Deregulierung

Indische Bauern starten Hungerstreik

AP/toko

30.1.2021 - 12:04

Farmers sit in their makeshift tent on the highway as they continue to protest against new farm laws at the Delhi-Uttar Pradesh border, on the outskirts of New Delhi, India, Saturday, Jan. 30, 2021. Indian farmers and their leaders spearheading more than two months of protests against new agriculture laws began a daylong hunger strike Saturday, directing their fury toward Prime Minister Narendra Modi and his government. Farmer leaders said the hunger strike, which coincides with the death anniversary of Indian independence leader Mahatma Gandhi, would reaffirm the peaceful nature of the protests. (AP Photo/Manish Swarup)
Indische Bauern während des Hungerstreiks in Neu-Delhi.
AP Photo/Manish Swarup/Keystone

Am Todestag des Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Gandhi haben Bauern in Indien aus Protest gegen neue Landwirtschaftsgesetze  einen Hungerstreik begonnen.

Aus Protest gegen neue Landwirtschaftsgesetze haben Bauern in Indien einen Hungerstreik begonnen. Die auf einen Tag angesetzte Aktion fiel am Samstag mit dem Todestag des Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Gandhi (1869-1948) zusammen. Der Hungerstreik solle das friedliche Element der Proteste unterstreichen, sagten die Anführer der Bauern. Seit mehr als zwei Monaten richten sie ihre Demonstrationen gegen Premierminister Narendra Modi und dessen Regierung. «Die Art, wie die Regierung Lügen und Gewalt verbreitet, ist verwerflich», sagte Samyukta Kisan Morcha vom Gewerkschaftsbündnis United Farmers' Front.

Die protestierenden Bauern fordern die Rücknahme der im September vom Parlament gebilligten Gesetze. Aus ihrer Sicht begünstigen die Massnahmen grosse Landwirtschaftsbetriebe und lassen Kleinbauern im Stich. Modi hat die Gesetze dagegen als nötig bezeichnet, um die Landwirtschaft zu modernisieren.



Lange waren die Proteste friedlich, am Dienstag, dem Tag der Republik, stürmten aber Zehntausende Bauern zu Fuss und auf Traktoren die Festungsanlage Rotes Fort in Delhi. Bei Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizisten kam ein Protestierender ums Leben und fast 400 Einsatzkräfte wurden verletzt.

Am Freitag boykottierten 16 Oppositionsparteien aus Solidarität mit den Bauern den ersten Tag der Haushaltssitzung im Parlament.

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