Enigma-Fund

Sechs Nazi-Chiffriermaschinen aus der Ostsee geborgen

tsch/tpfi

22.1.2021

Bereits im November vergangenen Jahres fanden Taucher auf dem Grund der Ostsee eine Enigma-Chiffriermaschine aus dem 2. Weltkrieg. (Archivbild)
Bild: dpa

Es ist ein Sensationsfund: Ein Taucher hat vor Schleswig-Holstein gleich sechs Chiffriermaschinen aus der Nazi-Zeit geborgen. Es ist der zweite Fund in kurzer Zeit.

Ein Taucher hat bei Arbeiten sechs Chiffriermaschinen vom Typ Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Ostsee geborgen. Der Finder Christian Hüttner war eigentlich auf der Suche nach einem verschwundenen Propeller. Die Entdeckung wurde aus der Nähe des Ortes Schleimünde gemeldet, berichtete das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein. »Bei der Suche nach einem verlorenen Propeller bin ich auf einen Haufen entsorgter Enigma-Maschinen gestossen«, zitierte die Behörde den Finder. »Teilweise sind sie offensichtlich bereits vor dem Entsorgen unbrauchbar gemacht worden.«

Den Fund habe er Anfang des Jahres gemacht, sagte der Berufstaucher der Deutschen Presse-Agentur. Wegen des starken Bewuchses habe er die Chiffriermaschinen nicht sofort als solche erkannt. Lediglich ein paar Messingteile seien anfangs bei genauerem Hinsehen zu erkennen gewesen. «Ein paar Tasten schauten raus», so Christian Hütten.

Erst im November stiessen Forschungstaucher der Kieler Firma Submaris in der Geltinger Bucht auf eine Enigma-Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg. Eigentlich sollten die Taucher im Auftrag der Naturschutzorganisation WWF Geisternetze in der Ostsee bergen. Der seltene Fund wird derzeit in der Werkstatt des Museums für Archäologie auf Schloss Gottorf in Schleswig restauriert.

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