Macron öffnet Archive wegen Rolle Frankreichs in Ruanda

SDA

7.4.2021 - 20:34

FILE - In this Sunday, April 7, 2019 file photo, people attend a candlelit vigil during a memorial service marking 25 years since the genocide, at Amahoro stadium in the capital Kigali, Rwanda. France's role before and during 1994's Rwandan genocide was a "monumental failure" that the country must face, the lead author of a sweeping report commissioned by President Emmanuel Macron said, as the country is about to open its archives from this period for the first time to the broader public. (AP Photo/Ben Curtis, File)
Menschen gedenken in der Landeshauptstadt Kigali dem Välkermord in Ruanda. Am Verhalten Frankreichs gibt es massive Kritik.
KEYSTONE/AP Photo/Ben Curtis, File

Nach massiver Kritik an Frankreichs Rolle beim Völkermord im ostafrikanischen Staat Ruanda 1994 hat Präsident Emmanuel Macron die Öffnung von Pariser Archiven angeordnet.

SDA

7.4.2021 - 20:34

Nach Kritik an Frankreichs Verhalten beim Völkermord im ostafrikanischen Staat Ruanda 1994 hat Präsident Emmanuel Macron die Öffnung von Pariser Archiven angeordnet. Wie der Élyséepalast am Mittwochabend mitteilte, seien Dokumente der Jahre 1990 bis 1994 aus den Archiven des damaligen Staatsoberhauptes François Mitterrand nun zugänglich. Auch Unterlagen des damaligen Premierministers Edouard Balladur können nun gelesen werden. Der konservative Politiker amtierte von 1993 bis 1995.



Eine Historiker-Kommission war im vergangenen Monat zu dem Schluss gekommen, dass auf Frankreich in Bezug auf den Völkermord schwere Verantwortung lastet. Paris sei damals angesichts der Vorbereitungen des Genozids blind geblieben, lautete eine Schlussfolgerung. Es gab jedoch keine Beweise für eine Mitschuld Frankreichs am Tod von mehr als 800'000 Menschen. Vertreter der Hutu-Mehrheit hatten Angehörige der Tutsi-Minderheit und gemässigte Hutu getötet.