Schottischer Lotto-Gewinner verprasst 40 Millionen in acht Jahren

tsch/tpfi

21.9.2020 - 19:49

Colin und Christine Weir  gewannen 2011 161 Millionen Pfund im Lotto.
Bild: Keystone

Es war das ganz grosse Los: 2011 gewann das schottische Ehepaar Colin und Christine Weir den Jackpot bei Euromillions in Höhe von 161 Millionen Pfund (knapp 190 Mio Franken). Für Autos, Pferde, Häuser aber auch die Familie und Freunde gaben sie das Geld mit vollen Händen aus.

Als Christine und Colin Weir eines Abends im Jahr 2011 vor der Nachtruhe am Teletext in ihrem Schlafzimmer noch kurz die EuroMillionen-Ergebnisse prüften, trauten sie ihren Augen nicht. Beim fünften der gekauften Losscheine konnten sie alle Zahlen einkreisen. Der Jackpot war 14-mal nicht geknackt worden, sodass die beiden Glückspilze den Maximalgewinn von 161’653’000 Pfund einfuhren. Im vergangenen Dezember ist Colin, ein ehemaliger Kameramann, im Alter von 71 Jahren verstorben.

Wie der «Blick» berichtet, belegen Dokumente, dass der Lottogewinner einen Grossteil seines Vermögens verpulvert hat – fast 100’000 Pfund pro Woche. Ein Finanzexperte meinte laut dem «Daily Record»: «40 Millionen Pfund in acht Jahren auszugeben, erfordert einiges».

Grosszügig – und luxusverliebt

Allein eine Millionen Pfund investierte Collin in seinen Lieblingsfussballclub Patrick Thistle. Eine ähnlich hohe Summe ging als Spende an das schottische Nationaltheater.

Seine Garage zierten vier Autos – die aber vergleichsweise günstig ausfielen: Ein Bentley Arnage im Wert von 10'000 Pfund, ein dreijähriger Jaguar F-Pace SUV im Wert von 28'250 Pfund, ein vierjähriger Mercedes Benz E-Klasse Kombi im Wert von 24'000 Pfund und ein Mercedes Benz V-Klasse 2019 Personentransporter im Wert von etwa 35'000 Pfund, so der «Blick».

Dazu kamen Möbel, Schmuck und Kunstwerke im Wert von rund 212'000 Pfund. Als Rennsport-Fan besass er einen Anteil an drei Vollblütern. Und auch seine Freunde und seine beiden Kinder versah der Schotte mit grosszügigen Summen – und er spendete Geld an gemeinnützige Stiftungen.

Gesundheit konnte er nicht kaufen

Nach dem Gewinn des Jackpots zog das Ehepaar aus ihrem 180’000 Pfund 3-Zimmerhaus in Largs in eine 3,5 Millionen Villa. Als sich Colin im vergangenen Sommer von seiner Frau Christine nach 38 Ehejahren scheiden liess, bezog er ein 1,1 Millionen-Haus am Meer mit fünf Schlafzimmern in Ayr.

Colin litt seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen. Er starb offenbar plötzlich an einer Sepsis und einer «akuten Nierenverletzung», wie der «Daily Record» berichtete.

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