Österreich schickt mehr Soldaten an die Grenze — Opposition kritisiert «Presse-Show»

sda/toko

24.7.2021 - 16:01

Ein Soldat der österreichischen Armee und ein Polizist kontrollieren einen Autofahrer nach der Grenzüberquerung von Tschechien nach Österreich. Österreich hat die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Foto: Ronald Zak/AP/dpa
Österreich verstärkt die Überwachung seiner Grenze.
Ronald Zak/AP/dpa (Symbolbild)

Österreich verstärkt die Überwachung an seinen Grenzen — 400 Soldaten sollen zusätzlich zum Einsatz kommen. 

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24.7.2021 - 16:01

Österreich verstärkt die Überwachung seiner Grenze. Grund sei, dass wieder mehr Migrantinnen und Migranten ins Land kämen, sagten Innenminister Karl Nehammer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner am Samstag bei einer Pressekonferenz. Zunächst sollen demnach etwa 400 Soldaten zusätzlich an die Grenze geschickt werden.

«Wir erleben, dass Aufgriffszahlen an der österreichischen Grenze wieder steigen», sagte Nehammer. Besonders betroffen sei die Grenze zu Ungarn. In diesem Jahr seien bereits 200 Schlepper festgenommen worden. «Ziel ist es, Migrationsbewegungen zu kontrollieren», sagte Tanner.

Wie der «Standard» berichtet, kritisierte Neos-Verteidigungssprecher und Generalsekretär Douglas Hoyos die Ankündigung als «Presse-Show» der Regierungspartei ÖVP. Er fragte, wie es denn sein könne, «dass die ÖVP schon wieder zusätzliche Soldaten an die Grenze schicken muss, wenn doch die ÖVP seit vielen Jahren für die Sicherheit Österreichs zuständig ist.»

Die ÖVP und Bundeskanzler Sebastian Kurz stehen nach zahlreichen Skandalen mächtig unter Druck.

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