Ukraine-Krieg

55 Schweizer Prominente lancieren Demokratie-Appell

SDA / tchs

23.5.2022

Satiriker Viktor Giacobbo gehört zu den 55 Prominenten, die den Demokratie-Appell lancierten.
Bild: zVg

Der Ukraine-Krieg offenbart: Freiheitliche und demokratische Errungenschaften sind keine Selbstverständlichkeit. Daran erinnern 55 Schweizer Prominente mit einem Demokratie-Appell.

SDA / tchs

23.5.2022

Angesichts des russischen Angriffkriegs in der Ukraine haben in der Schweiz 55 Prominente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Kultur und Unterhaltung am Montag einen Appell für Demokratie lanciert. Sie erinnerten daran, dass freiheitliche, demokratische Errungenschaften nicht selbstverständlich seien.

Dem Appell schlossen sich unter anderem acht Alt-Bundesrätinnen und -Bundesräte, sechs Parteipräsidenten, Markus und Daniel Freitag vom gleichnamigen Taschenhersteller, Sängerin Sina und Satiriker Viktor Giacobbo an, wie der Verein «#StandUp4Democracy» mitteilte.

«Es ist jetzt unsere Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen das Verbindende zu fördern und unter Achtung der Vielfalt gegen Tyrannei einzustehen», hiess es in dem Appell. «Stehen wir auf für die Demokratie. Weil sie nicht selbstverständlich ist. Gerade jetzt.»

Angelehnt an den Speaker's Corner in London

Der Appell wurde Vorabend zum 24. Mai im Stapferhaus in Lenzburg AG lanciert. In Anlehnung an den Speaker’s Corner im Londoner Hyde Park stehen dort Podeste, auf denen Rednerinnen und Redner in kurzen Sequenzen Gedanken äussern können.

Initiiert wurde der Appell von Michael Hermann und Stefanie Pfändler. Sie hatten am Tag des Kriegsbeginns in der Ukraine spontan eine Anti-Kriegs-Kundgebung in Zürich organisiert. Ende Februar folgte eine Kundgebung mit rund 20'000 Teilnehmenden auf dem Zürcher Münsterhof.