Kind kommt bei Brand in Flüchtlingslager ums Leben

SDA/gbi

24.2.2021 - 10:09

A general view of the temporary camp for refugees and migrants near Mytilene town, on the northeastern island of Lesbos, Greece, Sunday Sept. 13, 2020. Greek authorities have been scrambling to find a way to house more than 12,000 people left in need of emergency shelter on the island after the fires deliberately set on Tuesday and Wednesday night gutted the Moria refugee camp. (AP Photo/Petros Giannakouris)
Seit das Flüchtlingslager Moria abgebrannt ist, leben die Flüchtlinge in verschiedenen provisorischen Lagern – hier eines nahe Mytilene. 
Bild: AP Photo/Petros Giannakouris

Tragödie in einem griechischen Flüchtlingslager: Beim Brand einer Containerwohnung ist in der Nacht zum Mittwoch ein sieben Jahre altes Kind ums Leben gekommen.

Weshalb das Feuer im Flüchtlingslager nahe der mittelgriechischen Kleinstadt Theben ausbrach, ist noch unklar. Die Behörden vermuteten jedoch, dass eine Kochstelle den Brand verursacht haben könnte. Im Container habe eine elfköpfige Familie aus dem Iran gewohnt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur ANA unter Berufung auf die Feuerwehr. Ein siebenjähriges Kind kam in den Flammen ums Leben.

Die Feuerwehr teilte mit, Flüchtlinge hätten zunächst die Löscharbeiten behindert, indem sie Steine auf die Feuerwehrleute geworfen und die Zufahrtsstrasse versperrt hätten. Sie seien aufgebracht gewesen, weil die Feuerwehr ihrer Ansicht nach zu spät angerückt war. Nach einem Polizeieinsatz konnte der Brand schliesslich gelöscht werden. Im Lager von Theben mit einer Aufnahmekapazität von rund 900 Menschen leben den Berichten zufolge derzeit etwa 800 Flüchtlinge.

Erst vor wenigen Tagen hatte eine Psychologin der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die Sicherheitsmängel vor allem beim Heizen kritisiert. Es gebe keine Möglichkeit, die Zelte zu wärmen, die Menschen nutzten kleine Stövchen und brennende Kohle, was brandgefährlich sei, sagte sie dem deutschen Nachrichtenportal T-Online über das Lager Kara Tepe auf Lesbos. Dort wie auch in anderen Lagern wird ausserdem meist mit Gaskochern gekocht, was in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden geführt hat.

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