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Keine Maskenpflicht mehr im Kanton Zürich ab Montag +++ BAG empfiehlt zweiten Booster für Risiko-Patienten 

dpa

25.5.2022 - 09:07

Der digitale Impfnachweis läuft ab? Das müssen Sie tun

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Der digitale Impfnachweis läuft ab? Das müssen Sie tun.

25.05.2022

dpa

25.5.2022 - 09:07

Das Wichtigste im Überblick

  • Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Deutschland die Regeln für die Einreise in die Bundesrepublik über die Sommermonate lockern.
  • In Shanghai haben nach fast zwei Monaten harten Corona-Lockdowns die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise wieder ihren Betrieb aufgenommen.
  • Die Regierungen der USA und Südkoreas gehen von einer ernsthaften Situation in dem international isolierten Nordkorea aus.
  • Die zuständige Nationalratskommission appelliert an die Kantone, ihre Spitalkapazitäten im Hinblick auf eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst zu erhöhen.
  • Fast zehn Prozent der Bevölkerung in Nordkorea mit Krankheitssymptomen. Beobachter zweifeln an den offiziellen Zahlen.
  • Der Schweizer Wissenschaftsrat richtet mehrere Empfehlungen an Behörden und Wissenschaft, damit die Bevölkerung künftig Krisenmassnahmen besser akzeptieren wird.
  • Chinas restriktive Corona-Strategie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten.
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  • 25. Mai, 8.47 Uhr 
    In Zürcher Spitälern und Heimen fällt am Montag die Maskenpflicht

    Im Kanton Zürich fällt die letzte Maskenpflicht: Ab 30. Mai, also kommenden Montag, gilt in allen Spitälern und Heimen keine generelle Maskenpflicht mehr.

    Wie ein Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF sagte, liegt die Verantwortung für den Schutz von Patient*innen, Mitarbeitenden und Besuchenden dann wieder bei den Gesundheitsinstitutionen, wie vor der Pandemie.

    Gar kein Thema mehr sind die Masken jedoch nicht. In den Stadtzürcher Altersheimen beispielsweise zielen die Verantwortlichen auf «asiatische Verhältnisse», also dass Masken immer dann getragen werden, wenn sich jemand krank fühlt.

    «Ist das Virus im Haus, kann die Maskenpflicht auch wieder eingeführt werden», sagte Gabriela Bieri, Chefärztin des geriatrischen Dienstes, gegenüber dem Regionaljournal. «Ansonsten sind wir aber sehr froh, dass wir wieder ohne Maske funktionieren können.»

    ABD0026_20220415 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA0104 VOM 15.4.2022 - ++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Lockerung der Maskenpfilcht / Handel / Einkaufsstrasse. Im Bild: Eine FFP2-Maske auf einer Straße in Wien, am Freitag, 15. April 2022. Maßnahmen-Lockerungen treten am Samstag in Kraft - u.a. G-Regeln in der Gastronomie fallen, FFP2-Maskenpflicht nur noch im lebensnotwendigen Handel, Öffis und Gesundheitseinrichtungen. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH
    Ab dem 30. Mai sind Masken im Kanton Zürich endgültig Geschichte. 
    KEYSTONE/APA/GEORG HOCHMUTH
  • 25. Mai, 7.39 Uhr
    Deutschland will Einreiseregeln ab 1. Juni lockern

    Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise in die Bundesrepublik über die Sommermonate lockern. «Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus», sagte er.

    Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind, wie der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben) sagte.

    Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Personen über 12 Jahren einen 3G-Nachweis vor. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln, sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind.

    Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen: «Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne», sagte Lauterbach. «Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben.» Aktuell ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.

    Die Änderung der Corona-Einreiseverordnung soll nach Informationen der Funke-Zeitungen an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Sie sieht darüber hinaus vor, dass künftig nicht nur die von der EU zugelassenen Impfstoffe, sondern alle von der WHO zugelassenen Vakzine bei einer Einreise anerkannt werden.

    21.03.2022, Bremen: Ein Schild an der Straßenbahn informiert über die 3G- und Maskenpflicht. Die bisherigen Corona-Regeln im Land Bremen werden bis zum 2. April gelten. Trotz hoher Infektionszahlen sind erste bundesweite Corona-Schutzauflagen für Millionen Menschen beendet. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Sina Schuldt)
    Ab dem 1. Juni sollen die Einreiseregeln in Deutschland gelockert werden. 
    KEYSTONE/DPA/Sina Schuldt
  • 23. Mai 14 25 Uhr
    Weitere Auffrischimpfung für Risikopatienten empfohlen

    Eine weitere Auffrischimpfung gegen das Coronavirus ist nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) derzeit für die Bevölkerung generell nicht nötig. Eine einzige Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung reiche aktuell aus.

    Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem empfehlen das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) jedoch eine weitere Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff, wenn sie nach Einschätzung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin erfolgversprechend ist.

    Für alle weiteren Personen ab 12 Jahren braucht es derzeit aber keine weiteren Booster; eine Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung reiche aktuell aus, so das BAG.

  • 22. Mai, 9.05 Uhr
    Öffentliche Verkehrsmittel in Shanghai nehmen nach Lockdown Betrieb wieder auf

    In Shanghai haben nach fast zwei Monaten harten Corona-Lockdowns die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise wieder ihren Betrieb aufgenommen. Vier der 20 U-Bahnlinien sowie einige Buslinien der chinesischen Metropole sollten ab Sonntag wieder fahren, wie die Behörden mitteilten. Fahrgäste benötigen demnach einen negativen Corona-Test und müssen eine «normale» Körpertemperatur haben.

    Mit sinkenden Ansteckungszahlen hatten die Behörden von Shanghai begonnen, die harten Einschränkungen für die Bevölkerung Schritt für Schritt wieder aufzuheben. In manchen Stadtteilen wurden Fabriken und Betriebe wieder geöffnet und Ausgangssperren aufgehoben. Örtlich gab es allerdings auch Verschärfungen. Der zentrale Stadtbezirk Jing'an wurde am Sonntag erneut komplett abgeriegelt, wie die Behörden mitteilten.

    Die gesamte Bevölkerung soll in drei Runden auf das Virus getestet werden. In der Zwischenzeit dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen. «Ausreisegenehmigungen', die erteilt wurden, werden ausgesetzt», erklärten die Behörden von Jing'an am Samstag. Sie versicherten aber, dass «der Sieg nicht mehr weit entfernt ist».

    epa09963501 A man wears a face mask inside a train in Beijing, China, 21 May 2022. Beijing continues its mass testing as part of its effort to curb the spread of COVID-19 in the city while authorities in Shanghai announced a relaxed lockdown starting on 01 June 2022. EPA/MARK R. CRISTINO
    Ein Mann mit einer Gesichtsmaske in einem Zug in Peking. Auch in Shanghai nimmt der öffentliche Verkehr seinen Betrieb wieder auf. 
    KEYSTONE/EPA/MARK R. CRISTINO
  • 21. Mai, 16.34 Uhr
    Tausende Menschen in Peking trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne

    In Peking sind tausende Menschen trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne-Zentren gebracht worden. Mehr als 13’000 Anwohner der Siedlung Nanxinyuan im Südosten der chinesischen Hauptstadt mussten in der Nacht zum Samstag ihre Wohnungen verlassen, wie aus Fotos und einer Mitteilung der Regierungsbehörden hervorging, die in Online-Netzwerken verbreitet wurden. Sie wurden demnach in Bussen zu Quarantäne-Zentren gefahren.

    Grund für die Massnahme waren demnach 26 festgestellte Neuansteckungen. Behörden des Pekinger Stadtbezirks Chaoyang teilten am Freitag mit, die Quarantäne werde für alle Bewohner von Nanxinyuan von «Mitternacht des 21. Mai an für sieben Tage» angeordnet. Weiter hiess es: «Bitte kooperieren Sie. Andernfalls werden sie die rechtlichen Konsequenzen tragen.»

    In Peking haben sich seit Ende April mehr als 1300 Menschen mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Restaurants, Schulen und Touristenattraktionen wurden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr ist drastisch eingeschränkt, in vielen Stadtbezirken wird Arbeit im Home-Office angeordnet.

  • 21. Mai, 14.04 Uhr
    Osterinsel öffnet im August für internationale Touristen

    Touristen dürfen nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie bald wieder die Osterinsel im Pazifik bereisen. Die Grenzen der bei Reisenden beliebten Vulkaninsel werden ab dem 1. August wieder für ausländische Besucher geöffnet, wie die chilenische Regierung am Freitag (Ortszeit) bekanntgab.

    Die 3500 Kilometer westlich der chilenischen Küste gelegene Osterinsel ist berühmt für ihre monumentalen Statuen, die sogenannten Moai. Die Grenzen zu der abgelegenen Insel waren nach dem Auftreten der ersten nachgewiesenen Corona-Fälle in Chile im März 2020 geschlossen worden. Der Tourismus war bis dahin die wichtigste Einnahmequelle für die Insel mit ihren rund 10’000 Einwohnern.

    Auf der Osterinsel selbst wurden in den vergangenen zwei Jahren nur vereinzelt Corona-Infektionsfälle registriert. Nach Angaben der örtlichen Behörden gab es keinen Todesfall durch Covid-19 auf der Insel, auch ins Krankenhaus musste niemand. Die Klinik im Hauptort Hanga Roa hat keine Intensivstation, sie verfügt aber über Beatmungsgeräte. Notfallflüge von der Osterinsel auf das Festland dauern rund fünfeinhalb Stunden.

    ARCHIV – Nach rund zweieinhalb Jahren wird die Osterinsel am 1. August ihre Grenzen für Touristen wieder öffnen. Foto: Karen Schwartz/AP/dpa
    Nach rund zweieinhalb Jahren wird die Osterinsel am 1. August ihre Grenzen für Touristen wieder öffnen. 
    Bild: Karen Schwartz/AP/dpa
  • 21. Mai, 12.04 Uhr
    Biden bietet Nordkorea Soforthilfe im Kampf gegen Corona an

    Nach der Bestätigung eines Corona-Ausbruchs durch Nordkorea sind die USA laut Präsident Joe Biden zu schnellen Hilfslieferungen von Impfstoffen für das Land bereit. «Wir sind bereit, das sofort zu tun», sagte Biden am Samstag in Seoul. Die USA hätten bereits Hilfe angeboten, doch Nordkorea habe nicht darauf reagiert. Unter anderem habe China Hilfe angeboten. Die staatlich kontrollierten Medien in Nordkorea berichteten unterdessen, die «Ausbreitung der bösartigen Epidemie» sei nun gebremst und unter Kontrolle.

    Biden und sein südkoreanischer Amtskollege Yoon Suk Yeol hätten sich bei ihrem Treffen in Seoul besorgt über den «Covid-19-Ausbruch» in Nordkorea geäussert, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Demnach seien beide Seiten willens, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft Nordkorea im Kampf gegen das Virus zu unterstützen.

    Die Regierungen der USA und Südkoreas gehen von einer ernsthaften Situation in dem international isolierten Nordkorea aus. Trotz des Streits um das nordkoreanischen Atomwaffenprogramm betonen beide Länder, zu humanitärer Hilfe für die Nordkoreaner bereit zu sein.

  • 21. Mai, 8.57 Uhr
    Nordkorea meldet weitere Fälle von Fiebererkrankungen

    In Nordkorea sind nach offiziellen Angaben vom Samstag bei fast 220'000 weiteren Menschen Fiebersymptome entdeckt worden. Machthaber Kim Jong Un sprach dennoch von Fortschritten bei der Eindämmung einer weitgehend nicht diagnostizierten Verbreitung des Coronavirus unter den ungeimpften 26 Millionen Einwohnern.

    Bis zum Freitagabend sei binnen 24 Stunden bei etwa 219 030 Menschen ein Fieber festgestellt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf Informationen der Regierung. Es war der fünfte Tag in Folge mit neuen Fallzahlen in dieser Größenordnung. Mehr als 2,4 Millionen Menschen seien erkrankt, 66 Menschen gestorben, hieß es.

    In einer Sitzung des Politbüros sagte Kim am Samstag, das Land sei dabei, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Er rief laut KCNA zu erhöhter Wachsamkeit auf, um den «positiven Trend» der Anti-Virus-Kampagne aufrechtzuerhalten. Zugleich wies er den Beamtenapparat an, Pläne für eine Wiederbelebung der Wirtschaft zu entwickeln und die vorbeugenden Maßnahmen gegen das Virus an die sich verändernde Lage anzupassen.

    Erst vergangene Woche hatte das Land mehr als zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie eingeräumt, dass erste Fälle der Omikron-Variante des Virus bestätigt worden seien. Die Behörden erklärten, eine nicht identifizierte Fiebererkrankung breite sich seit Ende April explosionsartig im Land aus. Unklar ist, wie viele der Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind; es mangelt an Testkapazitäten. Ausländische Beobachter bezweifeln die Glaubwürdigkeit der Zahlen ohnehin und befürchten eine Krise weit größeren Ausmasses.

    In this photo provided by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un attend a a ruling party politburo meeting in Pyongyang, North Korea Saturday, May 21, 2022. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads:
    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ruft zu erhöhter Wachsamkeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf. 
    KEYSTONE/Korean Central News Agency/Korea News Service via AP
  • 20. Mai., 18.01 Uhr
    Nationalratskommission zeigt sich besorgt über Corona-Vorkehrungen der Kantone

    Die zuständige Nationalratskommission appelliert an die Kantone, ihre Spitalkapazitäten im Hinblick auf eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst zu erhöhen. Falls die Kantone nicht handeln sollten, will sie die Kommission gesetzlich dazu zwingen.

    Im geltenden Covid-19-Gesetz ist bereits heute geregelt, dass die Kantone Vorkehrungen treffen müssen, um künftige Auslastungsspitzen bewältigen zu können. Sie müssen die dazu nötigen Vorhalteleistungen selbst finanzieren.

    Bis heute ist wenig passiert, wie die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) am Freitag in einer Mitteilung der Parlamentsdienste schreibt. Sie konstatiere, dass nur in wenigen Kantonen Kapazitätserhöhungen vorgesehen seien.

    Einstimmig beschloss sie deshalb, der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) in einem Schreiben ihre Besorgnis zum Ausdruck zu bringen. In den Augen der SGK-N werden die rechtlichen Vorgaben nach aktuellem Stand nicht erfüllt.

    Sollte die Situation bis im Herbst unverändert bleiben, will die Nationalratskommission nach eigenen Angaben nicht zögern, präzise Ziele zum Ausbau der Spitalkapazitäten im Covid-Gesetz zu verankern. Säumige Kantone müssten dann den Kapazitätsausbau der anderen Kantone finanzieren.

  • 20. Mai, 14.37 Uhr
    Schweiz sichert sich Covid-Medikament Paxlovid

    Der Bund hat mit dem Unternehmen Pfizer einen Vertrag für die Beschaffung des Covid-Medikaments Paxlovid abgeschlossen. Insgesamt hat Bern sich 12'000 Packungen gesichert, wie das Bundesamt für Gesundheit am Freitag mitteilte.

    Das Präparat wird zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf eingesetzt.

    Die ersten Behandlungen werden bereits im Mai in bestimmten, zur Abgabe berechtigten kantonalen Zentren möglich sein. In einer zweiten Phase werde das rezeptpflichtige Arzneimittel auch über Hausärzte und Apotheken erhältlich sein. Die Kosten für die ambulante Anwendung werden vom Bund übernommen.

  • 20. Mai, 9.12 Uhr
    Fast zehn Prozent der Bevölkerung in Nordkorea mit Krankheitssymptomen

    Beobachter zweifeln an den offiziellen Zahlen. Aufgrund fehlender Testmöglichkeiten bleibt unklar, wie viele Menschen tatsächlich mit Corona infiziert sind. In Nordkorea sind nach Angaben der Regierung fast zehn Prozent der 26 Millionen Einwohner mit Fiebersymptomen erkrankt. Das berichteten staatliche Medien am Freitag und sprachen von 65 Todesopfern durch das Coronavirus. Ausländische Beobachter bezweifelten die Glaubwürdigkeit der Zahlen und befürchteten eine Krise weit größeren Ausmasses.

    Nordkorea teilte Ende April mit, eine nicht identifizierte Fiebererkrankung breite sich explosionsartig im Land aus. Eine Arbeitsgruppe veröffentlicht seitdem jeden Morgen Fallzahlen in den staatlichen Medien, wobei unklar ist, wie viele der Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind.

    Einige Beobachter gehen davon aus, dass Nordkorea den Corona-Ausbruch zugeben mussten, weil es die Verbreitung des hochansteckenden Virus unter der Bevölkerung nicht verheimlichen konnte und keine öffentliche Unzufriedenheit mit Machthaber Kim Jong Un in Kauf nehmen wollte. Sie glauben auch, dass die nordkoreanischen Behörden die Zahl der Todesfälle zu niedrig angeben, um eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung vorgeben zu können. In dem Land fehlt es an Testmöglichkeiten, um eine große Zahl von Virusfällen zu bestätigen.

    epa09954445 A photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) on 18 May 2022 shows staff disinfecting Pyongyang station in an anti-epidemic prevention campaign to curb the current coronavirus disease (COVID-19) health crisis in Pyongyang, North Korea. North Korean leader Kim Jong Un has ordered nationwide lockdowns and mobilized troops to tackle the pandemic since the country first disclosed the COVID-19 outbreak last week. EPA/KCNA EDITORIAL USE ONLY
    Nordkorea versucht, das Coronavirus in den Griff zu bekommen. Trotzdem zeigen bereits fast zehn Prozent der Bevölkerung Krankheitssymptome. 
    KEYSTONE/EPA/KCNA
  • 20. Mai, 8.18 Uhr
    USA empfehlen Impfauffrischung für Kinder ab fünf Jahren

    Die US-Gesundheitsbehörden empfehlen Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine dritte Corona-Impfung mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech. Die CDC passten damit am Donnerstag ihre Empfehlung für diese Altersgruppe an jene für die älteren Kinder ab zwölf Jahren an. Die Behörden hoffen, dass eine zusätzliche Impfung den Schutz für die Kinder verbessert, unter denen die Zahl der Infektionen gerade wieder steigt.

    Die Impfquote bei den jüngeren Kinder bleibe hinter der anderer Altersgruppen zurück, so dass sie anfällig für schwere Verläufe seien, teilte CDC-Direktorin Rochelle Walensky mit. «Wir wissen, dass diese Impfstoffe sicher sind, und wir müssen die Zahl der Kinder, die geschützt sind, weiter erhöhen.» Anfang dieser Woche genehmigte die Zulassungsbehörde FDA die Auffrischungsimpfung von Pfizer und Biontech für Kinder; sie soll mindestens fünf Monate nach der letzten Impfung verabreicht werden.

    Leanna Arcila, 7, is licked by Watson, a therapy dog with the Pawtucket police department, as she receives her COVID-19 vaccination from Dr. Eugenio Fernandez at Nathanael Greene Elementary School in Pawtucket, R.I., Tuesday, Dec. 7, 2021. Even as the U.S. reaches a COVID-19 milestone of roughly 200 million fully-vaccinated people, infections and hospitalizations are spiking, including in highly-vaccinated pockets of the country like New England. (KEYSTONE/AP Photo/David Goldman)
    Leanna Arcila (7), wird von Therapiehund Watson beruhigt, während sie ihre Covid-Impfung bekommt. In den USA sollen Kinder ab fünf Jahren eine Auffrischimpfung erhalten. 
    KEYSTONE/AP Photo/David Goldman

    Zum ersten Mal seit Februar registrieren die USA derzeit rund 100 000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Tag. CDC-Berater verwiesen auf Belege, dass zwei Grundimpfungen plus eine Auffrischung für ältere Kinder und Erwachsene den besten Schutz gegen die jüngsten Corona-Varianten bieten. Kinder unter fünf Jahren werden in den USA noch nicht gegen das Virus geimpft. Die FDA prüft einen entsprechenden Zulassungsantrag des Herstellers Moderna.

  • 18. Mai, 19.43 Uhr
    Griechenland hebt Maskenpflicht in Innenräumen auf

    Vom 1. Juni an müssen die Menschen in Griechenland in Innenräumen von Geschäften, Gaststätten und Kultureinrichtungen wie Theatern und Museen keine Maske mehr tragen. Lediglich für Betriebe im Gesundheitssektor, etwa Krankenhäuser und Pflegeheime, gelte die Maskenpflicht auch weiterhin, teilte Gesundheitsminister Thanos Plevris am Mittwochnachmittag im Staatsfernsehen mit.

    Auch Service-Mitarbeiter in Gastronomie und Hotellerie sind von Juni an von der Maskenpflicht befreit. Die Lockerung gelte vorerst bis zum 15. September und komme dann wieder auf den Prüfstand, sagte Plevris.

    Athen hatte bereits Ende April zahlreiche Corona-Massnahmen aufgehoben — so müssen die Menschen etwa beim Besuch der Innenräume von Cafés und Tavernen keinen Impfnachweis mehr vorlegen. Zudem können Besucher und Urlauber aus dem Ausland mittlerweile ohne Impfnachweis einreisen.

  • 18. Mai, 9.05 Uhr
    Wissenschaftsrat: Was Behörden besser machen könnten

    Der Schweizer Wissenschaftsrat hat die Krisenbewältigung der Covid-19-Pandemie analysiert. Er richtete mehrere Empfehlungen an Behörden und Wissenschaft, damit die Bevölkerung künftig Krisenmassnahmen besser akzeptieren wird.

    Gemäss den Empfehlungen sollen die Behörden in einer künftigen Krise offener und transparenter kommunizieren. Die Behörden müssten ihre Entscheidungen auf Daten abstützen, die innert nützlicher Frist zur Verfügung stünden. Dazu müssen laut dem Wissenschaftsrat das nationale Datenmanagement beschleunigt werden und Bund und Kantone besser zusammenarbeiten.

    Auch kritische Stimmen aus der Bevölkerung müssen gemäss den Empfehlungen Gehör finden, etwa durch elektronische Dialogplattformen. Zudem sollen Personen mit Migrationshintergrund besser informiert und die Erfahrungen von ausländischen Gemeinschaften stärker berücksichtigt werden.

    Ausserdem soll ein Publikum erreicht werden, dass sich nicht über wissenschaftlichen Themen informiert. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung die Risiken in einer Krise richtig abschätzen könne, schreibt der Wissenschaftsrat in seiner Mitteilung. Dazu sollten sich Forschende im Umgang mit Medien schulen. Der Rat forderte vom Bund ein nationales Forschungsprogramm, um die Bedeutung von herkömmlichen und sozialen Medien zu untersuchen.

    Neben den Vorschlägen zur besseren Krisenbewältigung kündigte der Wissenschaftsrat am Mittwoch eine Studie an zur Bestandsaufnahme der wissenschaftlichen Beratung der Bundespolitik. Neben der Corona-Pandemie sollen darin auch die Finanzkrise und die Nuklearkatastrophe von Fukushima berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Studie sollen im Herbst vorliegen. Auch daraus will das Gremium dann Empfehlungen erarbeiten, um auf künftige Krisen vorbereitet zu sein.

    Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewaeltigung und internationale Zusammenarbeit BAG, Anne Levy, Direktorin BAG, und Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, Praesident der Vereinigung der Kantonsaerztinnen und Kantonsaerzte VKS, von rechts, diskutieren am Ende einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Montag, 29. November 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Fachleute sollten die Bevölkerung offener informieren, empfiehlt der Schwizer Wissenschaftsrat. Im Bild: Patrick Mathys (r.) und Anne Levy vom BAG sowie der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri an einer Medienkonferenz in Bern.
    KEYSTONE
  • 18. Mai , 4.50 Uhr
    Informationen zum Abbau coronabedingter Schulden

    Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) wird am heutigen Mittwoch bei einer Medienkonferenz darlegen, wie der Abbau der coronabedingten Schulden aus ihrer Sicht vonstatten gehen soll.

    Zwei Jahre nach Beginn der Corona-Krise verabschiedete der Bundesrat im März seine Ideen in der Botschaft zum Finanzhaushaltgesetz. Er beantragt dem Parlament, die coronabedingten Schulden des Bundes bis 2035 mittels zukünftiger Finanzierungsüberschüsse vollständig abzubauen. In der Vernehmlassung hatte die Landesregierung die Meinungen zu einer weiteren Variante eingeholt: nämlich, dass nur die Hälfte der neu entstandenen Verschuldung abgebaut wird.

  • 18. Mai, 0.03 Uhr
    Offizielle Zahlen: Eine Million Corona-Tote in den USA

    Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus Daten der Johns Hopkins University hervor. Kein Land hat in absoluten Zahlen mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

    US-Präsident Joe Biden hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich eines internationalen Covid-Videogipfels die schmerzhafte Wegmarke beklagt und angeordnet, für mehrere Tage die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA in Erinnerung an die Corona-Toten auf halbmast zu setzen. Den offiziellen Zahlen zufolge war die Millionen-Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz überschritten gewesen.

    Die Website der Johns Hopkins University wird regelmässig aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen nachträglich wieder nach unten korrigiert.

    epa09943426 Rev. Mariann Edgar Budde, the Bishop of Washington, speaks as Speaker of the House Nancy Pelosi (C) leads other lawmakers in a moment of silence for the 1,000,000 Americans who lost lives to Covid-19, outside the US Capitol in Washington, DC, USA, 12 May 2022. EPA/WILL OLIVER
    Die Bischöfin von Washington DC spricht bei einem Anlass, bei dem Nancy Pelosi, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, und andere Abgeordnete der Million Covid-Toten in den USA gedenken. (12. Mai 2022). 
    Bild: Keystone/EPA/Will Oliver
  • 21.50 Uhr
    Wir beenden den Live-Ticker am Dienstag (17. Mai 2022)
  • 17. Mai, 19.52 Uhr
    WHO: Chinas Zero-Covid-Strategie nicht aufrechtzuerhalten

    Chinas restriktive Corona-Strategie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten. Die Omikron-Variante des Virus sei dafür einfach zu ansteckend, sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag. Letztlich müsse aber jedes Land selbst entscheiden, wie es gegen das Virus vorgehe.

    Mittlerweile gebe es Impfstoffe und andere Werkzeuge, deshalb sollte der Umgang mit dem Virus auch anders sein als am Anfang der Pandemie, sagte Tedros weiter. Ausserdem habe sich das Virus sehr verändert, seit es den Chinesen gelungen war, es mit einer solchen Zero-Covid-Strategie und restriktiven Lockdowns 2020 auszumerzen.

    Tedros sagte, die WHO beobachte auch die Ausbreitung des Virus in Nordkorea mit Sorge. Die Bevölkerung sei ungeimpft und eine besorgniserregende Zahl der Einwohner habe Risikofaktoren für einen schweren Verlauf.

  • 17. Mai, 19.05 Uhr
    US-Arzneibehörde erlaubt Booster-Impfung für Kinder

    Die US-Behörden haben Corona-Auffrischungsimpfungen für Kinder ab einem Alter von fünf Jahren zugelassen. Die Arzneimittelbehörde FDA genehmigte am Dienstag eine dritte Impfdosis mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und einschliesslich elf Jahren. Der Booster, der frühestens fünf Monate nach der zweiten Impfdosis verabreicht werden kann, soll den Kindern einen «andauernden Schutz gegen Covid-19» bieten.

    FDA-Chef Robert Califf erklärte, Kinder seien zwar grundsätzlich weniger schwer von Corona betroffen als Erwachsene. Die Omikron-Variante des Coronavirus habe aber dazu geführt, dass auch mehr Kinder erkranken und im Krankenhaus behandelt werden müssen. Außerdem gebe es die Gefahr von Langzeitfolgen. «Impfungen sind weiterhin der wirksamste Weg, Covid-19 und seine schwerwiegenden Folgen zu verhindern, und sie sind sicher», betonte Califf.

    Ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde CDC wird sich am Donnerstag mit der Frage befassen, ob nach der Zulassung auch eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen für Kinder ab fünf Jahren ausgesprochen wird.

    In den USA sollen künftig auch Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Booster-Impfung bekommen können.
    Bild: dpa
  • 17. Mai, 5.30 Uhr
    Medizinischer Chef von Moderna warnt Schweiz vor Corona-Herbst

    Paul Burton, medizinischer Chef der US-Biotechfirma Moderna, warnt die Schweiz vor dem Corona-Herbst. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte Burton in einem Interview mit dem «Blick». Er glaube auch nicht, dass die Schweiz in absehbarer Zeit einen endemischen Zustand erreichen werde. Es werde noch viele Varianten geben, die vielleicht noch schwerwiegender seien. Dass die Omikron-Variante milder sei, sei eine Fehleinschätzung. Das Gegenteil sei der Fall. Bei den Hospitalisierungen sei Omikron gleich schlimm wie die Delta-Variante. Es sei unwahrscheinlich, das die Menschheit Sars-CoV-2 je wieder loswerde. Das Virus mutierten ständig. 

  • 17. Mai, 2.45 Uhr
    Nordkorea meldet 270'000 weitere Fieberfälle – sechs Tote

    Nach der Bestätigung erster Corona-Fälle in Nordkorea sind bei rund 270'000 weiteren Menschen Fiebersymptome festgestellt worden. Es habe zudem sechs weitere Todesfälle gegeben, berichteten die Staatsmedien am Dienstag. Sie liessen offen, wie viele sogenannter Fieber- und Sterbefälle nachweislich auf Covid-19 zurückgehen. Doch gehen Experten davon aus, dass es sich zumeist um Corona-Infektionen handelt. Über nennenswerte Testkapazitäten für eine umfangreiche Erfassung von Fällen dürfte Nordkorea nicht verfügen, die Reaktion auf den Ausbruch beschränkt sich vor allem auf eine Isolation von Menschen mit Symptomen in speziellen Unterkünften.

    Nach Angaben der Behörde für Virusbekämpfung sind seit Beginn der Ausbreitung eines Fiebers Ende April 56 Menschen gestorben und mehr als 1,48 Millionen erkrankt. Mindestens 663'910 Menschen seien noch immer in Quarantäne.

    Sollte Nordkorea den Ausbruch nicht schnell in den Griff bekommen, drohen dem Land nach Einschätzung von Experten gravierende Folgen. Das Gesundheitssystem gilt als rudimentär, die Bevölkerung als nahezu ungeimpft, der Ernährungszustand der 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner überdies als schlecht. Gegen eine Annahme der über das UN-Beschaffungsprogramm Covax angebotenen Vakzine hat sich die Führung in Pjöngjang bisher gesträubt. Ein solcher Schritt wäre mit internationalen Kontrollen verbunden.

    Mehr als zwei Jahre lang hatte Nordkoreas Führung behauptet, das Land mit Erfolg vom Coronavirus abgeschirmt zu haben. Vergangene Woche räumte Nordkorea aber ein, dass eine nicht näher genannte Zahl von Menschen in der Hauptstadt Pjöngjang positiv auf die besonders ansteckende Omikron-Variante des Virus getestet worden seien.

    An employees of Pyongyang Dental Hygiene Products Factory disinfects the floor of a dining room as the state increased measures to stop the spread of illness in Pyongyang, North Korea Monday, May 16, 2022. (AP Photo/Cha Song Ho)
    In einer Fabrik in Pjöngjang, die Produkte für die Dentalhygiene herstellt, wird die Kantine desinfiziert. (16. Mai 2022)
    Bild: Keystone/AP Photo/Cha Song Ho
  • 16. Mai, 12.52 Uhr
    EU-Firmen beklagen Covid-Beschränkungen in China

    Der Vorsitzende der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, beklagte am Montag auch die starke Unberechenbarkeit der Situation. «Die Unsicherheit macht alles sehr schwierig. Was passiert als nächstes? Wann wird der nächste Lockdown umgesetzt?», sagte er. Doch Unternehmen brauchten Vorhersehbarkeit.

    Wie Vertreter der Kammer berichteten, ist der Transport im Land stark zurückgegangen. Güterverkehr zwischen Städten sei schwierig. Betriebe müssten ihre Produktion aussetzen oder reduzieren. Lieferketten seien unterbrochen.

    Ein Grossteil der Metropolen sei von Beschränkungen wegen teils kleinerer Covid-Ausbrüche betroffen. Der Lockdown in Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, mit strengen Ausgangssperren für Millionen dauert seit sechs Wochen an.

    epa09950453 A health worker in protective suit takes a picture of a woman's ID at a COVID-19 test site in Beijing, China, 16 May 2022. Beijing continues its mass testing as part of its effort to curb the spread of COVID-19 in the city while authorities in Shanghai announced a relaxed lockdown starting on 01 June 2022. China's strict 'dynamic zero-COVID' strategy has dragged its economy into the lowest level of consumption and industrial production since early 2020 as authorities have imposed partial and full lockdowns in different cities across the country. EPA/MARK R. CRISTINO
    Am 1. Juni könnte der Lockdown in Shanghai gelockert werden, der seit Anfang April in Kraft ist. 
    Bild: Keystone/EPA/Mark R. Cristino
  • 16. Mai, 11.29 Uhr
    Mehr Blindgängermeldungen wegen Outdoor-Boom in der Pandemie

    Die Blindgängermeldezentrale der Schweizer Armee hat im vergangenen Jahr 227 Blindgänger beseitigt. Gemeldet wurden 908 Funde. Das liegt ein Drittel über dem Zehnjahresdurchschnitt. Grund ist die Freizeitgestaltung in der Covid-19-Pandemie.

    Im Vorjahr hatte die Zentrale die Rekordmenge von 1055 Meldungen erhalten, wie die Gruppe Verteidigung im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte.

    Die 908 Meldungen führten 2021 zur Entfernung von 2741 Objekten. Acht Prozent von ihnen waren tatsächlich Blindgänger. Bei 75 Prozent handelte es sich um Munitionsschrott und bei 17 Prozent um Fundmunition.

    Für das VBS erhärtet die Statistik die Vermutung, dass der 2020 erreichte Rekordwert an Meldungen mit den Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zusammenhängt. Der dadurch entstandene Boom von Freizeitaktivitäten im Freien dürfte den Grund bilden. Mehr als die Hälfte der Meldungen (519) stammte 2021 aus den Kantonen Bern, Graubünden, Wallis und St. Gallen.

    Munitionsresten bei der Aufraeumaktion
    Munitionsrest, gefunden bei der Aufräumaktion «Säntis» am 26. August 2021, oberhalb der Schwägalp.
    Bild: Keystone
  • 16. Mai, 9.38 Uhr
    Behörden: Ausbreitung des Coronavirus in Shanghai eingedämmt

    Die chinesische Metropole Shanghai hat die Ausbreitung des Coronavirus nach Angaben der Behörden in weiten Teilen gestoppt. Derzeit gelte noch für weniger als eine Million Menschen ein strenger Lockdown, sagte Vize-Bürgermeister Zong Ming am Montag. In 15 von 16 Stadtteilen sei die Übertragung des Virus unter den Menschen gestoppt worden, die nicht bereits unter Quarantäne stünden. In Shanghai wurden die Corona-Beschränkungen zuletzt gelockert.

    «Die Epidemie in unserer Stadt ist unter wirksamer Kontrolle», sagte Zong in einer Pressekonferenz. «Die Präventionsmassnahmen haben schrittweise Erfolge erzielt.» Es bestehe jedoch weiterhin das Risiko, dass der Ausbruch sich vergrössere. Der stellvertretende Bürgermeister forderte die Menschen zur Kooperation auf, um zu einem normalen Leben zurückkehren zu können.

    Supermärkte, Einkaufszentren und Restaurants durften am Montag wieder öffnen, allerdings mit einer begrenzten Anzahl von Kunden und Gästen. Die Bewegungsfreiheit in der Stadt blieb jedoch nach wie vor eingeschränkt, U-Bahnen fuhren nicht. In Shanghai mit seinen 25 Millionen Einwohnern stehen die Menschen teilweise seit mehr als 50 Tagen unter einem Lockdown. Als mögliches Datum für eine vollständige Öffnung wurde der 1. Juni genannt.

  • 16. Mai, 8.30 Uhr
    Maskenpflicht endet auf Flügen und in Flughäfen in der EU

    Im europäischen Reiseverkehr entfallen heute Montag weitere Corona-Restriktionen. Gemäss eines Beschlusses der EU-Behörden muss das Tragen einer Maske im Flugzeug und in Flughäfen dann keine Pflicht mehr sein, wird aber weiter empfohlen. Deutschland will laut Bundesgesundheitsministerium die Maskenpflicht vorerst jedoch auf allen Flügen beibehalten, die in Deutschland starten oder landen.

    ARCHIV - 29.03.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Airbus A380 der Lufthansa steht nach der Landung am Flughafen in seiner Parkposition. Es war die vorerst letzte Landung eines Lufthansa-Airbus A380 am Frankfurter Airport. Die Maschine war in Bangkok gestartet. Lufthansa legte die Superjumbos in der Coronakrise still. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hält am 05.05.2020 eine Online-Pk zur Krise der Luftfahrtindustrie wegen der Corona-Pandemie ab. Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Silas Stein)
    Bild: Keystone/DPA/Silas Stein
  • 16. Mai, 7.50 Uhr
    50 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Nordkorea 

    Wenige Tage nach der Bestätigung der ersten Corona-Infektionen in Nordkorea ist die Zahl fieberbedingter Todesfälle im Land nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) sei zudem die Zahl der Patienten mit Fiebersymptomen auf mehr als 1,2 Millionen geklettert, berichteten die Staatsmedien am Montag unter Berufung auf das Notfallzentrum zur Epidemie-Prävention. Mehr als die Hälfte von ihnen sei wieder genesen. Weiter vermied es das abgeschottete und autoritär regierte Land, die Krankheit direkt beim Namen zu nennen. Stattdessen war weiter von der «Ausbreitung der Epidemie» die Rede.

    Bei einer neuen Dringlichkeitssitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei ordnete Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge an, das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Der Einsatz soll demnach jedoch zunächst auf die Hauptstadt Pjöngjang beschränkt sein.

    Kim habe die zuständigen Stellen dafür gerügt, bisher keine ausreichende Versorgung mit medizinischen Mitteln zu gewährleisten, hiess es. Er habe sich unter anderem darüber informiert, welche fiebersenkenden und antibiotischen Mittel die Apotheken der Stadt vorrätig hätten und ob diese auch rund um die Uhr geöffnet seien.

    Wie viele der gemeldeten Fieber-Fälle tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb weiter unklar. Experten vermuten, dass Nordkorea nicht über die Kapazitäten verfügt, um Massentests durchzuführen.

    epa09950077 A photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) shows North Korean leader Kim Jong-un (C) wearing a face mask while inspecting a pharmacy in Pyongyang, North Korea, 15 May 2022 (issued 16 May 2022). On 15 May, Kim held an emergency consultative meeting of the political bureau of the Workers' Party at the headquarters of the party's Central Committee in Pyongyang. In the meeting, Kim ordered the mobilization of soldiers to stabilize the supply of medicine in the capital. EPA/KCNA EDITORIAL USE ONLY
    Der «Oberste Führer» Nordkoreas, Kim Jong Un inspiziert am 15. Mai 2022 eine Apotheke in Pjongjang.
    Bild: Keystone/EPA/KCNA
  • 16. Mai, 7 Uhr
    Null-Covid-Strategie trifft Chinas Wirtschaft stärker als erwartet

    Die Industrieproduktion fiel im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete. «Die Daten für die Aktivitäten im April haben den Schaden durch die Lockdowns in Shanghai und anderen Teilen des Landes offengelegt», schrieben Chang Shu und Eric Zhu in einer Analyse der Finanzagentur Bloomberg. «Die Auswirkungen sind viel breiter und tiefer als erwartet.»

    Durch die Beschränkungen ist der Frachtverkehr landesweit deutlich zurückgegangen. Lieferketten sind unterbrochen. Viele Betriebe mussten die Produktion einstellen oder herunterfahren. Der Containertransport über den grössten Hafen der Welt in Shanghai ist stark eingebrochen. Die Lieferengpässe werden auch in Europa über höhere Preise zu spüren sein, wie Experten vorhersagen. Auch in China tätige europäische oder ausländische Unternehmen sind schwer davon betroffen.

    Die Anlageinvestitionen fielen im April leicht um 0,82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, stiegen aber seit Jahresanfang um 6,8 Prozent und liegt damit im Rahmen des Plans. Der Anstieg spiegelt die Anstrengungen der Regierung wider, die Ausgaben für Infrastruktur zu erhöhen, um die Konjunktur anzukurbeln.

    epa09946319 A woman exercises on the roof of a building at a residential compound, amid the ongoing COVID-19 lockdown as China continues to enforce its zero-COVID policy, in Shanghai, China, 14 May 2022. EPA/ALEX PLAVEVSKI
    Eine Frau macht am 14. Mai Turnübungen auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. 
    Bild: Keystone/EPA/Alex Plavevski
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  • 15. Mai, 15.03 Uhr
    Geschäfte in Shanghai dürfen allmählich wieder öffnen

    Die Stadt Shanghai hat eine Lockerung ihrer  Corona-Beschränkungen angekündigt. Laut Vize-Bürgermeister Cheng Tong sollen ab Montag Geschäfte schrittweise wieder öffnen können. Offen bleibt indes, wann Millionen Einwohner im Lockdown ihre Wohnungen in der chinesischen Wirtschaftsmetropole wieder verlassen dürfen.

    Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in der Stadt war am Sonntag laut offiziellen Zahlen auf 1369 gesunken, Ende April hatte sie noch bei über 25'000 gelegen.

    Die strengen Corona-Lockdowns – wie hier in Shangai – belasten die Geschäfte europäischer Firmen in der Volksrepublik China schwer.
    Der strenge Corona-Lockdown in Shangai wird allmählich gelockert.
    Chen Si/AP/dpa

    Anfang April hatten die Behörden aufgrund eines Ausbruchs der Omikron-Variante des Coronavirus drastische Einschränkungen in Shanghai verhängt, die die Versorgung der rund 25 Millionen Einwohner mit frischen Lebensmitteln massiv erschwerten und sich auf globale Lieferketten auswirkten. Aufgrund der Restriktionen war grosser Unmut in der Bevölkerung laut geworden, den Bürger unter anderem in Online-Videos äusserten.

    China erlebt seit Wochen den schlimmsten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Das Land hatte von Beginn der Pandemie an auf rigorose Restriktionen gesetzt und die Infektionszahlen damit über lange Zeit hinweg auf im internationalen Vergleich relativ niedrigem Stand halten können. China setzt auch weiterhin auf eine strikte Null-Covid-Strategie und unterscheidet sich damit von vielen anderen Ländern.

  • 15. Mai, 14.10 Uhr
    Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 15 neue Todesfälle

    Vor dem Hintergrund des eingestandenen Corona-Ausbruchs hat Nordkorea 15 neue Todesfälle und fast 300'000 weitere Fieberpatienten gemeldet. Ohne die Krankheit direkt beim Namen zu nennen, sprach Nordkorea zunächst weiter von einer Ausbreitung der Epidemie. Die Zahl der Toten sei auf 42 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien. Mehr als die Hälfte der bisher 820'000 fieberbedingten Krankheitsfälle im ganzen Land sei genesen.

    Um sich gegen die Epidemie zu stemmen, mobilisierte Nordkorea den Berichten zufolge bislang fast 1,45 Millionen Menschen. Sie sollen etwa Hygieneinformationen weitergeben und Menschen untersuchen. Sie müssten dafür sorgen, dass alle Personen mit Fieber und anderen «ungewöhnlichen Symptomen» in Quarantäne kommen und dort behandelt werden. Seit Donnerstagmorgen seien «alle Provinzen, Städte und Kreise des Landes gemäss der Notfallmassnahmen der Partei und Regierung vollständig abgeriegelt», hiess es.

    Wie viele der Fieber-Fälle tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb weiter unklar. Experten vermuten, dass Nordkorea nicht über die Kapazitäten verfügt, um Massentests durchzuführen. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

    Nordkorea hatte am Donnerstag zunächst von einer unbestimmten Zahl von Bewohnern der Hauptstadt Pjöngjang gesprochen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Einen Tag später hiess es, das Virus habe sich im ganzen Land verbreitet. Sechs Menschen mit Fieber seien gestorben und bei einem Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Nordkorea hatte lange behauptet, coronafrei zu sein. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt.

  • 14. Mai, 10.51 Uhr
    Neuseelands Regierungschefin muss in Selbstisolation

    Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich nach einer Infektion ihres Partners Clarke Gayford seit dem 8. Mai in Isolation befunden, am Samstag sei dann ein Schnelltest «klar positiv» ausgefallen, hiess es in einer Mitteilung der Regierung.

    Die 41-Jährige zeigt demzufolge seit Freitag Symptome und hatte bereits am Freitagabend ein schwach positives Schnelltestergebnis. Nach den neuseeländischen Covid-19-Regeln muss sie sich nun bis zum 21. Mai zu Hause isolieren. Eine für Ende Mai geplante Reise in die USA wurde zunächst nicht abgesagt.

    Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohner*innen galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Coronavirus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als eine Million Fälle verzeichnet.

    Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, wollte eigentlich bald in die USA reisen.
    Bild: Keystone/AP/Mark Baker
  • 14. Mai, 9.27 Uhr
    Nordkorea meldet weitere Todesfälle

    Nordkorea hat am Samstag 21 weitere Todesfälle und mehr als 170'000 Infektionen mit Fieber-Symptomen gemeldet. Staatliche Medien äusserten sich aber nicht dazu, in wie vielen der Krankheitsfälle eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt wurde.

    Insgesamt verzeichnet das abgeschottete Land damit 27 Tote und mehr als 520'000 Erkrankungen seit Ende April.

    Diktator Kim Jong Un bezeichnete den Ausbruch in einer Sitzung des Politbüros am Samstag als einen historischen Umbruch und rief zur Einigkeit zwischen Regierung und Volk auf, um den Ausbruch so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Die Teilnehmer des Treffens diskutierten Möglichkeiten zur raschen Verteilung von medizinischen Hilfsgütern, die aus den Notreserven freigegeben wurden, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

    In einem Bericht, der dem Politbüro vorgelegt wurde, machte die Seuchenschutzbehörde unter anderem eine übermässige Einnahme von Medikamenten ohne fachgerechte medizinische Betreuung für die meisten Todesfälle verantwortlich.

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un trägt während eines Treffens zum ersten Corona-Fall im Land einen Mund-Nasen-Schutz.
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un trägt während eines Treffens zum ersten Corona-Fall im Land einen Mund-Nasen-Schutz.
    Uncredited/KRT/AP/dpa
  • 14. Mai, 8.04 Uhr
    Freie Fahrt nach Österreich

    Zur Einreise nach Österreich ist ab Montag kein Nachweis über eine Corona-Impfung oder -Genesung mehr nötig. Auch einen negativen Corona-Test müssen Reisende nicht mehr vorlegen, wie aus der Einreiseverordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium am Freitagabend aktualisiert hat.

    Theoretisch gelten noch Auflagen für Einreisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. Derzeit steht aber kein Land auf der Liste.

  • 13. Mai, 11.08 Uhr
    Kantone sind gegen die Übernahme der Verantwortung für Corona-Tests

    Die Kantone sind gegen die auf Anfang 2023 geplante Übertragung der Verantwortung für die Durchführung von Corona-Tests und deren Finanzierung vom Bund an sie. Regionale und kantonale Unterschiede beim Testangebot wären ihrer Meinung nach in einem solchen Fall unvermeidlich.

    Die Kantone hätten sich in der Konsultation zur Änderung des Covid-19-Gesetzes deutlich gegen den entsprechenden Vorschlag des Bundesrates ausgesprochen, teilte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Freitag mit. Die schweizweite Überwachung des Infektionsgeschehens würde durch diese Übertragung beeinträchtigt und die «gut eingespielten Abläufe unterbrochen».

    Gemäss dem Entwurf des Grundlagenpapiers des Bundesrates zur mittel- und längerfristigen Entwicklung der Covid-19-Epidemie und zum Wechsel in die «normale Lage» ist laut GDK davon auszugehen, dass die Viruszirkulation spätestens in den Herbst-/Wintermonaten wieder zunehmen wird. In den Wintermonaten dürfte ein niederschwelliger Testzugang für die gesamte Bevölkerung und ein möglichst guter Überblick über die Virusaktivität also an Bedeutung gewinnen.

  • 13. Mai, 10.31 Uhr
    Shanghai kündigt Lockerung des Corona-Lockdowns an

    In Shanghai soll ein seit sieben Wochen andauernder Corona-Lockdown nach Ankündigung der Stadtverwaltung in den kommenden Tagen gelockert werden. Ziel der Massnahmen sei es, das Virus in der Gesellschaft zu eliminieren, so dass neue Fälle nur noch bei bereits isolierten Bürgern aufträten, sagte Vizebürgermeister Wu Qing am Freitag in einer Pressekonferenz. Dann sei eine geordnete Öffnung der Stadt möglich.

    Ein genaues Datum für die Lockerungen, das über die Monatsmitte hinausgeht, wurde nicht genannt. Wu sagte auch nicht, wie die Wiedereröffnung erfolgen soll, sondern nur, dass die Stadt beabsichtige, die industrielle Produktion, das Bildungswesen und die medizinischen Dienste schrittweise wiederherzustellen. Der Lockdown wurde in den vergangenen Wochen immer wieder verlängert, ausgeweitet oder auch gelockert - zum Ärger der Einwohner der grössten Stadt Chinas. Er ist Teil der Null-Covid-Strategie der chinesischen Regierung, die die Wirtschaft immer stärker belastet.

    Die Behörden in Shanghai haben wiederholt Lockerungen angekündigt, nur um dann die Beschränkungen beizubehalten, obwohl die Zahl der Neuinfektionen zurückgeht. Shanghai meldete am Freitag 2096 neue Corona-Fälle, von denen alle bis auf 227 bei Menschen auftraten, die keine Symptome zeigten. Peking registrierte 50 Fälle.

    epa09941885 A delivery worker (L) shows his health QR code on the entrance to residential compound under quarantine, amid the ongoing Covid-19 lockdown in Shanghai, China, 12 May 2022. Shanghai city reported 5 COVID-19 deaths, 144 locally transmitted cases, and 1.305 local asymptomatic infections, according to the Shanghai Health Commission on 12 May 2022. On Tuesday, 10 May, The World Health Organisation (WHO) said China's zero-COVID strategy to defeat the pandemic is unsustainable. EPA/ALEX PLAVEVSKI
    Der Fahrer eines Lieferdienstes muss in Shanghai seinen Gesundheits-QR-Code zeigen, damit er während dem Lockdown einen Gebäudekomplex betreten darf. 
    KEYSTONE/EPA/ALEX PLAVEVSKI
  • 13. Mai, 8.30 Uhr
    Moderna-Impfstoff für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren zugelassen

    Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Indikationserweiterung des Covid-19-Impfstoffs Spikevax von Moderna für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren genehmigt. Insbesondere Kinder mit Vorerkrankungen sollen davon profitieren können.

    Kinder ab 6 Jahren erhalten gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren im Abstand von vier Wochen zwei Mal die halbe Dosis (50 Mikrogramm), wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Die Hauptstudie an Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren habe gezeigt, dass die durch den Impfstoff ausgelöste Immunantwort gegen das Sars-CoV-2-Virus mit derjenigen bei jungen Erwachsenen vergleichbar sei.

    Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit sind laut Swissmedic ähnlich wie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewesen. Fieber trat bei Kindern häufiger auf, während Muskel- und Gelenkschmerzen seltener waren als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die unerwünschten Wirkungen waren in der Regel leicht bis mässig ausgeprägt und dauerten wenige Tage.

  • 13. Mai, 7.30 Uhr
    Nordkorea meldet ersten Covid-19-Todesfall

    Nordkorea hat einen ersten Todesfall im Land nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache explosionsartig im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien am Freitag.

    Bei einem der Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Erst am Vortag hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land zum ersten Mal offiziell seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Die unbestimmte Zahl von Fällen trat demnach in Pjöngjang auf.

  • 12. Mai, 19.47 Uhr
    Mehr als 100 Bussen in «Partygate»-Skandal verhängt

    Die Zahl der wegen Verstössen gegen Corona-Regeln in Einrichtungen der britischen Regierung — einschliesslich des Amtssitzes von Premier Boris Johnson — verhängten Bussgelder ist auf über 100 gestiegen. Das teilte die Londoner Polizei mit. Die neue Zahl stellte eine Verdoppelung der im als «Partygate» bekanntgewordenen Skandal verhängten Bussgelder im Vergleich zu Angaben vom April dar. Damals hatte die Polizei von etwa 50 solchen Bussgeldern in Folge ihrer Ermittlungen gesprochen.

    Die Polizei erklärte, Untersuchungen zu etwa einem Dutzend Zusammenkünften dauerten an. Berichten zufolge schloss dies Büroparties ein, zu denen Teilnehmer selbst Alkohol mitbringen sollten («Bring your own booze»), sowie Wochenausklänge bei Wein («Wine Time Fridays»), die demnach von Johnsons Mitarbeitern organisiert wurden. Die Polizei identifiziert die Empfänger von Bussgeldanordnungen nicht. Johnson liess jedoch mitteilen, er gehöre nicht zu den Empfängern der jüngsten Reihe von Bussgeldbescheiden.

    Boris Johnson konnte sich schon mehrfach aus aussichtslos erscheinenden Lagen befreien.
    Boris Johnson steht im Mittelpunkt des Partygate-Skandals.
    Matt Dunham/AP/dpa

    Johnson hatte im April zugegeben, dass er zu Dutzenden Betroffenen gehörte, die ein polizeiliches Bussgeld für die Teilnahme an Parties und Zusammenkünften zahlen mussten, die gegen einen damals geltenden Lockdown verstossen hatten. Die Geldstrafe machte Johnson zum ersten britischen Premier der Geschichte, dem während seiner Amtszeit ein Gesetzesbruch nachgewiesen wurde.

    Die Enthüllungen, dass Johnson und andere hochrangige Politiker in den Jahren 2020 und 2021 illegale Zusammenkünfte in Regierungsgebäuden abhielten, während Millionen Menschen im Land sich wegen der Pandemie stark einschränken mussten, hat Wähler verärgert und Forderungen nach Johnsons Rücktritt nach sich gezogen.

    Johnson hat sich dafür entschuldigt, im Juni 2020 an einer Überraschungsfeier zu seinem Geburtstag in seinem Amtssitz in der Downing Street teilgenommen zu haben. Er bestand jedoch darauf, es sei ihm «nicht in den Sinn gekommen», dass die Zusammenkunft, die weniger als zehn Minuten gedauert habe, eine Party gewesen sei. Johnsons Frau Carrie und Schatzkanzler Rishi Sunak erklärten, sie seien wegen der selben Zusammenkunft zur Kasse gebeten worden.

    Die Spitzenbeamtin Sue Gray leitet eine separate Untersuchung zu den Regierungsparties. In einem vorläufigen Bericht zu Versammlungen, die nicht Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen durch die Polizei waren, attestierte sie, Führungsversagen und schlechtes Urteilsvermögen hätten Veranstaltungen ermöglicht, die nicht hätten stattfinden dürfen.

  • 12. Mai, 13.09 Uhr
    Biden spricht bei Corona-Videogipfel - Pandemie «noch nicht vorbei»

    Bei einem internationalen Videogipfel will US-Präsident Joe Biden dem Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu neuem Schub verhelfen. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei», sagte ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter vor der für diesen Donnerstag geplanten Videoschalte. Benötigt würden weitere Finanzmittel. Im Mittelpunkt des Gipfels stehe die Sicherung neuer Ressourcen und politischer Zusagen. Es werde dabei auch darum gehen, die Verbreitung von Impfstoff voranzutreiben und künftige Coronavirus-Varianten und Pandemien zu verhindern.

    Der Regierungsvertreter sagte, Biden werde den US-Kongress bei dem Gipfel drängen, die von ihm beantragte Coronavirus-Notfinanzierung in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar (22,4 Milliarden Franken) zu bewilligen. «Wir wissen, dass das Virus nicht darauf wartet, dass der Kongress handelt. Wir brauchen also dringend, dringend Massnahmen, keine leeren Worte.» Biden werde den Videogipfel eröffnen. Die USA steuern in den kommenden Tagen auf eine Million Coronavirus-Tote zu.

    President Joe Biden removes his mask as he walks on the South Lawn of the White House after stepping off Marine One, Sunday, May 1, 2022, in Washington. Biden is returning to Washington after attending a memorial service for former Vice President Walter Mondale in Minneapolis. (AP Photo/Patrick Semansky)
    US-Präsident Joe Biden warnt davor, die Corona-Pandemie schon jetzt abzuschreiben. (Archivbild)
    KEYSTONE/AP Photo/Patrick Semansky
  • 12. Mai, 6.18 Uhr
    Virologin fordert angepassten Impfstoff

    Eine Labor-Untersuchung des Instituts für Virologie der MedUni Innsbruck hat den Immunstatus nach einer Infektion mit der mittlerweile dominanten Omikron-Subvariante BA.2 des Coronavirus evaluiert. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie sehr sich die Varianten des Virus unterscheiden.

    Je mehr Kontakte mit verschiedenen Varianten durch Impfung oder Infektion, desto grösser der Schutz, sagte Virologin Janine Kimpel im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Sie plädierte für einen angepassten Impfstoff.

    In der aktuellen Debatte um Impfstoffupdates geht es um die Frage, ob für künftige Auffrischungsimpfungen wie bisher ein an den Wildtyp angelehnter Impfstoff Sinn macht, oder ob dieser an dominierende Varianten angepasst werden soll.

    Einige Impfstoffhersteller, darunter das deutsche Biotechunternehmen Biontech, führen derzeit klinische Studien dazu durch. Virologin Kimpel hielt es für wahrscheinlich, dass Impfstoffe «ähnlich wie bei Influenza» künftig auf zirkulierende Varianten angepasst werden. Für sie ausser Frage stand nach wie vor die Wichtigkeit einer Immunisierung gegen das Coronavirus beziehungsweise einer darauffolgenden Auffrischungsimpfung.

    SEATTLE, WA - MAY 10: Mary Jane Navarro washes cells of serum, separated from the blood of vaccinated mice, while working on vaccine and protein research in the Veesler Lab at the University of Washington on May 10, 2022 in Seattle, Washington. A new COVID-19 vaccine, GPB510, has been developed at the University of Washington School of Medicine by the King Lab and the Veesler Lab. (Photo by David Ryder/Getty Images)
    In der aktuellen Debatte um Impfstoffupdates geht es um die Frage, ob für künftige Auffrischungsimpfungen wie bisher ein an den Wildtyp angelehnter Impfstoff Sinn macht, oder ob dieser an dominierende Varianten angepasst werden soll. (Symbolbild)
    Getty Images
  • 12. Mai, 3.17 Uhr
    Nordkorea meldet erste Corona-Infektionen

    Nordkorea hat zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger im Land bestätigt. Die Tests bei Bewohnern in der Hauptstadt Pjöngjang hätten ergeben, dass sie sich mit einer Omikron-Subvariante des Virus angesteckt hätten, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Wie viele Fälle es gegeben hat und wo sich die Betroffenen infizierten, war zunächst unklar. Bei einer Sitzung des Politbüros forderte Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge, die «unerwartete Krise» zu bewältigen. Bisher hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine einzige Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

  • 11. Mai, 7.43 Uhr
    Neuseeland öffnet Grenzen für Besucher aus aller Welt

    Neuseeland öffnet am 31. Juli seine Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt - zwei Monate früher als zunächst geplant. «Neuseeland ist gefragt und dann wieder vollständig "open for business»", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Mittwoch. Bereits seit Anfang Mai dürfen Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) in den Pazifikstaat einreisen, darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Einreisende müssen mindestens zweifach gegen das Coronavirus geimpft sein. Jedoch gibt es Ausnahmen. Derzeit müssen Besucher zudem noch einen Corona-Test vor der Abreise im Heimatland und einen weiteren bei der Einreise nach Neuseeland machen. Die Testpflicht könnte ab Ende Juli ebenfalls wegfallen, jedoch ist darüber noch keine endgültige Entscheidung gefallen, wie neuseeländische Medien berichteten.

    Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. 

    Passengers arrive at Auckland's International Airport in Auckland, New Zealand, Wednesday, March 16, 2022. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern says her nation is
    Ab dem 31. Juli sind Neuseelands Grenzen wieder für Reisende aus der ganzen Welt offen. 
    Bild: Keystone/Michael Craig/New Zealand Herald via AP
  • 13.35 Uhr
    Die wöchentlichen Corona-Zahlen

    Das BAG meldet 12’929 Neuinfektionen, 198 Spitaleintritte und 21 Tote in sieben Tagen.

    678 Covidkranke befinden sich in Spitalpflege (Vorwoche 784), davon liegen 47 in einer Intensivstation (Vorwoche 56).

  • 13.41 Uhr
    Norwegen entsorgt Corona-Impfstoff

    Norwegen hat wegen eines Überschusses an Corona-Vakzinen mehr als 137 000 Impfdosen entsorgt. Das norwegische Institut für öffentliche Gesundheit teilte am Dienstag mit, es plane weitere Entsorgungen, wenn die schwindende Nachfrage nach Impfstoffen in Ländern mit geringen Einkommen nicht wieder auflebe.

    In Norwegen sind bereits 93,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, 90,7 Prozent haben eine zweite Impfdosis erhalten. «Zum ersten Mal während der Pandemie übersteigt das Angebot nun die Nachfrage nach Covid-19-Vakzindosen», teilte das Institut mit. Dies treffe auch auf die meisten EU-Staaten zu. Norwegen ist selbst nicht Mitglied der EU.

    Das skandinavische Land hat mehr als 7,4 Millionen Impfdosen an mehr als 25 Länder gespendet, vorwiegend über die von den Vereinten Nationen unterstützte Covax-Initiative zur Verteilung von Corona-Impfstoffen an arme Länder.

  • 11.29 Uhr
    Deutlich mehr Fälle von postnataler Depression während Pandemie in der Schweiz

    Die Corona-Pandemie hat die psychische Belastung von werdenden und frischgebackenen Eltern verstärkt. Dementsprechend sind die Anfragen beim Verein Postpartale Depression Schweiz in Thalwil im vergangenen Jahr um 64 Prozent gestiegen.

    An einer postpartalen Depression (umgangssprachlich: postnatale Depression) leiden 15 Prozent der Mütter und 10 Prozent der Väter, in Pandemie-Zeiten seien es nach ersten Studien doppelt so viele, wie der Verein Postpartale Depression Schweiz am Dienstag mitteilte. Die Anfragen hätten im Vergleich zum ersten Pandemie-Jahr, in dem bereits ein Anstieg von 40 Prozent verzeichnet wurde, erneut zugenommen.

    Die neu aufgesetzten Online-Angebote, die Betroffene zusammenzubringen und die Isolation der Eltern zu durchbrechen versuchen, seien rege genutzt worden. Online-Gesprächsgruppen für Betroffene gebe es in der Deutschschweiz und der Romandie.

  • 10.15 Uhr
    Gesamtes U-Bahn-Netz in Shanghai von Schliessung betroffen

    In der chinesischen Finanzmetropole Shanghai ist im Kampf gegen die Corona-Pandemie das gesamte U-Bahn-Netz der Stadt geschlossen worden. Am Dienstag wurde der Betrieb der letzten beiden bis dahin noch fahrenden U-Bahn-Linien eingestellt, wie das Onlinemedium The Paper berichtete.

    Unterdessen begannen Teams in weissen Schutzanzügen, Wohnungen von mit dem Coronavirus infizierten Menschen zu desinfizieren. Ein Vertreter der Stadt, Jin Chen, erklärte am Dienstag, in älteren Wohnanlagen mit gemeinsam genutzten Badezimmern und Küchen würden auch die Wohnungen von allen weiteren Personen desinfiziert, die die gemeinsamen Räumlichkeiten nutzten. Er ging auf Sorgen ein, dass Schäden an Kleidung und Wertgegenständen in den Wohnungen entstehen könnten und erklärte, Anwohner könnten die Desinfektionsteams über alles informieren, das geschützt werden müsse.

    Vor den jüngsten Massnahmen in Shanghai hatte die Stadt die Menschen in einigen Vierteln angewiesen, wieder in ihren Wohnungen zu bleiben, nachdem es einigen in den vergangenen Wochen gestattet worden war, einkaufen zu gehen. Die jüngsten Schritte haben Anwohner weiter frustriert, die angesichts fallender Infektionszahlen auf ein nahendes Ende des mehr als einen Monat währenden Lockdowns gehofft hatten. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Shanghai war am Montag auf etwa 3000 gefallen - nach einem Höchststand von 26 000 Mitte April. Sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden in der Stadt gemeldet.

  • 21.50 Uhr
    Wir beenden unseren Ticker am Montag

  • 18.43 Uhr
    Labour-Chef kündigt für Fall möglicher Polizeistrafe Rücktritt an

    Der britische Oppositionschef Keir Starmer hat seinen Rücktritt für den Fall angekündigt, dass die Polizei wegen einer Zusammenkunft während des Corona-Lockdowns ein Strafgeld gegen ihn verhängt. «Ich würde das Richtige tun und zurücktreten», sagte der Chef der Labour-Partei am Montag zu Journalisten in London.

    Starmer muss sich für einen Abend im vergangenen Jahr bei Curry und Bier während des Corona-Lockdowns rechtfertigen, zu dem mittlerweile die Polizei im nordenglischen Durham ermittelt. Das bringt ihn in eine heike Lage: Denn der Labour-Chef hatte Premier Boris Johnson bereits zum Rückzug aufgefordert, als dieser wegen des «Partygate»-Skandals überhaupt erstmals in den Fokus von Polizeiermittlungen geraten war. Starmer betonte nun erneut, definitiv keine Regeln gebrochen zu haben.

    Zur Zeit der Zusammenkunft Starmers und seines Teams waren Restaurants noch weitgehend geschlossen, es galten strenge Kontaktbeschränkungen – mit Ausnahmen für Arbeitstreffen. Aufnahmen der geselligen Runde in einem Labour-Büro in Durham tauchten in diversen Medien auf, insbesondere die konservative «Daily Mail» brachte tagelang umfangreiche Stücke zu dem so betitelten «Beergate»-Vorfall. Starmers Erklärung lautet, er habe mit seinem Wahlkampf-Team bei der Arbeit Curry bestellt.

    Sir Keir Starmer, Vorsitzender der Labour-Partei, gibt eine Erklärung am Sitz der Labour-Partei ab. Am Montag kündigte der britische Oppositionschef an, zurückzutreten, falls die Polizei wegen einer Zusammenkunft während des Corona-Lockdowns ein Strafgeld gegen ihn verhängt. 
    Bild: Keystone
  • 13.32 Uhr 
    Easyjet reduziert wegen Personalnot die Sitzplätze

    Der britische Billigflieger Easyjet reduziert wegen massiver Personalnot sein Sitzplatzangebot. In den 60 in Grossbritannien stationierten Maschinen vom Typ Airbus A319 könnten die Kundinnen und Kunden künftig nur noch je 150 statt 156 Sitze reservieren, teilte Easyjet am Montag mit. Das Bordpersonal kann Easyjet damit von vier auf drei Menschen reduzieren.

    Der Billigflieger musste wegen Personalnot bereits Anfang April von 1600 Flügen täglich hunderte streichen. Viele Beschäftigte mussten wegen einer Corona-Infektion zuhause bleiben und fehlten daher - ausgerechnet, als die Nachfrage nach Flügen kräftig zunahm.

    Arbeitskräfte sind derzeit rar in der Branche – Fluggesellschaften und Flughäfen nicht nur in Grossbritannien suchen händeringend Personal. Während der Corona-Pandemie hatte die Branche viele Menschen entlassen.

    Des avions de la compagnie Easyjet sont photographies sur le tarmac de Geneve Aeroport, ce vendredi 23 juillet 2021 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
    Easyjet kämpft weiterhin mit Personalnot in Folge der Corona-Pandemie. 
    Bild: Keystone
  • 13.24 Uhr
    Null-Covid-Politik bremst Chinas Wirtschaft aus

    Chinas Exportwachstum ist auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen, während die zweitgrösste Volkswirtschaft zunehmend unter strengen Corona-Beschränkungen leidet. Die Exporte legten im April – in US-Dollar berechnet – nur noch um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie der chinesische Zoll am Montag in Peking berichtete. Es ist das langsamste Wachstum seit Juni 2020 zu Beginn der Pandemie. Die Importe blieben unverändert.

    Experten sahen die Ursache für den Einbruch in den Restriktionen durch die drakonische Null-Covid-Politik in China, die nicht nur die Produktion, sondern auch den Frachtverkehr stark beeinträchtigt. Zusätzlich wirken sich die Krise um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die Erholung der Kapazitäten in anderen Ländern aus.

  • 12.25 Uhr
    Biontech startet mit Gewinnplus ins 2022

    Der deutsche Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn erneut erheblich steigern können. In dem Ende März abgelaufenen Quartal steht ein Nettogewinn von rund 3,7 Milliarden Euro in den Geschäftsbüchern nach rund 1,13 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag in Mainz mitteilte.

    Der Umsatz legte von 2,05 Milliarden Euro auf 6,37 Milliarden Euro zu. Biontech bekräftigte bei der Vorlage der neuen Zahlen seine Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff in Höhe von 13 Milliarden bis 17 Milliarden Euro für das laufende Geschäftsjahr.

    Biontech und sein US-Partner Pfizer prüfen nach eigenen Angaben weiter mögliche Nachfolgeversionen des bisherigen Covid-19-Vakzins. Dabei geht es unter anderem um einen Impfstoffkandidaten auf Basis der Omikron-Variante sowie um sogenannte bivalenten Vakzine, die gegen Omikron- sowie weitere Sars-CoV-2-Stämme gerichtet sind.

  • 10.20 Uhr
    Selbstständige verdienten weniger als Angestellte

    Selbstständig Erwerbende mit höherer Berufsbildung waren von der Pandemie finanziell stärker betroffen als Angestellte, die denselben Bildungsabschluss haben. Das geht aus einer Befragung Neudiplomierter des Bundesamt für Statistik hervor.

    Beinahe ein Drittel (31 Prozent) der befragten selbstständig Erwerbenden gaben an, 2020 weniger verdient zu haben, als im Vorjahr. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit. Doch nicht alle selbstständigen Absolventen mussten darben. Gemäss der BfS-Studie gab jeder achte ein gestiegenes Auftragsvolumen an.

    Von den Angestellten mit vergleichbarem Bildungsabschluss waren laut der Befragung nur 5 Prozent von einem Einkommensrückgang betroffen.

    Die BfS-Umfrage richtete sich ausschliesslich an Neudiplomierte (Abschluss 2016) einer höheren Berufsbildung. Zu dieser Kategorie zählen jene, die eine eidgenössische Prüfung (Berufs- oder höhere Fachprüfung) abgeschlossen haben, sowie Absolventinnen und Absolventen von höheren Fachschulen.

dpa