Erster Arbeitstag

Boris Johnson fordert Briten in Corona-Krise zu Geduld auf

AP/toko

27.4.2020

Boris Johnson, der Premierminister Grossbritanniens deutete eine stufenweise Lockerung der anti-Corona-Massnahmen an.
Frank Augstein/AP/dpa

Der britische Premierminister Boris Johnson hat ein schnelles Ende der Corona-Beschränkungen im Vereinigten Königreich ausgeschlossen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat ein schnelles Ende der Corona-Beschränkungen im Vereinigten Königreich ausgeschlossen. Er wolle keinen zweiten grossen Ausbruch, zahlreiche Todesfälle und eine Überlastung des Gesundheitswesens riskieren, sagte Johnson am Montag, seinem ersten Arbeitstag nach einer schweren Covid-19-Erkrankung.

Das Land nähere sich zwar dem Ende der «Phase eins in diesem Konflikt» an und wie andere Briten warte auch er ungeduldig darauf, zurück zur Normalität zu kehren. Aber: «Wir können einfach nicht sagen, wie schnell oder langsam oder sogar wann Veränderungen gemacht werden.»

Er deutete eine stufenweise Lockerung an. Nach und nach sollten die Behörden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beschränkungen aufheben «und Schritt um Schritt die Motoren dieser breiten Wirtschaft anheizen». Die bisherigen Corona-Beschränkungen in Grossbritannien gelten mindestens bis zum 7. Mai.



Gegen Vorwürfe, seine Regierung habe sich geheimnistuerisch verhalten, versprach Johnson, Entscheidungen zum Ende der Beschränkungen sollten so transparent wie möglich fallen. Dafür werde er sich mit Unternehmen, Regionalbehörden und den Oppositionsparteien beraten.

Johnson sah bei dem Auftritt vor seinem Büro in der Downing Street dünner als zuvor aus, wirkte aber auch erholter als das letzte Mal in der Öffentlichkeit. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus hatte der 55-Jährige eine Woche im Krankenhaus verbracht, drei Tage davon auf der Intensivstation. Als er am 13. April entlassen wurde, bedankte er sich beim Krankenhauspersonal dafür, sein Leben gerettet zu haben.


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