Rauchbombe explodiert Japans Regierungschef in Sicherheit gebracht

DPA, gbi

15.4.2023 - 08:39

Ein Mann, der die Rauchbombe geworfen haben soll, wird festgehalten.
Ein Mann, der die Rauchbombe geworfen haben soll, wird festgehalten.
Uncredited/Kyodo News/AP

Während eines Auftritts des japanischen Regierungschefs Fumio Kishda ist ganz in der Nähe eine Rauchbombe explodiert. Der Politiker kam mit dem Schrecken davon.

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Als der japanische Regierungschef in der Präfektur Wkayama die Werbetrommel für einen Parteikollegen rühren will, explodiert eine Rauchbombe ganz in der Nähe.
  • Der Premierminister blieb unverletzt, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Schreckmoment für Fumio Kishida: Der japanische Regierungschef ist wegen der Explosion einer mutmasslichen Rauchbombe bei einer Wahlkampfveranstaltung unverletzt in Sicherheit gebracht worden.

Die Polizei nahm am Tatort eines Fischereihafens der westlichen Stadt Wakayama einen 24 Jahre alten Japaner fest, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Dort wollte Kishida eine Rede zur Unterstützung eines Kandidaten seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) bei Lokalwahlen halten.

Die mutmassliche Rauchbombe wurde am Samstag aus einer Menschenmenge von mehreren hundert Personen geworfen, berichteten japanische Medien. Auf TV-Aufnahmen war eine laute Explosion zu hören, schreiende Menschen versuchten wegzurennen, weisser Rauch lag in der Luft. Augenzeugen schilderten, die Explosion habe sich wenige Sekunden, nachdem der mutmassliche Täter zu Boden gerungen worden war, ereignet. Niemand sei verletzt worden, hiess es.

Kishida wurde sofort in einem Auto in Sicherheit gebracht und setzte seine Wahlkampftour später andernorts fort. Das Motiv des Täters war zunächst unbekannt.

Erinnerungen an Anschlag auf Shinzo Abe

Dass die Nervosität in Japan so gross ist, erklärt sich durch den Anschlag auf Shinzo Abe: Kishidas Vorgänger war erst im Juli vergangenen Jahres  während einer Wahlkampfrede in der alten Kaiserstadt Nara auf offener Strasse erschossen worden. Das Attentat auf den Ministerpräsidenten löste weltweit Fassungslosigkeit aus.

In Japan, das als eines der sichersten Länder der Welt gilt und äusserst strenge Waffengesetze hat, herrschen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Denn an diesem Sonntag reisen die Aussenminister der Gruppe der G7-Staaten zu einem Treffen in der Präfektur Nagano an. Kishida selbst wird vom 19. bis 21. Mai Gastgeber des G7-Gipfeltreffens in seiner Heimatstadt Hiroshima sein.