklar.

    Eine Studentin lässt sich zu Beginn einer Lehrveranstaltung der WU-Wien im Austria Center Vienna testen. Mehr als die Hälfte der aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Foto: Roland Schlager/APA/dpa
    Eine Studentin lässt sich in Wien auf Corona testen. (Archiv)
    Bild:Keystone/APA/Roland Schlager
  • 11.20 Uhr 
    Swissmedic lässt Covid-19-Medikament für zwei Jahre zu

    Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat das Covid-19-Medikament Paxlovid auf zwei Jahre befristet zugelassen. Die zwei Tabletten mit zwei Wirkstoffen durften bereits verschrieben werden. Sie sind für erwachsene Covid-19-Patientinnen und -Patienten.

    Hersteller ist das US-Pharmaunternehmen Pfizer, wie Swissmedic am Mittwoch mitteilte. Das Institut prüfte das Zulassungsgesuch in der rollenden Begutachtung, in welcher Pfizer die erforderlichen Daten laufend erhoben und weitergeleitet hatte.

    Paxlovid ist für erwachsene Kranke, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr oder einen Spitalaufenthalt brauchen, aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben. Die Behandlung sollte so rasch wie möglich nach der Diagnose und innerhalb von fünf Tagen nach dem Auftauchen von Symptomen erfolgen. Sie dauert fünf Tage.

    Paxlovid besteht aus den beiden Wirkstoffen Nirmatrelvir und Ritonavir, die als zwei Tabletten verabreicht werden. Sie wirken antiviral. Nach Swissmedic-Angaben ist Nirmatrelvir ein neuartiger Wirkstoff, der ein Enzym des Coronavirus hemmen soll, das wichtig für dessen Vermehrung ist.

    Mit Paxlovid sind in der Schweiz sechs Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen befristet oder unbefristet zugelassen.

    Das in Deutschland schon eingesetzte Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
    Das in Deutschland schon eingesetzte Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
    Fabian Sommer/dpa
  • 11.12 Uhr 
    Virologe: Public Viewings bei Fussball-WM werden Orte für Corona-Ausbrüche

    Der deutsche Virologe Hendrik Streeck blickt zunehmend mit Sorge auf die Fernseh-Live-Übertragungen der Fussball-Weltmeisterschaft aus Katar im kommenden Winter. «Dadurch kreieren wir gegebenenfalls auch wieder grössere Ausbrüche, oder es kann auch zu einem Superspreading-Event kommen, und darauf muss man sich vorbereiten», sagte Streeck dem «Nachtjournal» des Fernsehsenders RTL. Grund dafür sei, dass das Public Viewing aufgrund der ungewöhnlichen Jahreszeit in Innenräumen, und nicht wie sonst üblich draussen stattfinden wird.

    Eine Hilfe könnte dann wieder das Tragen von Schutzmasken sein. «Wir wissen, dass die Maske funktioniert und dass die Maske einen Schutz gibt», sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Bonn. Aber vor allem müsse man die Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen besser schützen. Dazu gehören gute Hygienekonzepte, aber auch eine vierte Impfung für die Risikogruppen. Jüngere bräuchten diese im Moment aber nicht, für sie reiche eine Dreifach-Impfung.

    Swiss soccer fans react during the live broadcast of the UEFA EURO 2020 soccer match between Spain and Switzerland at the Amboss Rampe in Zurich, Switzerland, Friday, 2. July 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza).
    Fussball-Fans feiern gemeinsam bei der der letzten Europameisterschaft im Juli 2021 in Zürich. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.07 Uhr
    Urner Landrat streitet über Corona-Bonus für Spitalpersonal

    Die Mitarbeitenden des Urner Kantonsspitals (KSU) erhalten für ihr Engagement während der Pandemie einen Bonus vom Kanton. Der Landrat hat dafür am Mittwoch insgesamt 385'000 Franken bewilligt, allerdings gab es Kritik, dass Gesundheitspersonal ausserhalb des Spitals leer ausgehe.

    Die Rechnung 2021 des KSU schliesst mit einem Gewinn von 770'000 Franken. Überschreitet das Eigenkapital einen Fünftel des Jahresumsatzes, so wird ein allfälliger Gewinn je zur Hälfte dem Kanton und dem KSU zugeteilt. Der Urner Regierungsrat schlug vor, die fälligen 385'000 Franken als Bonus an die KSU-Mitarbeitenden auszuschütten.

    Ganz dagegen war Hansueli Gisler (SVP). Er nannte es «inakzeptabel», Geld, das in die Kantonskasse gehöre, an eine von vielen betroffenen Institutionen zu verteilen. Auch Lehrpersonen, Aussendienstler oder die Reinigungsbranche hätten wegen Corona viel auf sich nehmen müssen. Sie würden vom Kanton nicht beschenkt.

    Auch Helen Furrer (CVP) bemängelte die Beschränkung auf das Spitalpersonal, hatte aber eine andere Lösung parat. Sie beantragte, dass auch Lungenliga und Spitex Geld erhielten. Profitieren sollen sämtliche Institutionen, die mit dem Kanton Leistungsvereinbarungen oder von ihm direkte Aufträge zur Pandemiebekämpfung hatten.

    Die Mitarbeitenden des Kantonsspitals Uri erhalten für ihren Einsatz während der Pandemie vom Kanton eine Sonderprämie. (Archivbild)
    Die Mitarbeitenden des Kantonsspitals Uri erhalten für ihren Einsatz während der Pandemie vom Kanton eine Sonderprämie. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.08 Uhr 
    Chinas Wirtschaft erholt sich im Mai leicht

    Nach Belastungen durch die harten Corona-Massnahmen hat sich die chinesische Wirtschaft im Mai leicht erholt. Wie das Pekinger Statistikamt am Mittwoch mitteilte, stieg die Industrieproduktion im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent, nachdem sie im April um 2,9 Prozent zurückgegangen war.

    Auch die Konsumausgaben stiegen im Vergleich zum April leicht an, lagen aber noch niedriger als vor einem Jahr. Die chinesische Wirtschaft war wegen der strikten Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in der ersten Jahreshälfte unter Druck geraten. Doch wurden zuletzt einige Beschränkungen gelockert, weil die Infektionszahlen zurückgegangen sind.

    Trotz der jüngsten Lockerungen klagen Wirtschaftsvertreter weiterhin über grosse Unsicherheiten. So sei kaum absehbar, wann und wo es den nächsten Lockdown im Land geben werde, der sich negativ auf das Geschäft und die Lieferketten auswirken könnte. 

    A man wearing a face mask rides a bicycle across a quiet intersection in the central business district during the morning rush hour as most workers in the area have been ordered to work from home in Beijing, Thursday, May 12, 2022. China's leaders are struggling to reverse a deepening economic slump while keeping a
    Ein Mann fährt Mitte Mai durch das fast menschenleeren Geschäftsviertel in Peking. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15. Juni, 5.36 Uhr
    Immer mehr Menschen vermeiden Angst machende Nachrichten

    Immer mehr Menschen vermeiden gemäss einer Studie Angst machende Nachrichten wie die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg oder die drohende Wirtschaftskrise. «Die Themen, die Journalisten für die wichtigsten halten – politische Krisen, internationale Konflikte oder Pandemien – scheinen genau diejenigen zu sein, die auf manche Menschen abstossend wirken», erklärte der Hauptautor der am Mittwoch veröffentlichten Studie des Reuters Institute an der Universität Oxford, Nic Newman.

    Der jährliche Bericht basiert auf Online-Umfragen des Meinungsforschungsunternehmens YouGov unter 93'000 Personen in 46 Ländern Ende Januar. Im April starteten die Meinungsforscher wegen des Ukraine-Kriegs eine weitere Umfrage unter 5000 Personen in Grossbritannien, den USA, Deutschland, Polen und Brasilien.

    Insgesamt gaben fast vier von zehn Befragten (38 Prozent) an, dass sie manchmal bewusst Informationen vermeiden. 2017 waren es noch 29 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren hat sich dieser Anteil in Brasilien (54 Prozent) und Grossbritannien (46 Prozent) verdoppelt. In Frankreich liegt er bei 36 Prozent (gegenüber 29 Prozent im Jahr 2017). Als Hauptgründe nannten 43 Prozent der Befragten den Wiederholungscharakter vieler Nachrichten, besonders bei Corona und politischer Berichterstattung. 36 Prozent gaben wiederum an, Nachrichten zu vermeiden, weil sie ihnen aufs Gemüt schlagen.

    Ein Staender mit diversen Zeitungen und Zeitschriften, fotografiert am Dienstag, 1. Februar 2022 im Bahnhof Zuerich. Am 13. Februar wird die Schweizer Bevoelkerung in einer Volksabstimmung ueber das
    Schlechte Nachrichten wirken laut einer Studie auf viele Menschen abstossend. (Symbolbild) 
    Bild: Keystone
  • 14. Juni, 15.50 Uhr
    Die neusten Corona-Zahlen des BAG

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 16'610 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 131 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 10'289 bestätigte Neuinfektionen, 107 Spitaleintritte und 4 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 61,4 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 22,4 Prozent zu.

    371 Personen befinden sich zurzeit mit Covid-19 in Spitalpflege. 18 von Ihnen liegen in einer Intensivstation.

  • 13.30 Uhr
    Ständerat sieht keinen Handlungsbedarf mehr bei Corona-Medikament

    Der Bund muss keine weiteren Schritte zur Beschaffung von Medikamenten zur Prophylaxe gegen Covid-19 mehr unternehmen. Der Ständerat hat eine Motion aus dem Nationalrat oppositionslos abgelehnt.

    Grund des Entscheids vom Dienstag ist, dass der entsprechende Vertrag mit dem Unternehmen Astrazeneca in der Zeit seit der Annahme des Vorstosses in der grossen Kammer geschlossen wurde. Das Parlament bewilligte zudem den für die Beschaffung nötigen Kredit.

    Die Medikamente werden bereits an die Spitäler ausgeliefert, wie Gesundheitsminister Alain Berset erklärte. Berset verlangte entsprechend keine Abstimmung.

    Die prophylaktischen Therapien sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem zugutekommen, die trotz Impfung keine Immunabwehr gegen Covid-19 aufbauen können. Dies betrifft zum Beispiel Personen, die eine Chemotherapie hinter sich haben oder nach einer Transplantation Immunsuppressiva einnehmen müssen. In der Schweiz leben schätzungsweise 100'000 bis 200'000 Betroffene.

    Analysegerät, das zur Bestimmung von Reinheit und Qualität von Präparaten genutzt wird.
    Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • 14. Juni, 12.54 Uhr
    Kantone kritisieren Scheuklappen des Bundes während Corona-Krise

    Die Kantone kritisieren die Zusammenarbeit mit dem Bund bei der Bewältigung der Corona-Krise. Eine Art Scheuklappenblick habe die Sicht aufs Ganze eingeengt und den Austausch behindert, kommt die Regierungskonferenz Militär, Zivilschutz und Feuerwehr (RK MZF) zum Schluss.

    Der Austausch zwischen Bund und Kantonen bei der Bewältigung der Covid-19-Krise habe nicht reibungslos funktioniert, heisst es auf der Internetseite der RK MZF. Die bestehenden Systeme seien zunächst kaum in der Lage gewesen, einen konstanten und geordneten Informationsfluss sicherzustellen. In der Entscheidungsfindung habe meist eine «sektorielle Sicht» dominiert. Zudem sei zu wenig vorausschauend geplant und mit Szenarien gearbeitet worden.

    Eine Mitarbeiterin eines Corona-Test-Centers in Genf: Derzeit werden in der Schweiz täglich über 100'000 Tests zum Nachweis von Sars-CoV-2 durchgeführt. (Archivbild)
    Die Kantone üben Kritik an der Zusammenarbeit mit dem Bund während der Corona-Krise.
    KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI (Symbolbild)

    Der Einbezug der Kantone in die Entscheidungsfindung des Bundesrates, die Koordination zwischen Bund und Kantonen sowie die Unterstützung des kantonalen Vollzugs hätten sich allerdings im Verlauf der Krise verbessert.

    Die Kantone fordern nun die Schliessung gesetzlicher und organisatorischer Lücken im Krisenmanagement und die Präzisierung bestehender Prinzipien im Hinblick auf eine bessere Umsetzung. Dadurch solle ein möglichst effizientes und flexibles Krisenmanagement zwischen Bund und Kantonen erreicht werden, heisst es.

    Bereits am 24. Mai hatten die Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat (GPK) den Bundesrat dafür kritisiert, zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 eine zu passive Rolle in der Krisenorganisation eingenommen zu haben. Als Konsequenz daraus forderten die Geschäftsprüfungskommissionen einen «Fach-Krisenstab».

dpa