Retourkutsche in Westafrika

Mali kündigt Militärkooperation mit Frankreich

SDA

3.5.2022 - 09:25

epa03541436 A photograph made by the French Army Communications Audiovisual office (ECPAD) shows French troops take part in operation Serval to assist Malian troops to push back an islamist rebel advance, Near the town of Markala, North of Bamako, Mali, 17 January 2013. France has increased its military presence in Mali to 1,400 ground troops to fight rebels in the North of Mali. EPA/ARNAUD ROINE / ECPAD / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Die Partnerschaft zwischen Frankreich und dem von Terrorgruppen heimgesuchten Mali ist zerbrochen.
KEYSTONE / EPA/ ARNAUD ROINE / ECPAD

Der westafrikanische Krisenstaat Mali will seine Militärkooperation mit Frankreich beenden. Dies als Reaktion auf das von Frankreich angekündigte Ende seines Militäreinsatzes in Mali.

SDA

3.5.2022 - 09:25

Zwischen Mali und Frankreich steigen die Spannungen seit Monaten. Deshalb hatte die europäische Schutzmacht im Februar das Ende ihres Anti-Terror-Einsatzes bekannt gegeben und den koordinierten Abzug der rund 4300 Soldaten angekündigt.

Als Reaktion darauf hat nun die malische Militärjunta alle Verträge mit Frankreich gekündigt. Innerhalb von sechs Monaten soll das Ende der Zusammenarbeit vollzogen sein. 

Militärjunta an der Macht, Terrorgruppen im Land

In Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hatte im Mai des vergangenen Jahres das Militär die Übergangsregierung entmachtet, die eigentlich bis zu Wahlen am 27. Februar 2022 im Amt sein sollte. Putschistenführer Assimi Goïta liess sich zum neuen Übergangspräsidenten ausrufen und will Wahlen erst in bis zu fünf Jahren abhalten.

In der Sahelzone, die sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In Mali laufen zudem der EU-Ausbildungseinsatz EUTM und der UN-Stabilisierungseinsatz Minusma.

SDA, smi

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