Teurer Schmuck und Uhren bei Ex-Premier beschlagnahmt

27.6.2018 - 14:11, dpa

Bei einer Razzia in den Räumlichkeiten des ehemaligen  
 malaysischen Premiers Najib Razak beschlagnahmte die Polizei Güter im Wert von 270 Millionen Franken
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Unter den beschlagnahmten Dingen waren unter anderem 12'000 Schmuckstücke.
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Es handele sich um die grösste Konfiszierung in der Geschichte seines Landes, sagte Chefermittler Amar Singh.
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Es besteht der Verdacht, dass die Wertgegenstände mit veruntreuten Staatsgeldern finanziert wurden.
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Najib Razak wird vorgeworfen, sich an dem Staatsfonds 1MDB bedient zu haben, den er 2009 ins Leben gerufen hatte. Er bestreitet die Anschuldigungen.
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Auch Razaks Frau Rosmah Mansor ist im Visier der Ermittler. Wie ihr Ehemann darf sie das Land nicht verlassen.
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Die Polizei in Malaysia hat beim Ex-Ministerpräsidenten Najib Razak Hunderte Uhren, Handtaschen, Schmuck und Bargeld mit einem Wert von umgerechnet 270 Millionen Franken beschlagnahmt.

Es handele sich um die grösste Konfiszierung in der Geschichte seines Landes, sagte Chefermittler Amar Singh am Mittwoch. Die Wertgegenstände seien in Unterkünften sichergestellt worden, die eine Verbindung zu Najib aufwiesen.

Die Liste der beschlagnahmten Dinge ist lang: Allein 12'000 Schmuckstücke, darunter 2200 Ringe, 1400 Halsketten und 2800 Paar Ohrringe, zählten laut Singh dazu. Hinzu kämen 567 Handtaschen und 423 Uhren. Eine Kette habe einen Wert von 6,4 Millionen Ringgit (1,6 Millionen Franken), eine Uhr 3,5 Millionen Ringgit (860'000 Franken). Allein die Taschen seien einen zweistelligen Millionenbetrag wert.

Vorwurf der Veruntreuung

Der Fall dreht sich um einen ehemals von Najib ins Leben gerufenen Staatsfonds namens 1MDB. Dieser hatte Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. Naijb und seinem Umfeld wird von US-Ermittlern Veruntreuung und Geldwäsche vorgeworfen. Die Korruptionsanschuldigungen hatten unter anderem dazu geführt, dass Najibs Koalition im Mai die Wahl verlor. Najib und seine Ehefrau Rosmah Mansor dürfen Malaysia im Zuge der Ermittlungen nicht verlassen. Sie haben ein Fehlverhalten bestritten.

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