Seltenheit

Nordkoreaner gelingt die Flucht über die bewachte Grenze

SDA/gbi

16.2.2021 - 10:35

Nordkoreanische Soldaten halten die Grenze zu Südkorea genau im Auge.  
Nordkoreanische Soldaten halten die Grenze zu Südkorea genau im Auge.  
Bild: EPA/Park Tae-Hyun/KOREA POOL / POOL

Ein junger Mann hat offenbar erfolgreich die innerkoranische Grenze nach Süden überquert. Ob es sich um einen Zivilisten oder einen fahnenflüchtigen Militärangehörigen handelt, ist noch unklar.

Das südkoreanische Militär vermeldete am Dienstag die Flucht eines Nordkoreaners in den Süden. Der Mann sei am frühen Morgen an der Ostküste in der Nähe eines militärischen Kontrollpunkts südlich der Grenze von Überwachungskameras gefilmt worden, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Nach dreistündiger Suche konnte der Mann aufgegriffen werden. Es werde davon ausgegangen, dass es sich um einen Nordkoreaner handle.

Nach Berichten der nationale Nachrichtenagentur Yonhap äusserte der zwischen 20 und 30 Jahre alte Mann seine Absicht, in Südkorea bleiben zu wollen. Unklar war demnach, ob es sich um einen Zivilisten oder eventuell einen fahnenflüchtigen Soldaten handelt.



Auch untersuchte das Militär, ob der Mann die Landesgrenze oder mit einem Boot die Seegrenze überquert hat. Beide Länder trennt auf dem Land eine vier Kilometer breite Pufferzone, die teilweise noch vermint ist. Zudem wird die Grenzzone auf beiden Seiten von Stacheldrahtzäunen gesichert.

Vor der Coronavirus-Pandemie flohen aus dem weitgehend abgeschotteten Nordkorea so gut wie jedes Jahr zahlreiche Menschen vor Hunger und Unterdrückung. Dass Menschen dabei über die innerkoreanische Grenze direkt nach Südkorea gelangen, kommt aber eher selten vor. In den meisten Fällen fliehen Nordkoreaner über die Grenze nach China, viele von ihnen gelangen dann über Drittländer nach Südkorea.

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