Gewaltbereit und rechtsextrem

«Proud Boys» wollen für Donald Trump aufmarschieren

tsch/tpfi

12.11.2020

Die «Proud Boys» planen einen Marsch für US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Bild: AFP/Archives

Noch immer weigert sich Donald Trump seine Wahlniederlage zu akzeptieren. Jetzt ruft mit den «Proud Boys» eine Gruppe seiner wohl gefährlichsten Anhänger dazu auf, gegen den unbewiesenen Wahlbetrug auf die Strasse zu gehen. Für Samstag ist ein Protestmarsch in Washington geplant.

Donald Trump (74) klammert sich nach seiner Wahlniederlage weiter an das Weisse Haus und sucht Verbündete in den eigenen Reihen. Unter den Republikanern hält sich die Unterstützung für Trumps Theorie des Wahlbetruges bislang eher in Grenzen. Nun springen ihm dafür seine treuesten Verbündeten in der amerikanischen Bevölkerung zur Seite - die «Proud Boys». Die rechtsextreme Miliz wird am Samstag an einem Protest-Marsch durch Washington D.C. teilnehmen, wie der «Blick» berichtet.

Schon während der ersten Fernsehdebatte der US-Präsidentschaftswahl hat Donald Trump einen Aufruf an die rechtsextreme Gruppierung gerichtet: «Haltet euch zurück, und haltet euch bereit». Wofür, wollte Trump damals nicht erklären. Seitdem rumort es unter den Anhängern der rechtsextremen Schlägertruppe. Sie schworen «ihrem» Präsidenten, für ihn zu «kämpfen», wenn ihm die Wahl «gestohlen» werde.

Diesen Zeitpunkt sehen die «Proud Boys» nun gekommen. Am Samstag wird die rechtsextreme Miliz an einem Protest-Marsch durch Washington D.C. teilnehmen. Der Name: Million MAGA March. Ihrer Meinung nach, sei die Wahl zugunsten von Joe Biden (77) manipuliert worden. Unterdessen verbreitet Donald Trump weiter den Mythos der Wahlfälschung. 

In Washington D.C. bereitet man sich inzwischen vor. Bürgermeisterin Muriel Bowser (48) erklärte diese Woche, dass die Beamten der Stadt über die geplanten Demonstrationen informiert seien und versicherte, dass die Behörden «diese Aktivitäten weiterhin verfolgen und sich auf diese Aktivitäten vorbereiten». Klar ist: Friedlich sind die Proud Boys nicht. Schon bei anderen Demonstrationen sorgten sie für Krawall, so der «Blick».

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