Nach Schulmassaker

Trump tritt bei Waffenlobby NRA in Texas auf

SDA

26.5.2022 - 19:15

FILE - President Donald Trump shakes hands with NRA executive vice president and CEO Wayne LaPierre, has he arrives to speak to the annual meeting of the National Rifle Association, Friday, April 26, 2019, in Indianapolis. The National Rifle Association is going ahead with its annual meeting in Houston just days after the shooting massacre at a Texas elementary school that left 19 children and 2 teachers dead. With protests planned outside, former President Donald Trump and other leading GOP figures, including South Dakota Gov. Kristi Noem, will address attendees. (AP Photo/Evan Vucci, File)
Der damalige US-Präsident Donald Trump mit Wayne LaPierre, dem CEO der US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) auf der NRA-Jahrestagung am 26. April 2019 in Indianapolis.
Bild: Keystone/AP Photo/Evan Vucci

Der frühere US-Präsident Donald Trump tritt am Freitag bei der Jahrestagung der Waffenlobby NRA auf. Die Veranstaltung in Houston findet drei Tage nach dem Massaker an einer Primarschule im ebenfalls in Texas gelegenen Uvalde statt.

SDA

26.5.2022 - 19:15

Nach dem Massaker an einer Primarschule in Texas tritt der frühere US-Präsident Donald Trump am Freitag in diesem Bundesstaat bei der Jahrestagung der Waffenlobby-Organisation NRA auf. «Amerika braucht in diesem Moment echte Lösungen und echte Führung, nicht Politiker und Parteilichkeit», schrieb Trump vorab auf der von ihm mitbegründeten Social-Media-Plattform Truth Social.

Deshalb werde er seine Zusage einhalten, in Houston/Texas bei dem NRA-Treffen zu sprechen. Trump kündigte «eine wichtige Rede» an die Adresse der Amerikaner an. «In der Zwischenzeit beten wir alle weiter für die Opfer, ihre Familien und für unsere gesamte Nation.»

Demonstranten protestieren gegen das lockere Waffenrecht und den Besuch von Präsident Donald Trump in der Grenzstadt, nachdem ein Mann dort mehrere Primarschüler und Erwachsene erschossen hatte. (Archivbild)
Bild: Keystone/AP/Andres Leighton

Ein Amokläufer hatte am Dienstag in einer Primarschule in Uvalde in Texas 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der 18 Jahre alte Amokläufer hatte legal zwei Sturmgewehre gekauft.

Texanischer Gouverneur ebenfalls auf Programm

Die Tat hat die Debatte über schärfere Waffengesetze in den USA erneut angefacht. US-Präsident Joe Biden sprach sich nach dem Massaker erneut mit Nachdruck dafür aus. Entsprechende Initiativen seiner Demokraten scheitern jedoch regelmässig am Widerstand von Trumps Republikanern und an der mächtigen NRA. Trump ist vehement gegen eine Verschärfung der Waffengesetze.

Die NRA teilte mit, die zweistündige Veranstaltung mit Trump (ab 21.00 Uhr MESZ) sei nur für ihre Mitglieder offen. Auf Anordnung der Sicherheitskräfte seien beim Auftritt des Ex-Präsidenten keine Schusswaffen oder Messer erlaubt. Die NRA wies darauf hin, dass es keine Möglichkeit zur Aufbewahrung von Schusswaffen gebe.

Neben Trump stehen mehrere andere Redner auf dem Programm, darunter NRA-Führungskräfte und der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Trumps Teilnahme war bereits vor dem Schulmassaker angekündigt worden.

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