OSZE-Wahlbeobachter sehen keine Hinweise auf Wahlbetrug

SDA

9.11.2020 - 17:03

Donald Trump spielt Golf – und behauptet, bei den US-Wahlen sei systematisch betrogen worden. 
Bild: Keystone

Wahlbeobachter der OSZE haben keine Hinweise auf einen systematischen Wahlbetrug gefunden. Donald Trump müsse seine Vorwürfe genauer beweisen, wolle er damit durchkommen. 

Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben bei der US-Präsidentenwahl keinen Wahlbetrug festgestellt. «Wir haben Fehler gesehen, wir haben vereinzelte Mängel gesehen, das ist im Bereich des Normalen. Aber wir haben keine Hinweise auf Betrug oder gar Fälschungen gesehen», sagte der Leiter der Beobachtermission, Michael Georg Link (FDP), am Montag im Radioprogramm SWR Aktuell.

Link wollte nicht ausschliessen, dass es teilweise zu Fehlern gekommen sei oder jemand zweimal gewählt haben könnte. Das könne in jedem Wahlsystem passieren, auch wenn es nicht passieren sollte. «Das ist aber noch kein systematischer Betrug», sagte der FDP-Politiker. Wenn der amtierende Präsident Donald Trump mit seinen Wahlfälschungsvorwürfen durchkommen wolle, müsse er aber genau das beweisen.

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