Russland Wagner-Chef Prigoschin droht mit Abzug aus Bachmut am 10. Mai

SDA

5.5.2023 - 11:19

ARCHIV - Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin klagt über fehlende Munition für seine Kämpfer. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archiv - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung
ARCHIV - Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin klagt über fehlende Munition für seine Kämpfer. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archiv - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung
Keystone

Nach Klagen über fehlende Munition hat der Chef der russischen Söldner-Truppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, mit dem Abzug seiner Kämpfer aus der umkämpften ukrainischen Stadt Bachmut in der kommenden Woche gedroht.

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«Ohne Munition werden meine Jungs keine unnötig hohen Verluste tragen. Darum ziehen wir uns ab dem 10. Mai 2023 aus der Ortschaft Bachmut zurück», sagte Prigoschin in einem Freitag auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Video. Zugleich schrieb er: «Wenn Russland in Gefahr sein wird, werden wir erneut zur Verteidigung kommen.»

Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentierte Prigoschins Ankündigung zunächst lediglich mit den Worten: «Wir haben das natürlich in den Medien gesehen. Aber ich kann das nicht kommentieren, weil es den Verlauf der militärischen Spezialoperation betrifft.»

Die ostukrainische Stadt Bachmut wird seit Monaten gemeinsam von der russischen Armee und der Wagner-Truppe angegriffen. Inzwischen kontrollieren die Angreifer eigenen Angaben nach rund 85 Prozent des Stadtgebietes.